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Asthma und Sauna - Dürfen Asthmatiker in die Sauna?

Veröffentlicht in Atemwege & Rauchen 04 Dez, 2015

Saunabesuche bringen etliche gesundheitliche Vorteile mit sich, viele Asthmatiker sind allerdings unsicher und fragen sich, ob die feuchte Hitze auch bei Atemwegserkrankungen geeignet ist. Wir haben für Sie nachgeforscht.

Eignet sich die Sauna bei Asthma?


Da Asthma Anfälle vor allem dann entstehen, wenn die Muskeln der Lungen sich verkrampfen und die Atemwege so verengen, kann die entspannende Wirkung der Sauna sogar sehr förderlich für Patienten sein – sie erweitert die Bronchien. Ein interessanter Nebeneffekt: Der Saunabesuch fördert die körpereigene Produktion des Nebenrindenhormons Kortisol, welches Bestandteil vieler Asthma Therapien ist und sehr förderlich bei Symptomen wie Husten, Engegefühlen in der Brust oder Atemnot ist. Außerdem kann auch die angenehm feuchte Luft sehr wohltuend für die Lungen sein und gerade bei einem trockenen Husten die Heilung fördern. Die Durchblutung der Schleimhäute wird angeregt, sodass Reizungen gelindert werden. Gleichzeitig kann das Abhusten, dass die Lunge reinigt, erleichtert werden. Zusätzlich steigern Saunabesuche das Immunsystem.

Auch die entspannende Wirkung auf den Geist kann für Patienten mit Asthma sehr heilsam sein. Der Sauna Besuch stellt schließlich eine gute Möglichkeit dar abzuschalten und Abstand vom Alltag zu gewinnen. Wohltuende Aufgüsse mit Aromatherapie oder Massagen können das Erlebnis noch mehr abrunden und die akuten Symptome des Patienten indirekt durch tiefe Erholung lindern. Das für die Sauna typische langsame und tiefe Ein- und Ausatmen entspannt die Atemmuskeln zusätzlich.

Gibt es keine Sauna in Ihrer Nähe, dann können wohltuende Dampfbäder in den eigenen vier Wänden eventuell eine sinnvolle Alternative sein. Auch hier sollten Sie allerdings vor der Anwendung mit Ihrem Arzt Rücksprache halten.

Was sollten Asthma Patienten beim Sauna Besuch beachten?


Obwohl die Nutzung der Sauna in den meisten Fällen unbedenklich ist, sollten Patienten vorsichtshalber lieber mit ihrem Arzt Rücksprache halten. Außerdem ist es natürlich wichtig, dass der entsprechende Inhalator auch beim Saunieren griffbereit ist. Beginnen Sie am besten mit kleinen Saunagängen und steigern Sie sich langsam zu längeren Besuchen mit höheren Temperaturen. Auch bei Aufgüssen sollte zunächst vorsichtig begonnen werden. Manche Aufgüsse werden nicht vertragen und können zu Reizungen und Husten führen. Geben Sie den Atemwegen Zeit sich an die heiße, feuchte Luft zu gewöhnen. Für Asthmatiker ist es zudem umso wichtiger an die Tipps des Personals zum richtigen Saunieren und Abkühlen zu halten.




Warum gelten Saunagänge überhaupt als gesund?


Gerade in Skandinavien schwören die Einwohner auf regelmäßige Saunagänge, viele Bürger haben sogar eine eigene kleine Sauna zu Hause damit sie jederzeit ins Schwitzen kommen können. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Kreislauf wird belebt, die Muskeln entspannen sich, die feuchte Luft ist gut für die Lungen und das Immunsystem wird angeregt. Die Muskelentspannung hilft nicht nur den Atemwegen, sondern kann auch den Heilungsprozess von Sportverletzungen beschleunigen. Forscher an der Universität von Ostfinnland fanden sogar heraus, dass Menschen, die regelmäßig saunieren, eine höhere Lebenserwartung haben. Insgesamt wurden 2315 Männer zwischen 42 und 60 Jahren befragt und untersucht. Das Ergebnis: Wer etwa zwei Mal die Woche in die Sauna geht, hat ein etwa 23% geringeres Risiko an einer koronaren Herzkrankheit zu erleiden, während das Risiko bei vier bis sieben Besuchen pro Woche sogar um etwa 48% sinkt. Regelmäßige Saunabesuche sind daher nicht umsonst ein fester Bestandteil des Lebens vieler Finnen.

Betreten wir die Sauna, dann muss der Körper besonders stark arbeiten, damit die Körpertemperatur trotzdem stabil gehalten wird. In den meisten Fällen kann die Wärmeregulierung nämlich verhindern, dass unsere Körpertemperatur um mehr als ein bis zwei Grad steigt. Dabei pumpt das Herz stärker und wir fangen kräftig an zu schwitzen. Bei dem nachfolgenden kalten Guss wird dieser Effekt dann wieder umgekehrt, die Gefäße ziehen sich zusammen und Blut fließt ins innere des Körpers, um die Wärme dort zu halten. Die Haut wird natürlich ebenfalls stärker durchblutet während unsere Abwehrstoffe und unser Immunsystem aktiviert wird. Da der Kreislauf so trainiert wird, kann ähnlich wie beim Joggen ein Euphorie-Effekt entstehen. Die Durchblutung der Haut kann wiederum bei Akne, Schuppenflechten oder Neurodermitis helfen.

Als Faustregel gilt, dass man sich vor der Sauna duscht und dann komplett abgetrocknet in die Kabine geht. Acht bis fünfzehn Minuten reichen für den Anfang vollkommen aus, anschließend sollte man unter die kalte Dusche oder ins Tauchbecken, auch wenn es erst einmal Überwindung kostet. Abschließend sollte man sich eine kleine Ruhepause gönnen, insgesamt kann man die Abfolge allerdings gern noch ein bis zwei Mal wiederholen, so dass pro Sitzung drei Saunagänge möglich sind.

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