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Dapoxetin - Der Wirkstoff gegen vorzeitigen Samenerguss

Dapoxetin (Handelsname: Priligy) ist der erste zugelassene Arzneistoff gegen vorzeitigen Samenerguss (Ejaculatio Praecox) und verlängert die Ejakulationslatenz im Schnitt um das 2 - 3 Fache.

Dapoxetin: Definition und Hintergrund

Definition und Fakten

Bei Dapoxetin handelt es sich um einen Wirkstoff, der zur Behandlung von frühzeitigen Samenergüssen eingesetzt wird und in Deutschland unter dem Medikamentennamen Priligy vertrieben wird. Die Behandlung erfolgt vorwiegend bei Männern im Alter zwischen 18 und 64 Jahren. Der Wirkstoff wird vom Hersteller Berlin-Chemie hergestellt und ist seit 2009 zugelassen.

Dapoxetin (chemische Bezeichnung: (+)-N,N-Dimethyl-1-phenyl-3-(1-naphthyloxy)propylamin) gehört zur Gruppe der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Selektive Serotonin-Re-uptake Inhibitoren; SSRI) und sorgt dafür, dass die Rückaufnahme von Serotonin durch den Körper vorübergehend unterdrückt wird. Je nach Patient ist es durch Dapoxetin möglich, die Zeit bis zum Samenerguss um 300% zu verlängern.

Da es sich nicht um eine notwendige Behandlung, sondern um ein Lifestyle-Medikament handelt, werden die Kosten für Dapoxetin nicht von der Krankenkasse übernommen. Die Einnahme kann flexibel maximal einmal pro Tag etwa ein bis drei Stunden vor dem Geschlechtsverkehr erfolgen.

Folgende Tabelle fasst wichtige Fakten zum Wirkstoff Dapoxetin zusammen:


Wirkstoffname: Dapoxetin
Wirkstoffklasse: Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
Wirkmechanismus: Verzögerung des Samenergusses
Summenformel: C21H23NO
Aggregatzustand: fest, kristallin
Hersteller: Berlin-Chemie
Medikamentenklasse: verschreibungspflichtig
Zugelassen seit: 2009
Dosierung: 30 mg, max. 60 mg pro 24h

Hintergrundwissen zur frühzeitigen Ejakulation

Ein vorzeitiger Samenerguss, die sogenannte vorzeitige Ejakulation oder Lateinisch ejaculatio praecox (EP), ist die bei Männern am häufigsten auftretende Sexualstörung. Weltweit treten bei 20-40 % aller Männer zu irgendeinem Zeitpunkt ihres Lebens Symptome einer EP auf.

Fälschlicherweise wird im Regelfall davon ausgegangen, Impotenz wäre häufiger vertreten als der vorzeitige Erguss. Der medikamentöse Weg die Sexualstörung des vorzeitigen Orgasmus zu behandeln liegt in Dapoxetin, welches eigentlich ein Antidepressivum ist. Doch wie entsteht eine vorzeitige Ejakulation üblicherweise?

Vorzeitiger Samenerguss - auf welchen Faktoren beruht er?

In der Vergangenheit wurden stets psychologische Faktoren oder körperliche Beeinträchtigungen als Ursache für eine Ejaculatio praecox angenommen. Wie Forschungsresultate jüngeren Datums allerdings belegen, findet der vorzeitige Samenerguss schwerpunktmäßig im neurogenen Sektor seine Ursächlichkeit.

Serotonin gilt als der Botenstoff unter den Neurotransmittern, welcher die eigentliche Ejakulation beim Mann auslöst. Die sogenannten 5-HT2C-Rezeptoren zögern einen Samenerguss beim Mann hinaus. Besteht in diesem Bereich eine Unterversorgung, kommt es zum vorzeitigen Orgasmus. Einen weiteren Faktor stellen die 5-HT1A-Rezeptoren dar die dafür verantwortlich sind, den Orgasmus bei Männern auszulösen. Auch in diesem Bereich kann es zu Fehlsteuerungen kommen: Diesmal nicht zu einer Unterversorgung, sondern zu einer "Hyperfunktionsweise", welche zu viel 5-HT1A-Rezeptoren (Protein; Serotonin-Rezeptor) ausschüttet und dadurch die Verzögerung des eigenen Orgasmus quasi unmöglich macht.

Chemische Eigenschaften & Anwendungsgebiete

Chemische Eigenschaften

Dapoxetin liegt als weißes Pulver mit einem bitteren Geschmack vor. Es handelt sich um ein Naphthyloxyphenylpropanamin-Derivat, das wasserlöslich ist und anderen SSRI-Präparaten wie beispielsweise Fluoxetin ähnelt. Die geringe Halbwertszeit macht den Wirkstoff zu einem besonderen SSRI, der nur ein bis zwei Stunden im Körper verbleibt.


Dapoxetine chemical composition

Welche Anwendungsgebiete für Dapoxetin gibt es?

Die Anwendung von Dapoxetin als Hemmmittel von frühzeitigen Samenergüssen soll bei Patienten erfolgen

  • deren Ejakulationen bereits nach weniger als zwei Minuten erfolgen,
  • die keine oder nur wenig Kontrolle über ihre Orgasmen haben,
  • die schon bei geringer sexueller Stimulation ejakulieren
  • deren Versuche Geschlechtsverkehr zu haben regelmäßig scheitern.

Wann genau es sich um einen vorzeitigen Samenerguss handelt, ist natürlich ein wenig subjektiv, Experten geben allerdings eine Zeitspanne von weniger als zwei Minuten nach dem Eindringen als vorzeitig an.

Dapoxetin Wirkung & Studienergebnisse

Wirkungsweise von Dapoxetin

Die Wirkungsweise von Dapoxetin setzt bei der Funktionsweise von Serotonin an. Dapoxetin sorgt für eine nachhaltige Blockierung der Transportmoleküle, die das Serotonin abtransportieren. Dapoxetin sorgt demnach dafür, dass weniger Serotonin von den Nervenzellen im Gehirn aufgenommen wird, so dass eine größere Menge des Botenstoffes weiterhin im Körper zirkuliert.

Das bedeutet, dass der Erregungszustand beim Geschlechtsverkehr länger erhalten bleibt. Dadurch steigt der Pegel an ungebundenem Serotonin im Nervenwasser radikal an und der Orgasmus beim Mann wird herausgezögert. Auf diesem Weg lässt sich eine vorzeitige Ejakulation in weiten Teilen unterbinden.

Da die Wiederaufnahme von Serotonin notwendig ist um einen Orgasmus zu erleben, wird die Ejakulation des Mannes auf diese Weise verzögert.

Die Wirkung von Dapoxetin entfaltet sich in voller Wirkungsbandbreite im Zeitrahmen von bereits 60 bis 180 Minuten nach der Einnahme des Medikaments und baut sich in einem Zeitfenster von 24 Stunden wieder vollständig ab. Tests haben ergeben, dass nach den genannten 24 Stunden nur noch 5 % des Medikaments im männlichen Körper wirken. Durch diese Eigenschaften - schnelle Resorption und rasche Eliminierung des Wirkstoffes im Körper - ist Dapoxetin eine ideale Bedarfsmedikation beim vorzeitigen Samenerguss.

Anders als bei anderen SSRI ist die Wirkungsdauer allerdings deutlich kürzer – da der Wirkstoff so nicht länger im Körper verbleibt, als er auch gebraucht wird, kann das Risiko möglicher Nebenwirkungen wiederum deutlich gemindert werden.

Studienergebnisse zu Dapoxetin

Internationale Studien

Die erfolgreiche Behandlung von vorzeitigen Samenergüssen durch Dapoxetin wurde in aktuellen, internationalen medizinischen Studien belegt, indem eine hoch signifikante Erhöhung der "Intravaginal Ejaculatory Latency Time" (IELT), also eine Vergrößerung des Zeitfensters bis zur Ejakulation während des vaginalen Geschlechtsverkehrs, nachgewiesen wurde.

Diese Ergebnisse konnten auch in Metastudien aus dem April 2015 und Dezember 2014 bestätigt werden.

Weitere Studien bestätigen Dapoxetin eine Auswirkung auf den persönlich empfundenen Stress, welcher mit Sex im Allgemeinen und Ejakulationen im Besonderen verbunden wird. Dementsprechend trägt Dapoxetin dazu bei, dass sich Männer wieder mehr entspannen können und vor allem beim Sex durch eine Reduktion des Stress mehr Spaß haben.

Ein zusätzliches Ergebnis bezieht sich auf die Kontrolle der Ejakulation. So konnte nachgewiesen werden, dass Probanden nach der Einnahme von Dapoxetin eine wesentlich bessere Kontrolle über ihre Ejakulation erlangen.

Studie aus Österreich

Dapoxetin stellt einen effektiven Weg gegen vorzeitige Samenergüsse dar. Eine Studie aus Österreich zeigt, dass Dapoxetin eine positive Wirkungsweise auf die Ejakulationslatenz bei Männern zur Folge hat.

Durch Einnahme des Präparats waren die Testpersonen in der Lage, den Zeitpunkt bis zur Ejakulation während des Geschlechtsakt um das Dreifache hinaus zu zögern. Gemessen wurde jeweils der Augenblick des ersten Eindringens (oral, vaginal oder anal) bis zum Samenerguss.

Einige getestete Männer, die vorher teilweise bereits nach weniger als 1 Minute zum Orgasmus kamen, konnten beim Geschlechtsakt Zeiten von sogar 5 und mehr Minuten bis zur Ejakulation vorweisen.

Es muss deutlich herausgestellt werden, dass es bisher keine Langzeitstudien zu Dapoxetin gibt, da das Medikament in diesem Sektor erst seit 2009 Anwendung findet. Aber die Ergebnisse die bisher wissenschaftlich nachgewiesen wurden sind dazu geeignet, Betroffenen Hoffnungen zu machen.

Dapoxetin Nebenwirkungen, Gegenanzeigen & Einnahme

Nebenwirkungen

Dapoxetin wurde vor der Markteinführung gemäß dem Arzneimittelgesetz umfassend getestet, es wird daher von den meisten Männern gut vertragen.

In einer medizinischen Studie von 2011 wurde Dapoxetin in 25 verschiedenen Ländern bei über 6.000 Probanden getestet und eine allgemein sehr gute Verträglichkeit nachgewiesen.

In seltenen Fällen werden folgende Nebenwirkungen genannt: Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schlafproblemen oder Durchfall kommen. Übelkeit und Schwindel sind dabei die häufigsten Nebenwirkungen und führten in der Studie von McMahon et al. (2011) bei ungefähr 3% aller Probanden zur Absetzung des Medikaments.

Kontraindikationen (Gegenanzeigen) und Einnahme

Die Einnahme von Dapoxetin ist unter folgenden Umständen nicht möglich:

  • bei Leberfunktionsstörungen
  • bei Herzerkrankungen (Herzschwäche, Sauerstoffmangel im Herzen)
  • bei gleichzeitiger Einnahme von Tramadol, Johanniskraut, Tryptophan, Lithium, Thioridazine oder Linezolid

Weitere Kontraindikationen sind bei der Einnahme von starken CYP3A4-Hemmern (körpereigene Enzyme, insbesondere für die Verstoffwechselung von Arzneistoffen) wie Telithromycin, Itraconazol, Ketoconazol, Itraconazol und ebenso MAO-Hemmern (Monoaminooxidase-Hemmer, verantwortlich für die Spaltung von Serotonin) bekannt. Moderate CYP3A4-Hemmer (Erythromycin, Clarithromycin oder Verapamil) verlangen eine Wirkstoffreduktion auf 30 mg.

Eingenommen werden soll Dapoxetin - welches als 30 mg und 60 mg Filmtabletten erhältlich ist - rund ein bis 3 Stunden vor dem Geschlechtsakt, damit das Medikament seine Wirkung entfalten kann. Als Dosierung gilt eine Tablette und von einer Überdosierung wird dringend abgeraten.

Die Einnahme sollte wegen des bitteren Geschmacks mit viel Wasser erfolgen, eine Nahrungsaufnahme vor dem Einnehmen ist nicht notwendig.

Eine regelmäßige und dauerhafte Einnahme ist nicht notwendig, sondern es wird dann verabreicht, wenn die Wirkung des Herauszögerns vom Orgasmus auch erwünscht ist.


Quellen:

  1. McMahon CG et al. (2011): Efficacy and Safety of Dapoxetine for the Treatment of Premature Ejaculation: Integrated Analysis of Results from Five Phase 3 Trials, in: The Journal of Sexual Medicine. 8, Nr. 2, 2011, S. 524–539, onlinelibrary.wiley.com
  2. Fa-Gui Yue et al. (2015): Efficacy of Dapoxetine for the Treatment of Premature Ejaculation: A Meta-analysis of Randomized Clinical Trials on Intravaginal Ejaculatory Latency Time, Patient-reported Outcomes, and Adverse Events, in: Urology Volume 85, Issue 4, Pages 856–861 , sciencedirect.com
  3. Benkert, Otto (2013): Dapoxetin, in: Benkert, Otto (Hrsg.): Pocket Guide: Psychopharmaka von A bis Z (2. Aufl.), S.79-100
  4. Jinhong Li et al. (2014): Dapoxetine for Premature Ejaculation: An Updated Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials, in: Clinical Therapeutics, Volume 36, Issue 12, 1 December 2014, Pages 2003–2014, sciencedirect.com
  5. Buvat, J. et al. (2009): Dapoxetine for the Treatment of Premature Ejaculation: Results from a Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Phase 3 Trial in 22 Countries, in: European Urology, Volume 55 Issue 4, April 2009, Pages 957-968, europeanurology.com
  6. Kaufman, JM et al. (2009): Treatment benefit of dapoxetine for premature ejaculation: results from a placebo-controlled phase III trial., in: BJU Int. 2009 Mar;103(5):651-8, ncbi.nlm.nih.gov
  7. Jungwirth, A. (2012): Vorzeitiger Samenerguß, jungwirth.info

Letzte Aktualisierung: 01.12.2015

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