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E-Zigaretten weniger schädlich als normale Glimmstängel

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 12 Aug, 2014

Seit einigen Jahren erfreuen sich E-Zigaretten steigender Beliebtheit: Alleine in Deutschland wurden 2013 rund 100 Millionen Euro mit E-Zigaretten und ihrem Zubehör umgesetzt. Wenn dies wie eine beachtliche Summe erscheint: Die Tabakindustrie setzte mit ihren Produkten satte 20 Milliarden Euro um - trotz aller gesundheitlicher Aufklärungsversuche über die Schädlichkeit des Rauchens und auch des Passivrauchens. War bislang umstritten, wie schädlich das "Dampfen" - der Konsum von nikotinhaltigem Dampf per E-Zigarette überhaupt war, konnten britische Forscher der Queen Mary-Universität in London nun erstmals belegen, dass es immerhin weit gesünder ist, als das reguläre Rauchen.

Forscher gegen Überregulierung der E-Zigaretten

Kritiker der neuen E-Zigaretten wollen seit ihrem Aufkommen erreichen, dass die neuen Produkte vom Markt gedrängt werden, indem sie als Arzneimittel zur Rauchentwöhnung deklariert und nur in Apotheken verkauft werden. Ein entsprechender Antrag wurde jedoch im Frühling 2014 vom Europäischen Parlament abgeschmettert.

Die britischen Forscher sprechen sich nun gegen eine solche Überregulierung aus. Ihre Studien haben ergeben, dass die E-Zigaretten vor allem von Rauchern genutzt werden, um von regulären Zigaretten loszukommen. Da das Dampfen letztendlich gesünder ist und die Umwelt weniger belästigt, wäre es falsch, diesen Menschen den Zugang zu erschweren. Im Gegenteil, Raucher, die sich weigern, gegen ihre Nikotinsucht vorzugehen, könnten so möglicherweise eher um Umstieg auf die E-Zigaretten bewegt werden.

Auch konnte die Studie keine Belege dafür finden, dass das Dampfen Kinder und Jugendliche zum Konsum ermutigte. Im Gegenteil: Die Zahl der Jugendlichen, die Rauchen insgesamt (einschließlich des Dampfens) "uncool" finden, steigt von Jahr zu Jahr.

Wie funktionieren E-Zigaretten?

Eine moderne E-Zigarette besteht aus drei Teilen: Der Batterie, einem Verdampfer und einem Tank. Die Batterie funktioniert dabei genau wie der Handy-Akku. Bei durchschnittlicher Nutzung der E-Zigarette genügt es, die Batterie einmal am Tag aufzuladen. Der Tank kann mit allen möglichen Liquids gefüllt werden, die dann im Verdampfer mittels einer Heizspirale auf etwa 65°C erhitzt und zum Dampfen gebracht werden. Tanks und Verdampfer müssen aus hygienischen Gründen ab und zu ausgetauscht werden.

Bei den erhältlichen Liquids ist die Fantasie heute fast unbeschränkt: Neben dem klassischen Tabakgeschmack, der unter Namen wie "Cowboy Blend" und "Cuban Surpreme" daher kommt, gibt es alle möglichen Früchte von der Erdbeere bis zur Ananas oder auch ungewöhnliche Geschmacksrichtungen wie Cola, Earl Grey Tee und Cappuccino.

Was ist der Vorteil der E-Zigarette?

Gegenüber den herkömmlichen Zigaretten hat die E-Zigarette einige Vorteile: Der Nutzer selbst profitiert davon, dass weit weniger Schadstoffe freigesetzt werden und der Konsum auf längere Sicht auch wesentlich günstiger ist. Wer sich mit Hilfe der E-Zigarette das Rauchen ganz abgewöhnen will, kann über einen längeren Zeitraum hinweg zu Liquids mit immer weniger Nikotingehalt greifen und schließlich nikotinfreie Liquids genießen.

Aber auch die Umwelt profitiert von den E-Zigaretten: Die typische Belästigung durch giftigen Rauch und Gestank entfällt, so dass die E-Zigarette auch ohne böse Blicke z.B. in der Gastronomie genutzt werden kann. Auch fallen keine Asche und keine Zigarettenstummel an, die derzeit noch überall das Straßenbild verunzieren.


Von Nicole Freialdenhoven


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