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Verhütung bei reiferen Frauen

Wenn Frauen in die Wechseljahre übergehen beziehungsweise das Klimakterium bevorsteht, zeigt sich die Menstruation weniger, unregelmäßiger bis gar nicht mehr. Allerdings wissen Frauen meist nicht, wie es sich in diesem Lebensabschnitt mit Schwangerschaften und Verhütung verhält. Bleibt die Regel aus, ist die Befruchtungsfähigkeit nicht grundsätzlich beendet und die Auswahl an geeigneten Verhütungsmitteln ist beschränkt.

Wie lange müssen Frauen verhüten?

Wenngleich die Befruchtungsfähigkeit bereits ab dem 25. Lebensjahr abnehmen kann, so erreicht sie bei Frauen zwischen 40 und 45 Jahren ein Niveau, das Schwangerschaften nur noch vereinzelt möglich macht. In dieser Altersklasse beginnen die Eierstöcke ihre Funktionalität drastisch zu reduzieren.

Im Normalfall treten Frauen überwiegend in einem Alter zwischen 48 Jahren und 55 Jahren in die Wechseljahre ein. Hier beginnt dann der weibliche Körper immer weniger Fortpflanzungshormone zu produzieren. Sind sie auf einem bestimmten Niveau angelangt, ändert sich der Zyklus und es stellt sich die sogenannte Menopause ein. Das bedeutet, die Regelblutung stellt sich langsam oder abrupt ein. Eine Schwangerschaft kann vor und während der Wechseljahre dennoch vorkommen.

Der Hormonhaushalt kann sich vor allem vor Beginn und am Anfang der Wechseljahre nochmals unbemerkt für eine Zeitlang regulieren. Dies wird meist erst mit dem Beginn einer erneuten Menstruationsblutung für Frauen ersichtlich. Diese kann sich immer wieder einstellen. Es gibt keine Garantie dafür, dass bei dem Ausbleiben der Menstruation in oder vor den Wechseljahren, diese auch tatsächlich langfristig nicht wieder erfolgen kann. Kommt es zu einer Regelblutung, kann es allerdings schon zu spät sein und eine Befruchtung stattgefunden haben.

Von einer Befruchtungsunfähigkeit kann erst dann ausgegangen werden, wenn die Regelblutung mindestens ein Jahr ausbleibt oder drei in regelmäßigen Abständen erfolgte Hormonuntersuchung einen FSH-Wert über 40 mE/ml sowie einen Östrogengehalt von unter 30 pg/ml ergeben.

Aus den genannten Gründen sollte eine Verhütung beim Geschlechtsverkehr durchweg bis in die Wechseljahre erfolgen. Um sicher zu sein, nicht mehr schwanger werden zu können, empfiehlt sich den Gynäkologen aufzusuchen und einen labortechnischen Hormonstatus vornehmen zu lassen. Bestätigt sich damit das Ergebnis der Unfruchtbarkeit, kann zukünftig auf eine Verhütung verzichtet werden.

Welche Verhütungsmethoden eignen sich während den Wechseljahren?

Grundsätzlich sind für Frauen im reiferen Alter Verhütungsmethoden ausreichend, die über einen höheren Pearl-Index verfügen. Darunter ist das Risiko zu verstehen, welches trotz Verhütung zu einer Schwangerschaft führen kann. Da die Befruchtungsfähigkeit aber kontinuierlich im mittleren Alter abnimmt, reicht eine weniger sichere Verhütungsmethode in der Regel aus.

Verheutung in den Wechseljahren

Die Kupferspirale – Verhüten ohne Hormone

Bei der Kupferspirale handelt es sich um ein hormonfreies Verhütungsmittel, das langfristig in die Gebärmutter eingesetzt wird. Da die Kupferspirale keinen Einfluss auf den Zyklus nimmt, können Frauen gut erkennen, wann sich die Menopause einstellt und wie lange sie anhält. Da mit zunehmendem Alter die Gefahr von Myomen steigt, kann eine Kupferspirale durch das Vorhandensein von Myomen von der Gebärmutter abgestoßen werden. Regelmäßige gynäkologische Untersuchungen sind hier empfehlenswert.

Das Kondom verhindert eine Schwangerschaft & schützt vor Geschlechtskrankheiten

Das klassischste und durchaus auch ein sicheres Verhütungsmittel, wenn es richtig verwendet wird, ist das Kondom. Es schützt zudem sicher vor Geschlechtskrankheiten und bringt keine Nebenwirkungen mit sich.

Das Diaphragma hindert Spermien am Eindringen in die Gebärmutter

Bei dem Diaphragma oder auch Scheidenpessar genannt, handelt es sich um eine sogenannte Barriereverhütung. Das Diaphragma wird vor den Muttermund eingesetzt. Dort wirkt es als eine Zugangsbarriere, durch die Spermien nicht in den Muttermund und weiter in die Gebärmutter gelangen können. Das Diaphragma ist im reifen Alter gut verträglich, muss aber korrekt eingesetzt werden. Dies erfordert in der Regel einige Übung.

Anhand der Temperaturmessung den Eisprung erkennen

Über die Temperaturmessung und eine Temperaturkurve können Frauen Ihre fruchtbaren sowie unfruchtbaren Tage ermitteln. Allerdings zeigt sich ein Eisprung bereits ein oder zwei Tage später. An dem Verlauf der Temperaturkurve können erfahrene Frauen den Eisprung dennoch meist im Vorfeld ausmachen, Voraussetzung ist allerdings stets ein regelmäßiger Zyklus. Dieser kann aber vor allem vor den Wechseljahren stark schwanken.

Sterilisation als endgültige Lösung

Eine unwiderrufliche und die sicherste Variante zur Schwangerschaftsverhütung ab 40 Jahren bis in die Wechseljahre, ist die Sterilisation bei Frauen. Manche Frauen entscheiden sich bewusst dafür, um eine ungewollte Schwangerschaft zu 100 Prozent ausschließen zu können und das Risiko beispielsweise eines eventuell verrutschtem Diaphragmas oder einer Anwendungspanne bei Kondomen, zu umgehen.

Ist die Antibabypille für reifere Frauen geeignet?

Die Antibabypille ist für Frauen im reifen Alter bedingt geeignet. Die Einnahme hängt von mehreren Faktoren die Frau betreffend ab. Grundsätzlich liegt bei hormonellen Antibabypillen das gesundheitliche Risiko für Thrombosen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich höher, als bei jungen Frauen.

Wenn Frauen rauchen, Übergewicht aufweisen und unter Bluthochdruck leiden, kann sich das Risiko deutlich erhöhen. Von einer Einnahme der Antibabypille ist in dem Fall abzuraten beziehungsweise nur nach ärztlicher Abschätzung des Risiko-Nutzen-Verhältnisses einzunehmen.

Wer keine schwerwiegenden Erkrankungen aufweist, die sich kontraindiziert zu einer Antibabypille verhalten, nicht raucht und sich regelmäßig bewegt, kann allerdings bis in die Wechseljahre auf die sogenannte Minipille als Verhütungsmethode zurückgreifen.

Die Minipille besteht nur aus einem synthetische Progestin und erhöht das gesundheitsgefährdende Risiko deutlich geringer als eine Kombinations-Antibabypille mit Östrogen. Allerdings muss bei der Minipille stets auf die pünktliche Einnahme geachtet werden. Wer seit längerem eine Kombinations-Antibabypille eingenommen hat, muss diese im reiferen Alter nicht zwingend diese absetzen. Die Einnahme kann bis zu den Wechseljahren weiter erfolgen, wenn der behandelnde Gynäkologe keine gesundheitlichen Bedenken äußert und erhöhte Risikofaktoren wie Rauchen oder Übergewicht vorliegen. Regelmäßige Untersuchungen von Blutdruck, Gewicht und gegebenenfalls Cholesterin sollten engmaschig vorgenommen werden.

Sinnvoll kann die weitere Einnahme einer kombinierten Antibabypille sogar in verschiedener Hinsicht sein. Bei Frauen, die beispielsweise in ihrer medizinischen Familienchronik Fälle von Eierstock- oder Brustkrebs aufweisen, kann eine kombinierte Antibabypille das eigene Erkrankungsrisiko von bis zu 80 Prozent senken. Dies ist aber nur der Fall, wenn die kombinierte Antibabypille mindestens über einen Zeitraum von zehn Jahren eingenommen wurde.

Zudem können durch kombinierte Antibabypillen Wechseljahrsbeschwerden minimiert und dem Risiko einer Knochendichteverringerung (Osteoporose) vorgebeugt werden. Ergibt sich bei einer medizinischen Untersuchung ein erhöhter Risikofaktor für reifere Frauen, wie beispielsweise durch einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder Durchblutungsstörungen, wird die kombinierte Antibabypille in der Regel sofort abgesetzt. In dem Fall kann die Minipille oder eine andere nicht-hormonelle Verhütungsmethode Anwendung finden.

Quellen:

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