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Was ist Asthma cardiale?

Bei Asthma handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege. In Deutschland zählt Asthma zu den häufigsten Krankheiten chronischer Natur. Circa 10 Prozent aller Kinder und drei bis fünf Prozent der Erwachsenen leiden unter dieser Atemwegserkrankung. Im Gegensatz zum Asthma bronchiale entsteht Asthma cardiale durch eine Erkrankung des Herzens, welche sich häufig nachts bemerkbar macht. Hauptsächlich wird diese Krankheit durch akute Atemnot wahrgenommen.

Überblick

Der Begriff Asthma cardiale bezieht sich auf einen Komplex von zwei spezifischen Symptomen. Einerseits bemerken Patienten oft Atemnot (Dyspnoe). Diese kann sich zu akuter Atemnot verschlimmern, wird jedoch durch eine aufrechte Haltung (Orthopnoe) gezielt gelindert.

Als zweites typisches Symptom beschreiben Experten zudem ein nächtliches Husten in Kombination mit weiteren asthmatypischen Symptomen. Letztere werden durch eine Linksherzinsuffizienz inklusive Lungenstauung verursacht.

Wodurch wird Asthma cardiale verursacht?

Entsprechend wird Asthma cardiale hauptsächlich von einer Linksherzinsuffizienz mit Rückwärtsversagen als auch einer Lungenstauung verursacht. Diese spezifische Insuffizienz basiert auf der Schwäche des linken Herzbereiches und ist dadurch gekennzeichnet, dass das notwendige Blutvolumen in einer minimalen Zeit nicht mehr in den zuständigen Blutkreislauf befördert wird.

Aufbau des Herzens

Asthma cardiale entsteht durch eine Pumpschwäche des linken Herzens. Aufgrund dessen wird das Blut im Lungenkreislauf zurückgestaut. Folglich erhöht sich dadurch den Druck in den Blutgefäßen des davor liegenden Lungenkreislaufs.

Aufgrund dieses Rückstaus gelangen einzelne Blutbestandteile (Transsudaf) und etwas Flüssigkeit auf den Gefäßen der Lunge in deren Bläschen. Gleichzeitig ist eine Verengung der Bronchien (Bronchialobstruktion) möglich und typische Symptome von Asthma cardiale treten zutage.

An welchen Symptomen ist Asthma cardiale erkennbar?

Die beschrieben Stauung im Bereich der Lungen verursacht vor allem nächtliches Husten und Atemnot (Dyspnoe). Darüber hinaus berichten Asthmatiker von stärkster Atemnot, die sich jedoch in aufrechter Lage (Orthopnoe) wieder deutlich verbessert. Letzteres wird durch den Druck innerhalb des Lungenkreislaufs bedingt.

In extremen Einzelfällen, wie beispielsweise bei Krankheitsverläufen ohne fachkundige Therapie, kann sich Asthma cardiale weiterentwickeln zu einem akuten Lungenödem mit sehr starker Atemnot. Hierbei verspüren Patienten ein regelrechtes Erstickungsgefühl und leiden zudem unter schaumigem Auswurf.

Im fortgeschrittenen Stadium lässt sich Asthma cardiale durch weitere typische Symptome erkennen, welche vorerst während körperlicher Aktivitäten zutage treten. Hierzu gehört beispielsweise Gartenarbeit oder Sport.

  • allgemeine Schwäche
  • Erschöpfung
  • unruhiger Gemütszustand
  • Schlaflosigkeit
  • schneller Puls
  • Herzjagen
  • starker Husten durch Bewegung
  • heftiges Bedürfnis nach frischer Luft.

In Abhängigkeit von der betroffenen Herzkammer können weitere spezifische Symptome auftreten. Eine vorrangige Rechtsherzschwäche ist geprägt von Nykturie (mehrmaliges Wasserlassen nachts), Unterschenkel-Ödemen als auch Schmerzen des rechten Rippenbogens. Im Gegensatz dazu zählen bei einer linkszentrierten Herzschwäche Leistungsschwäche und Kurzatmigkeit zu typischen Leitsymptomen.

Wie wird Asthma cardiale diagnostiziert?

Die Diagnose von Lungenstauung als Resultat von Herzinsuffizienz erfolgt auf zwei Wegen. Einerseits ist es möglich, die verantwortlichen Herzfehlerzellen mithilfe der Berliner-Blau-Färbung nachzuweisen. Bei Herzfehlerzellen handelt es sich um Fresszellen, die aus der Lunge stammen. Aufgrund der Stauung nehmen diese rote Blutkörperchen auf. Letztendlich sind diese Fresszellen im abgehusteten Sekret (Auswurf) des jeweiligen Patienten enthalten.

Als zweite Orientierung während der Diagnose dient das klinische Bild von Herzinsuffizienz. Hierzu konzentriert sich der verantwortliche Arzt auf typische Symptome der Herzinsuffizienz. Eine Überprüfung des Verdachtes erfolgt vorrangig bei vorliegender häufiger Müdigkeit, Dyspnoe beziehungsweise Flüssigkeitsretention (Ansammlung von Flüssigkeit im Körper).

Sollte nach der gründlichen Anamnese weiterhin der Verdacht auf chronische Herzinsuffizienz (Asthma cardiale) bestehen bleibent, folgt in der Regel ein 12-Kanal-EKG inklusive einer Basis-Labordiagnostik.

Im Rahmen der Basisdiagnostik werden nachfolgende Laborwerte erfasst:

  • Urinstatus
  • Blutbild
  • Nüchternblutzucker
  • Leberenzyme
  • Serumelektrolyte (Kalium, Natrium)
  • Serumkratinin

Im Fall einer weiteren Verdachtsbestätigung schließt sich hier noch eine Echokardiografie an. Sollte sich der Verdacht einer systolischen oder diastolischen Herzinsuffizienz bestätigen, folgen weitere Schritte.

Einerseits werden mögliche, verursachende Erkrankungen beziehungsweise Begleitkrankheiten ermittelt. Auch werden mögliche Folgen von Asthma cardiale auf andere Organe mit in Betracht gezogen.

Wie wird Asthma cardiale behandelt?

Eine Therapie von Asthma cardiale zielt darauf ab, die Lebenserwartung des betroffenen Patienten zu steigern. Dies erfolgt durch eine Verbesserung der Lebensqualität als auch einer gezielten Verringerung der Sterblichkeit. In diesem Sinne liegt der Fokus auf einer Linderung der Symptome.

Dadurch wird die Belastbarkeit des jeweiligen Patienten erhöht. Zudem hat eine Behandlung von Asthma cardiale die Reduzierung oder Verhinderung von Krankenhausaufenthalten zum Ziel.

Zu diesem Zweck stehen drei verschiedene Therapieansätze zur Verfügung.

Allgemeine Methoden

Der Fokus liegt auf der gezielten Reduzierung von Übergewicht, denn mit einer sich verschlechternde Herzschwäche nimmt auch die Wahrscheinlichkeit für Wassereinlagerungen tendenziell zu. Patienten protokollieren und kontrollieren hierfür ihr aktuelles Gewicht. Auf Grundlage dessen passen sie ihre Diuretikatherapie als auch die täglich benötigte Flüssigkeitszufuhr an.

Patienten im fortgeschrittenen Krankheitsstadium sollten auf Alkohol als auch auf gesalzene Speisen streng verzichten.

Ausschließlich bei sehr starker Herzinsuffizienz ist Bettruhe in Kombination mit einer strengen körperlichen Schonung angezeigt. Im anderen Fall ist in regelmäßiger Absprache mit dem Arzt kontinuierliche körperliche Bewegung aus therapeutischer Sicht sehr hilfreich.

In keinem Fall sollten eigenmächtig nichsteroidale Antirhematika (NSAR) zur Therapie von Gelenkschmerzen angewendet werden. Im Extremfall führen diese zu einer starken Verschlechterung von Angina pectoris.

Medikamentöse Therapien

Zur medikamentösen Behandlung von Asthma cardiale stehen verschiedene Wirkstoffgruppen zur Verfügung. Substanzen der ACE-Hemmer, Betablocker oder Diuretika können eine Linderung der Symptome bewirken.

ACE-Hemmer

ACE-Hemmer gelten als wichtigste Medikamente in der Therapie von Herzinsuffizienz. Einerseits senken sie die Sterblichkeit. Zudem beeinflussen sie verschiedene Krankheitsauswirkungen von Asthma cardiale.

Die wichtigste Wirkung von ACE-Hemmern besteht in der gezielten Verhinderung einer weiteren Verengung von Gefäßen. Aufgrund dessen sinkt der Druck in den Zellen konstant. Dies wirkt sich positiv auf den Herzmuskel als auch auf weitere körpereigene Vorgänge aus.

Beta-Rezeptoren-Blocker (Betablocker)

Betablockern stehen in Bezug auf ihre Bedeutung der Behandlung von Asthma cardiale direkt nach ACE-Hemmern. Zahlreiche Studien weisen ihre zuverlässige Wirksamkeit nach.

  • Carvedilol
  • Bisoprolol
  • Metoprolol

Betablocker sinken vorrangig den Blutdruck als auch den Puls. Dadurch verlangsamt und entlastet sich der Herzschlag. Eine tägliche Dosis von Betablockern wird schrittweise auf die angestrebte erhöht.

  • Carvedilol
  • Bisoprolol
  • Metoprolol

Betablocker sinken vorrangig den Blutdruck als auch den Puls. Dadurch verlangsamt und entlastet sich der Herzschlag. Eine tägliche Dosis von Betablockern wird schrittweise auf die angestrebte erhöht.

Diuretika

Diuretika verringern die Luftnot und bilden eventuelle Ödeme zurück. Die Lebensqualität wird durch gesteigerte Belastbarkeit erhöht. Diuretika beeinflussen die Sterblichkeit nicht.

  • Bumetamid
  • Etacrynsäure
  • Furosemid
  • Piretanid

Aldosteron-Antagonisten

Medikamente dieser Gruppe wirken ähnlich wie ACE-Hemmer. Folgende Präparate zählen zu dieser Wirkstoffgruppe:

  • Spironolacton
  • Eplerenon

Chirurgische Maßnahmen

Bei starken Formen von Asthma cardiale durch eine übermäßige Verengung der verantwortlichen Blutgefäße kann eine Gefäßerweiterung (Ballondilatation) beziehungsweise eine Bypass-Operation sinnvoll sein.

Mögliche Folgen von Asthma cardiale

In Anbetracht der wissenschaftlichen Datenlage ist Asthma cardiale nicht heilbar. Vielmehr besteht die Gefahr einer akuten Verschlimmerung, welche im Extremfall zum Tod führen kann. Aus diesem Grund gilt es, das Fortschreiten von Asthma cardiale bestmöglichst zu vermeiden.

Gleichzeitig betonen Fachkreise, dass Herzkrankheiten grundsätzlich durch einen ausgewogenen Lebensstil vermieden werden können. Vor allem bei familiärer Veranlagung liegt der Fokus hierbei einem zu hohen Blutdruck, der Vermeidung des Rauchens als auch der intensiven Betreuung von Diabetikern von Typ-2.


Quellen:

  1. Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit Ashtma. Deutsche Atemwegsliga e.V. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  2. Asthma cardiale Dr. Gumpert GmbH. URL: dr-gumpert.de
  3. Herzschwäche Berufsverband Deutscher Internisten e.V. URL: internisten-im-netz.de

Veröffentlicht am: 01.06.2016

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