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Tempe Spray: Die Wirkstoffkomibination des Sprays gegen vorzeitigen Samenerguss

Tempe Spray (auch: Fortacin oder P5D502) ist ein einfach anzuwendendes Medikament zur Behandlung von vorzeitigem Samenergusses (Ejaculatio praecox) bei erwachsenen Männern. Die farblose bis hellgelbe Lösung enthält die beiden Wirkstoffe Lidocain und Prilocain, zwei örtlich wirksame Betäubungsmittel, die direkt auf dem Penis angewendet werden.

Wirkung

Die Wirkung des Tempe Sprays basiert auf dem koordinierten Zusammenspiel verschiedener Lokalanästhetika mit unterschiedlich schnellen Reaktionszyklen. Laborchemisch hat sich eine Zusammensetzung von 25 Prozent Prilocain und 75 Prozent Lidocain als optimal erwiesen. Die Wirkstoffkombination führt an der Eicheloberfläche zu kontrollierten Impulsausfällen der Nerven. Dabei wird das Gefühl für Berührungen, Temperatur und Druck gezielt herabgesetzt und die Reizweiterleitung vom Penis zum Gehirn gehemmt.

Lidocain und Prilocain haben die Eigenschaft vor allem oberflächlich zu wirken. Da die Eichel über eine spezielle Tiefensensibilität verfügt, bleibt ein Teil der Penisspitze von der
 Wirkungsentfaltung der einzelnen Lokalanästhetika unberührt. Im gewissen Umfang kann so dosisabhängig das Gefühl für sexuelle Reize erhalten werden.

Wie effektiv ist der Tempe Spray?

Mehrere Studien konnten die Effektivität des Arzneimittels nachweisen. Hierbei handelte es sich um multinationale, multizentrische, doppelblinde und placebokontrollierte Studien, in denen sich die Wirksamkeit der Behandlung mit Fortacin als deutlich größer erwies als mit Placebo. So stieg zum einen die intravaginale Ejakulationslatenzzeit (IELT) in der mit Tempe Spray behandelten Gruppe stärker an als in der Placebo-Gruppe.

Zum anderen bewertete die Fortacin-Gruppe ihre ejakulatorische Kontrolle, sexuelle Befriedigung und ihren Leidensdruck besser als die Teilnehmer, die nur Placebo erhielten. Zudem zeigte die Befragung der Partnerinnen einen Vorteil des Medikaments gegenüber Placebo.

Anwendung

Das Spray muss vor der ersten Anwendung kräftig geschüttelt und dann zunächst dreimal in die Luft gesprüht werden. Ab der zweiten Anwendung reicht es aus, das Spray durch vorheriges einmaliges Sprühen anwendungsbereit zu machen. Es sollte aber auf jeden Fall vor dem Aufsprühen auf die Eichel kurz geschüttelt werden.

Als Dosierung werden 3 Sprühstöße empfohlen, die schrittweise über die gesamte Eichel verteilt werden sollen. Dazu ist es erforderlich, die Vorhaut so weit zurückzuziehen, dass die Eichel vollständig freiliegt. Beim Sprühen muss die Dose aufrecht gehalten werden, sodass das Sprühventil nach oben zeigt. Achtung: Die Sprühdose muss vom Gesicht weggehalten und ein Kontakt des Medikaments mit Augen, Nase, Mund und Ohren vermieden werden.

Wenn sich nach ungefähr 5 Minuten noch Sprühflüssigkeit auf der Eichel befindet, so ist diese vor dem Geschlechtsverkehr vorsichtig abzuwischen. Zwischen den einzelnen Anwendungen mit Tempe Spray sollten mindestens 4 Stunden liegen. Innerhalb von 24 Stunden sind nicht mehr als 3 Dosierungen zu empfehlen. Dies gilt für alle Anwender, einschließlich älterer Patienten ab 65 Jahren.

Vor- und Nachteile

Gegenüber anderen Arzneimitteln in Salbenform zur Behandlung der vorzeitigen Ejakulation hat das Tempe Spray einige Vorteile. Es lässt sich besser dosieren, kann kurz (5 Minuten) vor dem Geschlechtsverkehr auf den Penis gesprayt werden und lässt sich unmittelbar vor dem Geschlechtsverkehr mit einem Tuch leicht abwischen. Nachteilig sind die Nebenwirkungen, die bei dem Anwender und dessen Partner/in auftreten können und sich unter anderem in einer ungewollten örtlichen Betäubung äußern.

Neben- und Wechselwirkungen vom Tempe Spray

Die Anwendung von Tempe Spray kann bei einigen Patienten zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Diese müssen jedoch nicht bei allen Anwendern auftreten.

Häufig (bei bis zu 10 Prozent der Anwender) treten eine verminderte Berührungs- und Drucksensibilität der Haut (Hypästhesie) oder ein Brennen im männlichen Genitalbereich und Erektionsstörungen auf. Darüber hinaus kommt es gelegentlich (bei bis zu 1 Prozent der Anwender) zu:

  • Rötungen, Jucken, Kribbeln oder Schmerzen im Genitalbereich oder am Penis
  • anomalen Orgasmen
  • einem Ausbleiben des Samenergusses während des Geschlechtsverkehrs
  • Kopfschmerzen
  • lokale Rachen- oder Hautreizungen
  • Fieber

Wird Tempe Spray in einer zu hohen Menge angewendet, kann es in seltenen Fällen zu folgenden Symptomen kommen:

  • Gefühl der Benommenheit oder Schwindel
  • Geschmacks- und Sehstörungen
  • Ohrgeräusche
  • Kribbeln und Taubheitsgefühl im und um den Mundbereich
  • erhöhtes Risiko einer Methämoglobinämie

Bei sehr schweren Fällen einer Überdosierung können lebensbedrohliche Wirkungen auftreten wie Krampfanfälle, eine verlangsamte Atmung bis zum Atemstillstand sowie ein niedriger Blutdruck und veränderter Herzschlag. Achtung: Nicht nur bei den Anwendern selbst, auch bei deren Partnerinnen kann es zu Nebenwirkungen wie vulvovaginalen Beschwerden oder einem brennenden Gefühl im Vulvovaginalbereich kommen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

In Kombination mit anderen Wirkstoffen kann es bei der Anwendung von Fortacin zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Dies gilt vor allem bei der gleichzeitigen Einnahme bestimmter

  • Antiarrhythmikum (z. B. Amiodaron)
  • Antibiotika (z. B. Nitrofurantoin, Paraaminosalicylsäure, Sulfonamide)
  • Antiemetika (z. B. Metoclopramid)
  • Antiepileptika (z. B. Phenobarbital, Phenytoin)
  • Analgetika (z. B. Acetanilid)
  • Antirheumatika (z. B. Dapson)
  • Blutdrucksenker (z. B. Nitroprussid)
  • Malariamittel (z. B. Chinin, Chloroquin, Pamaquin, Primaquin)
  • Mittel zur Reduktion von Magensäure (z. B. Cimetidin)
  • Mittel zur Behandlung von Angina Pectoris (z. B. Nitrate, Nitrite)
  • andere Lokalanästhetika zur Behandlung von Schmerzen und Juckreiz (z. B. Benzocain)

Gegenanzeigen: Wann darf der Tempe Spray nicht angewandt werden?

Tempe Spray darf nicht angewendet werden, wenn der Patient oder sein(e) Partner(in) auf einen der Wirkstoffe oder der sonstigen Bestandteile allergisch reagiert oder eine Überempfindlichkeitsreaktion zeigt.

Vorsicht ist geboten, wenn der Anwender oder sein Sexualpartner an einer Leberkrankheit oder einer die roten Blutkörperchen betreffenden Erkrankung leidet wie zum Beispiel Anämie oder Methämoglobinämie.

Achtung: Bei der gleichzeitigen Anwendung von Sortacin und Kondomen aus Polyurethan ist der Verhütungsschutz nicht mehr gewährleistet. Außerdem kann die Nutzung von Kondomen die Wahrscheinlichkeit von Erektionsproblemen erhöhen.

Alternativen

Es gibt verschiedene Verhaltenstherapien, die eine positive Wirkung auf die Ejaculatio praecox entfalten. Dabei wird zwischen der lebenslangen und der erworbenen Ejaculatio praecox unterschieden. Bei der lebenslangen Form des frühzeitigen Samenergusses sind Verhaltenstechniken aufgrund ihrer Zeitintensität als Ersttherapie nicht zu empfehlen. Hier sollte einer medikamentösen Therapie der Vorzug gegeben werden.

Verhaltenstherapien

Die Verhaltenstherapien beschränken sich im Wesentlichen auf die sogenannten Stop-Start oder Squeeze-Techniken. Bei diesen kombiniert angewendeten Techniken wird der Geschlechtsakt unterbrochen und mit den Fingern ein Druck auf die Harnröhre ausgeübt. Eine vorzeitige Ejakulation soll so verhindert oder zumindest temporär verzögert werden. Laut einschlägigen Untersuchungen soll die Erfolgsquote zwar bei 60 bis 70 Prozent liegen, dennoch ist diese Form der Therapie bei den heutigen Möglichkeiten obsolet.

Medikamentöse Therapien

Bei den medikamentösen Therapien wird zwischen selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI9) und Phosphodiesterase-5-Inhibitoren unterschieden.

Medikamente für eine sexualmedizinische Therapie der Ejaculatio Praecox
Medikamente Applikation Wirkung Nebenwirkungen
Prilocain lokal
(Glans Penis)
Lokalanästhetikum, Desensibilisierung des Penis Juckreiz/Brennen/Rötungen des Penis
Lidocain lokal
(Glans Penis)
Lokalanästhetikum, Desensibilisierung des Penis Juckreiz/Brennen/Rötungen des Penis
Clomipramin oral trizyklisches Antidepressivum Müdigkeit, Benommenheit, Schläfrigkeit, Innere Unruhe
Fluoxetin oral Seratonin-Wiederaufnahmehemmer Übelkeit
, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall
Sertralin oral Seratonin-Wiederaufnahmehemmer Übelkeit
, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall
Paroxetin oral Stimulierung der sexuell dämpfend wirkenden Serotoninrezeptoren im Zentralnervensysten und peripheren Nervensystem Übelkeit
, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall
Dapoxetin

oral Stimulierung der sexuell dämpfend wirkenden Serotoninrezeptoren im Zentralnervensysten und peripheren Nervensystem Übelkeit
, Schwindel, Kopfschmerzen, Durchfall

Die meisten verabreichten SSRI enthalten die Wirkstoffe Parotexin, Sertralin, und Fluoxin. Sie
 müssen in bestimmten Dosierungen täglich eingenommen werden. Die Wirkung entfaltet sich erst nach ein bis zwei Wochen und hält dann mehrere Jahre an.

Häufige Nebenwirkungen sind:

  • Müdigkeit
  • Schläfrigkeit
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Mundtrockenheit
  • Durchfall
  • Extreme Schweißbildung


Allerdings handelt es sich um sogenannte milde Nebenwirkungen, die meist nach zwei bis drei Wochen aufhören.

Ein weiterer selektiver SSRI ist das Medikament Priligy mit dem aktiven Wirkstoff Dapoxetin. Dieses Mittel wir im Gegensatz zu den anderen SSRI nicht täglich eingenommen, sondern nur bei Bedarf.

Bei den Phosphodiesterase-5-Inhibitoren konnte sich nur Sildenafil (Handelsname: Viagra) durchsetzen, auch wenn sich die Zeit zwischen dem Einführen des Penis und der Ejakulation nur geringfügig oder gar nicht veränderte. Sildenafil steigerte das Selbstvertrauen, erleichterte zum Teil die Kontrolle
 über die Ejakulation und bewirkte sexuelle Zufriedenheit.

Verschiedene Test haben die gute Verträglichkeit von Tempe Spray hinreichend bestätigt. Nur selten 
kam es überhaupt zu Anzeichen von Nebenwirkungen.
 Bei bekannter allergischer Reaktion auf Lidocain oder Prilocain ist von einer Anwendung des Präparats Abstand zu nehmen. Das Spray kann bei Personen mit Methämoglobinanämie eine akute Dispnoe (Atemnot) hervorrufen.

Fazit zum Tempe Spray

Kontrollierte klinische Studien und randomisierte, multizentrische Untersuchungen in der sexualmedizinischen Forschung gewinnen immer mehr an Relevanz. Das Tempe Spray beschreitet hier mit der ersten Kombination von Lidocain und Prilocain einen neuen Pfad in der Entwichlung der
 Ejaculatio Praecox Therapie. Dennoch basiert das Präparat weiterhin auf Lokalanästhetika, die gegebenenfalls das Empfinden und die Sensibilität der Eichel beeinträchtigen können. Für Patienten, die das Risiko einer Beeinträchtigung des Sexualerlebnisses nicht eingehen wollen, ist eine Behandlung mit oralen Präparaten, wie Priligy (Dapoxetin) in Betracht zu ziehen.

Quellen:

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