Live Chat +44 20 3322 1430
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00-19:00
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Rauchen bei Kinderwunsch

Bei der Familienplanung spielen Rauchgewohnheiten eine große Rolle - bei beiden Elternteilen. Die Konsequenzen für die Fruchtbarkeit, die Risikofaktoren während der Schwangerschaft, sowie die möglichen Auswirkungen für das ungeborene Kind sind enorm. Wir haben daher die wichtigsten Zusammenhänge zwischen den Themen Rauchen, Fruchtbarkeit und Schwangerschaft für Sie zusammengestellt.

So belastet Rauchen die Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen

Bislang wird der Einfluss von Nikotin auf die Fruchtbarkeit von Frauen und Männern häufig unterschätzt. Vor allem, wenn der Wunsch nach eigenen Kindern besteht. Ein schädigender Einfluss lässt sich bereits nach ca. 5 Zigaretten / Tag nachweisen.

Auswirkungen des Rauchens auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen

Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen


  1. Rauchen senkt die Konzentration der weiblichen Hormone im Blut

    Durch die große Bedeutung von weiblichen Hormonen für eine Schwangerschaft, beeinträchtigt Rauchen die weibliche Fruchtbarkeit.

    Progesteron gehört zu den sogenannten Gelbkörperhormonen (Gestagene) und ist für die Anregung des Wachstums der Gebärmutterschleimhaut zuständig. Damit bereitet das Hormon die Einbettung der befruchteten Eizelle vor. Sobald es zur Befruchtung der Eizelle kommt, verhindert das Hormon eine weitere Reifung eines Follikels.

    Östrogen fördert die Reifung der befruchtungsfähigen Eizellen und macht das Gebärmutterhalssekret durchlässiger für die Spermien. Das bedeutet für rauchende Frauen, dass sie aufgrund der niedrigen Progesteron- und Östrogenwerte weniger empfängnisbereit als Nichtraucherinnen sind.

  2. Rauchen erhöht die Wartezeit auf die gewünschte Schwangerschaft

    Durch das Rauchen und die damit verbundene Herabsetzung der Hormonwerte wird die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis in einem Zyklus um 10 bis 40 % reduziert. Somit findet sich bei Raucherinnen eine verzögerte Empfängnis, die bei starken Raucherinnen ausgeprägter ist. Forscher gehen davon aus, dass ein täglicher Zigarettenkonsum von 20 Stück die Wartezeit auf eine Schwangerschaft gegenüber Nichtraucherinnen verdoppelt.

  3. Rauchen reduziert die Erfolgsraten bei Kinderwunschbehandlungen

    Aktives sowie passives Rauchen reduzieren die Erfolgsraten bei Kinderwunschbehandlungen erheblich, wie Beobachtungen und klinische Studien ergeben. Bei der In-Vitro-Fertilisation (IVF) ergibt sich für Nichtraucherinnen eine 2,7 bis 4,8-fach höhere Chance, schwanger zu werden als bei Raucherinnen (laut Universitätsklinikum Bonn). Das bedeutet, Raucherinnen benötigen eine durchschnittlich längere und höher dosierte Hormonbehandlung mit Gonadotropin für die künstliche Befruchtung.

  4. Bei Raucherinnen treten mehr Komplikationen während der Kinderwunschtherapie auf

    Im Rahmen der Kinderwunschtherapie sind oft qualitative Veränderungen der Gebärmutter und eine schlechtere Eierstockfunktion zu erkennen. Außerdem entwickeln sich bei Raucherinnen durchschnittlich weniger Eizellen als bei Nichtraucherinnen. Die Anzahl der Eizellen sinkt stärker, je mehr Zigaretten eine Frau raucht. Weiterhin besteht ein erhöhtes Risiko für eine Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft. Ebenso werden mehr Fehlgeburten beobachtet.

  5. Rauchen verkürzt die fruchtbare Lebensphase der Frau

    Da bei Raucherinnen die Wechseljahre (Klimakterium) im Durchschnitt zwei Jahre früher eintreten, ist ihre fruchtbare Lebensphase verkürzt. Damit sinken die Chancen auf eine Schwangerschaft.

Auswirkungen des Rauchens auf die Fruchtbarkeit von Männern


  1. Rauchen hat Auswirkungen auf das Spermiogramm des Mannes

    Die Gifte im Tabakrauch verringern die männliche Zeugungsfähigkeit aufgrund ihrer starken Schädigung des Erbguts der Spermien. Schon eine einzelne Zigarette führt zu Veränderungen an den DNA-Strängen in den Zellen. In der Anzahl und Beweglichkeit der Spermien kann das Spermiogramm unauffällig sein, während die Spermien dennoch qualitative Anomalien aufweisen, die schädliche Folgen für die Entwicklung des Embryos ermöglichen.

    Nachweislich wurde ein Anstieg der Störungen in den Spermienerbanlagen beobachtet. Das Rauchen kann aber nicht nur Anomalien der Spermien auslösen, sondern auch deren Anzahl und ihre Beweglichkeit verringern. Im Rahmen einer Kinderwunschbehandlung ist das Risiko für einen Misserfolg bei rauchenden Männern doppelt so hoch als bei Paaren, bei denen der Mann Nichtraucher ist.

  2. Rauchen erhöht das Risiko für Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion)

    Wie neueste Erkenntnisse zeigen, besteht für rauchende Männer im Durchschnitt ein erhöhtes Risiko für eine Erektile Dysfunktion. Das Risiko für Impotenz ist um 31% höher als bei Nichtrauchern. Männer mit einem Konsum von mehr als 20 Zigaretten am Tag haben sogar ein um 60 % erhöhtes Risiko. Dieser Zusammenhang ergab sich in einer Studie in Abhängigkeit von der Dosis. Das bedeutet, die Gefahr einer erektilen Dysfunktion ist bei Männern mit geringerem Zigarettenkonsum niedriger.

    Wichtiger Hinweis: Nachweislich werden durch Rauchen die Gefäße geschädigt. Die Penisarterie ist eine der dünnsten des Körpers und kann daher sehr schnell verstopfen. Dadurch ist der für die Erektion benötigte Blutfluss stark verringert.

  3. Auch das Risiko für eine Fehlgeburt wird durch rauchende Väter gesteigert.


Einfluss von Rauchen während der Schwangerschaft

Rauchen und auch das Passivrauchen während der Schwangerschaft haben vielseitige ungünstige Folgen, die sich sowohl auf die Mutter und ihre Schwangerschaft selbst, als auch auf das Kind auswirken können.

Rauchen birgt Risiken für die werdende Mutter und ihre Schwangerschaft

Rauchen birgt Risiken für die werdende Mutter und ihre Schwangerschaft

Folgende Risiken erhöhen sich:

  • Frühgeburt
  • Fehlgeburt (Risiko steigt um 25 %)
  • Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft
  • vorzeitige Ablösung der Plazenta
  • Vorderwandplazenta (Placenta praevia) mit Komplikationen wie Blutungen und Kaiserschnitt
  • Plazentainsuffizienz aufgrund einer Fehl- oder Unterentwicklung der Plazenta

Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit von Frauen

Rauchen hat Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes

Rauchen hat Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes

Da Nikotin über das Blut der werdenden Mutter über die Plazenta in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes gelangt, stellt Rauchen als auch das Passivrauchen während der Schwangerschaft ein sehr großes Risiko dar.

Das Nikotin beschleunigt den Herzschlag des Babys. Dadurch kommt es zu Problemen bei seinen Atemübungen, die für die ersten Atemzüge nach der Geburt überlebenswichtig sind. Zudem wird das Baby schlechter mit den wichtigsten Nährstoffen und Sauerstoff versorgt. Deshalb wiegen die Kinder von Raucherinnen viel weniger im Vergleich mit Kindern von Nichtraucherinnen.

Neben einem geringeren Geburtsgewicht können weitere Risiken bestehen:

  • plötzlicher Kindstod (SIDS)
  • Herzfehlerrisiko um 60 % erhöht
  • Cheilognathopalatoschisis (Lippen-Kiefer-Gaumenspalte) mit doppelt so hohem Risiko als bei Kindern von Nichtraucherinnen

Neben den Risikofaktoren während der Schwangerschaft, bestehen zudem zahlreiche Spätfolgen für das Kind. Häufig leiden Kinder von rauchenden Eltern unter lebenslange Spätfolgen wie zum Beispiel:

  • Asthma
  • Allergien
  • Übergewicht
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Mittelohrentzündungen
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ II
  • Non-Hodgkin-Lymphome (bösartige Lymphome)
  • Infektionen der Atemwege
  • Wachstums- und Entwicklungsstörungen
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit

Weiterhin kann es zu psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise ADHS, einem verminderten Intelligenzquotienten sowie einer verzögerten geistigen Entwicklung kommen.

Rauchen sowie Passivrauchen schädigen nicht nur die Erbanlagen der zukünftigen Eltern, sondern setzen das Ungeborene einem erhöhten gesundheitlichen Risiko mit gravierenden Folgeschäden aus. Paare mit Kinderwunsch sollten prinzipiell schon vor einer geplanten Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören. Erwiesenermaßen mindestens schon ein halbes bis ein Jahr zuvor. Damit wird das Risiko deutlich gesenkt. Ebenso ist es ratsam, die nähere Umgebung der werdenden Mutter rauchfrei zu halten.


Quellen:

  1. Varant Kupelian, John B. McKinlay, Carol L. Link (2007): Association between Smoking, Passive Smoking, and Erectile Dysfunction: Results from the Boston Area Community Health (BACH) Survey, in: European Urology, Volume 52, Issue 2, Pages 416-422, ncbi.nlm.nih.gov
  2. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: Rauchfrei in der Schwangerschaft - Ich bekomme ein Baby,, URL: bzga.de
  3. Kinderwunschzentrum.org: Kinderwunsch Leitfaden: Rauchen und Fruchtbarkeit, URL: kinderwunschzentrum.org

Letzte Aktualisierung: 26.11.2015

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament