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Asthma und Rauchen: Gefahren & Zusammenhänge

Rauchen hat die unterschiedlichsten Auswirkungen auf unsere Gesundheit – egal ob es sich um aktives oder Passiv-Rauchen handelt. Die Lungen sind dabei am schwersten betroffen, Asthmatiker sollten diese Angewohnheit daher unbedingt aufgeben, um einen stark beschleunigten Krankheitsverlauf zu vermeiden. Rauchen begünstigt zudem die Entstehung von Asthma beim Raucher selbst und seinen Kindern.

Asthma bronchiale und die Auswirkungen des Rauchens auf die Krankheit

Die Krankheit Asthma bronchiale

Zu den charakteristischen Symptomen von Asthma bronchiale zählen neben der namensgebenden Atemnot bzw. Kurzatmigkeit vor allem Husten und atypische Atemgeräusche (z. B. Pfeifen, Brummen oder Rasseln beim Atmen). Die Verengung der Luftwege bei einer Asthmaattacke löst ein deutliches Engegefühl in der Brust aus, das je nach Stärke und Dauer des Anfalls zu Erstickungsanfällen und Todesangst führen kann. Schwere Asthmaanfälle sind lebensgefährlich und stellen einen medizinischen Notfall dar.

Bei der Entstehung und dem Verlauf asthmatischer Erkrankungen können mehrere Auslöser und Einflussfaktoren mitwirken, etwa genetische Prädisposition, Allergien und Umweltbedingungen. Asthma kann in jedem Alter auftreten und ist grundsätzlich behandelbar.

Auswirkungen des Rauchens auf die Krankheit Asthma: Raucher sind besonders gefährdet

Rauchen kann einige schwerwiegende Folgen für Asthmatiker haben. Folgende Probleme können auftreten, falls Asthmatiker einem regelmäßigen Tabakkonsum nachgehen:

  • Beschleunigte Abnahme der allgemeinen Lungenfunktion
  • Verstärkung der Asthmasymptome
  • Beeinträchtigtes Ansprechen / Reaktion auf Corticosteroide (Cortine)
  • Beschleunigung des Voranschreitens der Asthmakrankheit im Allgemeinen
  • Erhöhtes Risiko für noch schwerere Entzündungen der Atemwege
  • Erhöhtes Risiko für eine Erkrankung an COPD

Wer das Rauchen aufgibt hat deutlich bessere Chancen, eine vorhandene Asthmaerkrankung wieder loszuwerden oder zumindest die Symptome drastisch zu reduzieren. Der Verzicht auf Zigaretten entlastet die gereizten Bronchien, stärkt die Immunabwehr und sorgt zudem dafür, dass der Organismus rascher und besser auf Asthmamedikamente anspricht.

Eine Studie an der niederländischen Universität in Groningen bestätigt diese Umstände. Es wurde untersucht, welchen Einfluss Zigarettenrauch auf die Lungen von Asthmatikern hat. Klar wurde dabei, dass der Rauch die Symptome im Alltag massiv verstärkt und dass eine Raucherentwöhnung bereits vorhandene Schädigungen der Lunge tatsächlich revidieren kann.

Das Team um Martine Broekema untersuchte für die Studie 147 Asthma Patienten, von denen 46 früher geraucht haben und 35 immer noch regelmäßig rauchen. Es zeigte sich, dass die Deckschicht (Epithel) der Lungen bei den 66 Asthmatikern die rauchen oder geraucht haben, deutlich dicker ist. Die Experten vermuten daher, dass dies zu den deutlich schwereren Symptomen wie Kurzatmigkeit und Husten führt.

Außerdem ist bekannt, dass Rauchen den Ausstoß von Stickoxid erhöht, was die Symptome von Asthma ebenfalls verschlechtert. Rauchende Asthmatiker produzieren daher deutlich mehr Schleim und haben ein stärkeres Entzündungsgeschehen.

Erstaunlicherweise stellten die Experten bei ihren Untersuchungen allerdings fest, dass die Verdickung der Deckschicht nach einer Raucherentwöhnung wieder zurückgeht, egal wie viel die Patienten vorher geraucht hatten.

Kann man durch Rauchen Asthma bekommen?

Dass Tabakrauch durch aktives oder passives Rauchen zu den bedeutsamen Asthma-Risikofaktoren zählt, ist seit längerem wissenschaftlich erwiesen. So ist für rauchende Pollenallergiker beispielsweise die Gefahr größer, durch einen "Etagenwechsel" ihrer Allergie zu Asthmatikern zu werden. Rauchen erhöht den Ausstoß von Stickoxid und begünstigt generell die Entstehung chronischer Atemwegsleiden, da es die Flimmerhärchen der Bronchien verklebt und so den normalen (Ab-) Transport von Schleim, Fremd- und Schadstoffen behindert.

Grundsätzlich kann Rauchen das Risiko an Asthma zu erkranken tatsächlich deutlich steigern. So wirkt sich der Zigarettenrauch auf dreifache Weise auf die Lungen aus.

Zum einen kann er direkt einen akuten Asthma-Anfall durch Reizungen der Atemwege auslösen, gleichzeitig können dauerhafte Schädigungen auftreten. Bestimmte genetische Veranlagungen können außerdem direkt zu allergischen Reaktionen auf Zigarettenrauch führen.

Der Rauch kann auch indirekt wirken, indem er die Innenhaut der Bronchien schädigt, wodurch Allergene leichter eindringen können und für allergische Reaktionen sorgen. Werden die Atemwege dauerhaft durch Allergene gereizt, können die Entzündungen über einen Etagenwechsel zu allergischem Asthma führen, welches dann chronisch ist.

Zigaretten erhöhen allerdings nicht nur das Risiko für eine Asthmaerkrankung, sie verschlimmern auch die Symptome so sehr, dass es schlimmstenfalls zu einer COPD, einer chronischen Schädigung der Lunge führen kann.


Kann Rauchen die Wirkung von Asthma-Medikamenten beeinflussen?

Rauchen wirkt sich einerseits auf die Symptomschwere und damit auf die benötigte Menge der Medikamente wie zum Beispiel beta-Sympathikomimetika (beispielsweise Salbutamol) aus. Andererseits konnten direkte Wirkungsverluste für inhalative Corticosteroide beobachtet werden: In einer Doppelblindstudie konnte bei Nichtrauchern durch kurzfristige Einnahme von Fluticason, einem inhalativen Corticosteroid, sowohl eine signifikante Verbesserung der Lungenfunktion als auch ein deutlicher Rückgang eosinophiler Granulozyten, die im Zusammenhang mit allergischen Anfällen von Atemnot stehen, erzielt werden.

Dahingegen änderte sich der Befund bei Rauchern nicht signifikant. Zur objektiven Bewertung wurde der Peak Flow (PEF, peak expiratory flow) mittels Peak-Flow-Meters ermittelt. Dieser Wert beschreibt die maximale Atemstromgeschwindigkeit bei forcierter (das bedeutet: so kraftvoll wie möglich) Ausatmung. Asthmatiker sollten diesen Wert auch regelmäßig selbst bestimmen, um Verschlimmerungen oder drohendes Aufflammen (Exazerbation) rechtzeitig erkennen zu können.

Rauchen begünstigt Asthma bei Kindern

Die Ergebnisse neuer Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen dem Rauchverhalten der Eltern und dem Auftreten von Asthma bei Kindern und Jugendlichen auf. Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft und im ersten halben Jahr nach der Geburt rauchen, zeigen häufiger Asthmasymptome und müssen öfter wegen Asthma bronchiale im Krankenhaus behandelt werden.

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Mädchen, falls die Mutter während der Schwangerschaft einen hohen Zigarettenkonsum hatte (>=20 Zigaretten / Tag). Es wurde nachgewiesen, dass diese Mädchen ab dem 14. Lebensjahr einem erhöhten Risiko für eine Asthmaerkrankung ausgesetzt sind.

Ein bisher offenbar unterschätztes Risiko, der rauchende Vater, tritt durch die Ergebnisse einer norwegischen Studie stärker in den Fokus der Mediziner und Medien. Eine Forschergruppe der Universität von Bergen um Dr. Cecile Svanes befragte mehr als 13.000 Frauen und Männer zu ihren Rauchgewohnheiten und stellte fest, dass das Asthmarisiko von Kindern um rund 50 Prozent höher liegt, wenn der Vater zum Zeitpunkt der Zeugung oder früher über längere Zeit geraucht hat.

Zum ersten Mal wurde bei der Untersuchung der Zusammenhänge zwischen kindlichem Asthma und rauchenden Eltern auch die Zeit vor der Empfängnis mit einbezogen. Die norwegischen Wissenschaftler stellten die Studie auf der europäischen Lungenstiftung in München vor - und lieferten damit neue und wichtige Impulse für eine bessere Asthmaprävention.

Rauchen und Asthma ist immer eine ungünstige Konstellation. Die neuen Erkenntnisse betonen darüber hinaus die Verantwortung der Erwachsenen gegenüber ihren Kindern und generell der Nachfolgegeneration bereits vor und während der Familienplanung.

Der achtsamere Umgang mit der eigenen Gesundheit, etwa durch Verzicht auf das Rauchen im Haus oder den Entschluss zur Rauchentwöhnung, erhöht nicht nur die eigene Lebensqualität und schafft ein gesünderes sowie angenehmeres Wohnklima, sondern senkt auch das Asthmarisiko für bereits geborene und noch ersehnte Kinder.

Mehr Sensibilität für die problematische Kombination Rauchen und Asthma

Die Ergebnisse der Forschergruppe um Dr. Svanes sollen aus Sicht der Forscher nicht davon ablenken, dass der Tabakkonsum der Eltern vor oder nach der Geburt nur einer von vielen möglichen Risikofaktoren für eine frühe oder spätere Asthmaerkrankung der Kinder ist. Auch andere äußere Einflüsse im sozialen, familiären und häuslichen Umfeld, etwa das Aufwachsen in einem Gebiet mit hoher Luftverschmutzung oder Schadstoffbelastungen der Eltern an deren Arbeitsplatz spielen eine Rolle für den Ausbruch und Verlauf von Asthma bronchiale.

Die deutlichen Resultate dieser Studie geben laut Dr. Svanes jedoch Anlass zur Hoffnung, dass sich die Öffentlichkeit künftig mehr für die Zusammenhänge von Rauchen und Asthma interessiert. Eine verstärkte Sensibilisierung für diese Problematik ist vor allem bei jungen Männern wünschenswert, die bisher wenig Gelegenheit hatten, sich ihrer Verantwortung als spätere Väter bewusst zu werden.

Wer sich vor Augen führt, dass schon sein Rauchverhalten als Jugendlicher Jahre später negative Auswirkungen auf die Gesundheit der eigenen Kinder haben kann, dem fällt es unter Umständen leichter, mit dem Zigarettenkonsum gar nicht erst anzufangen. Und wer das Rauchen aufgeben möchte, der tut sich und seinen Lieben damit immer etwas Gutes - und findet durch die neue Studie aus Norwegen ein weiteres Argument, um die Motivation und den Durchhaltewillen bei der Rauchentwöhnung zu stärken.

Der Nutzen einer Raucherentwöhnung bei Asthma

Tabakrauchen fördert die Entzündung der Bronchien, die beim Asthma bronchiale ohnehin bereits eine chronische Überempfindlichkeit für einatembare Stoffe aufweisen. 80 % der von Asthma Betroffenen berichten von einer Zunahme der Symptomschwere durch Rauchen. So treten vermehrt Anfälle von Atemnot auf. In Folge eines Rauchstopps fällt dieser starke Entzündungsreiz weg, wodurch sich ein Rückgang der Beschwerden beobachten lässt.

Zudem flammt die Erkrankung seltener auf und es kommt seltener zu Einweisungen ins Krankenhaus. Darüber hinaus wird das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt, wenn der Verlauf im Vergleich zu dem bei Rauchern betrachtet wird. Da das Asthma nach dem Verzicht auf das Rauchen besser auf Medikamente anspricht, ist es möglich, dass die Dauermedikation reduziert wird. Damit verringert sich auch das Risiko der Medikamente, beispielsweise das sich bei inhalativen Corticosteroiden ergebende Risiko für Mundsoor, bei dem es sich um eine Pilzinfektion durch den Hefepilz Candida albicans handelt.

Quellen:

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