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Cannabis gegen Asthma?

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 22 Apr, 2015

Immer mehr Patienten sind bereit unkonventionelle Wege zu gehen um sich den Alltag mit Asthma zu erleichtern, die Gesundheit ihrer Lungen zu fördern und die unangenehmen Symptome zu lindern, zum Beispiel mit Cannabis. Bereits in den 70ern hatten erste Studien gezeigt, dass Cannabis bei Asthma helfen kann, bis heute wird das Thema allerdings kontrovers diskutiert.

Wie kann Cannabis gegen Asthma helfen?


Asthma Symptome entstehen, wenn die Lungen sich aufgrund von Verengungen oder Entzündungen zusammenziehen, so dass der Patient nicht mehr richtig durchatmen kann. Da Cannabis bronchienerweiternd wirkt, können die Symptome akuter Asthma Anfälle deutlich gelindert werden. Experten bestätigen sogar, dass die Wirkung der oralen Einnahme von 15 Milligramm oralem THC mit der klinischen Dosis eines Asthma Medikamentes vergleichbar ist.

Der Lungenarzt Dr. Donald Tashkin veröffentlichte bereits im Jahr 1975 eine Studie, die er mit 10 Männern und Frauen durchgeführt hatte, die typische Asthma Symptome erlebten. Im Rahmen der Beobachtungen wurden Asthma Anfälle bewusst induziert, zum Beispiel durch körperliche Anstrengung oder psychologische Suggestion. Einige Patienten in der Kontrollgruppe erhielten Cannabis in Form von Joints, Pillen oder in vaporisierter Form während die anderen Teilnehmer nur ein Placebo erhielten. Das Ergebnis: Die Patienten, die medizinisches Cannabis erhalten hatten, erlebten eine sofortige große Erleichterung ihrer Symptome, die weit länger anhielt als die Wirkung normaler Asthma Inhalatoren.

Ist kiffen bei Asthma überhaupt erlaubt?


Grundsätzlich ist Cannabis nur legal, wenn Patienten ein Rezept von einem zugelassenen Arzt erhalten. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten allerdings in der Regel auch dann nicht, mit der Ausnahme von Menschen, die Cannabis bei unkontrollierbaren Spastiken aufgrund von multipler Sklerose verschrieben bekommen. Oftmals wird der Cannabis-Arzneistoff Nabiximols (auch unter Sativex bekannt) verschrieben, wobei hier mehrere Hundert Euro für die Behandlung vom Patienten selbst aufgebracht werden müssen.

Cannabis selbst anzubauen oder zu kaufen ist in Deutschland illegal und gerade für Asthma Patienten auch aus Sicherheitsgründen nicht empfehlenswert, da keine Kontrolle über die Inhaltsstoffe und die Konzentration besteht.

Wie kann man Cannabis auf Rezept erhalten?


Damit Patienten ein Rezept für Cannabis erhalten können, muss natürlich ein wichtiger medizinischer Grund vorliegen. Allerdings sind nicht alle Ärzte bereit, die Behandlung auch zu unterstützen. Im ersten Schritt sollten Patienten sich umfassend untersuchen lassen und begründen können, warum eine Behandlung mit Cannabis bei Asthma sinnvoll scheint. Wird ein Rezept ausgestellt, dann sollten Sie bei der Krankenkasse nach einer möglichen Kostenübernahme fragen. Auch wenn dies in der Regel abgelehnt wird, gibt es Ausnahmen, in denen die Behandlung aus Kulanz übernommen wird – nachfragen lohnt sich also. Da die meisten Apotheken Cannabis nicht vorrätig haben, muss das Medikament anschließend bestellt werden. Bei der Behandlung ist es natürlich besonders wichtig, dass Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes halten. Außerdem ist es empfehlenswert, dass Sie das Rezept aufbewahren, um nachweisen zu können, dass Ihr Cannabis Konsum legal ist.

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