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Rauchen bei Kinderwunsch

Durch Aufklärungskampagnen ist den meisten Rauchern mittlerweile bewusst, wie sehr sie ihrem Körper mit dem Rauchen schädigen. Weniger bekannt sind ihnen die Auswirkungen des Rauchens auf die Familienplanung. 20 % der Schwangeren rauchen. Tabakrauchen kann nicht nur das Kind schädigen, sondern auch die Ursache ungewollter Kinderlosigkeit sein. Eine Raucherentwöhnung sollte unbedingt angestrebt werden, wenn ein Kinderwunsch besteht.

Beeinflusst Rauchen die Fruchtbarkeit?

Rauchen mindert die Fruchtbarkeit sowohl beim Mann als auch bei der Frau. Wenn beide Partner rauchen, ist die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft besonders gering. Der negative Einfluss betrifft außerdem auch die Erfolgschancen einer künstlichen Befruchtung.

Welche Auswirkungen hat das Rauchen auf die Fruchtbarkeit von Frauen?

Frauen, die rauchen, haben niedrigere Hormonspiegel von Östrogen und Progesteron im Blut. Diese Hormone spielen eine wichtige Rolle im weiblichen Monatszyklus und der Entstehung einer Schwangerschaft. Aufgrund der verringerten Hormonspiegel sind rauchende Frauen weniger empfängnisbereit als solche, die nicht rauchen. Je nach Anzahl der pro Tag gerauchten Zigaretten reduziert sich die Wahrscheinlichkeit auf eine Schwangerschaft im jeweiligen Zyklus um zehn bis 40 %.

Je mehr Zigaretten geraucht werden, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit. Aus diesem Grund beeinträchtigt bereits das Passivrauchen die Fruchtbarkeit. Darüber hinaus verringert sich bei steigender Anzahl von gerauchten Zigaretten die Anzahl der Eizellen. Raucherinnen kommen früher in die Wechseljahre und verkürzen ihre fruchtbare Lebensphase im Durchschnitt um zwei Jahre.

Wenn es zu einer Befruchtung der Eizelle kommt, besteht bei Raucherinnen ein erhöhtes Risiko für eine Eileiter- oder Bauchhöhlenschwangerschaft. Dieses Risiko erhöht sich selbst dann, wenn weniger als zehn Zigaretten pro Tag geraucht werden oder passiv geraucht wird.

Auswirkungen des Rauchens auf die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen

Welche Auswirkungen hat das Rauchen auf die Fruchtbarkeit von Männern?

Rauchen ist assoziiert mit Erektionsstörungen und verminderter Qualität der Spermien. Zwei Drittel der von Erektionsstörungen betroffenen Männer sind Raucher. Ab 20 pack-years lässt sich statistisch eine signifikante Zunahme von Potenzstörungen feststellen. Passivrauchen führte zu keiner signifikanten Erhöhung und war vergleichbar mit einem Wert von zehn bis 19 pack-years. Die pack-years lassen sich aus dem täglichen Zigarettenkonsum in Schachteln multipliziert mit der Anzahl der Jahre, die geraucht wurde, errechnen. Raucht ein Mann beispielsweise eine Packung pro Tag und das seit zwölf Jahren, so erreicht er einen Wert von zwölf pack-years.

Durch den Zigarettenkonsum kann sich die Anzahl, Membranintegrität und Beweglichkeit der Spermien verringern, wodurch eine erfolgreiche Befruchtung unwahrscheinlicher wird. Zudem enthält Tabak etliche giftige und krebserregende Stoffe, die das in den Spermien enthaltene Erbgut verändern können.

Selbst wenn die Menge und Beweglichkeit der Spermien normal sind, können folglich Veränderungen der DNA vorliegen, die zu Missbildungen oder Behinderungen des Kindes führen können. Zudem lassen sich im Sperma von Rauchern vermehrt Giftstoffe aus Zigaretten wie Cadmium und Blei finden, während die Konzentration an Antioxidantien wie Vitamin C sinkt.

Welche Auswirkungen hat das Rauchen auf Kinderwunschbehandlungen?

Zur Erfüllung eines Kinderwunsches kann auf Verfahren der assistierten Reproduktion (künstliche Befruchtung) zurückgegriffen werden. Im Rahmen dessen kann die Fruchtbarkeit der Frau hormonell stimuliert werden, sodass mehrere Eizellen heranreifen. Diese werden der Frau danach entweder operativ entnommen und im Reagenzglas mit Spermien des Partners befruchtet oder die Spermien werden direkt in die Gebärmutter eingebracht. Letzteres ist die primäre Methode bei augenscheinlich gesunden Spermien. Wenn dieses Verfahren nicht zur Schwangerschaft führt, werden die Spermien direkt in die Eizelle injiziert.

Raucherinnen sprechen schlechter auf Fruchtbarkeitstherapien an, was auch mit der geringeren Anzahl von Eizellen zusammenhängen kann. Dabei konnte wiederum eine Dosisabhängigkeit beobachtet werden: Pro zehn pack-years ergaben sich pro Behandlungszyklus 2,5 reife Eizellen und zwei Embryonen weniger.

In einer Studie verringerte sich die Rate erfolgreicher Einnistungen und die Schwangerschaftsrate um die Hälfte. Bei Ex-Rauchern erreichte die Schwangerschaftsrate jedoch dieselbe Höhe wie die Rate der Nichtraucher. Darum sollte vor einer Kinderwunschbehandlung unbedingt mit dem Rauchen aufgehört werden! Dies gilt auch für rauchende Männer: Das Risiko für einen Misserfolg der künstlichen Befruchtung war bei rauchenden Männern doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. Rauchen beide Partner verringern sich die Chancen weiter.

Wie beeinflusst Rauchen eine Schwangerschaft?

Schwangere Frauen, die nicht mit dem Rauchen aufhören wollen oder können, gefährden das Kind noch im Mutterleib. Zum einen gelangt Kohlenmonoxid, das die Mutter beim Rauchen inhaliert, in das kindliche Blut. Kohlenmonoxid besetzt Sauerstoffbindungsstellen von roten Blutkörperchen, wodurch weniger Sauerstoff transportiert werden kann. Das Kind erhält weniger Sauerstoff.

Rauchen birgt Risiken für die werdende Mutter und ihre Schwangerschaft

Zum anderen verengt Nikotin, das als Suchtstoff für die Abhängigkeit vom Tabakrauchen verantwortlich ist, die Blutgefäße. Dadurch wird die Funktion der Plazenta ("Mutterkuchen") gestört und es gelangen weniger Blut und Nährstoffe zum Kind. Aufgrund dieser ungünstigeren Bedingungen im Mutterleib weisen Kinder rauchender Mütter zumeist ein um durchschnittlich 200 Gramm geringeres Geburtsgewicht auf. Zusätzlich steigt das Risiko für Fehlgeburten um etwa 25 %, beispielsweise aufgrund einer unzureichenden Plazentafunktion (Plazentainsuffizienz).

Das Risiko für eine Totgeburt verdreifacht sich durch Tabakrauchen, das für Frühgeburten verdoppelt sich. Bei Frühgeburten muss auf die Lungenreife geachtet werden: Die Lunge benötigt Surfactant, ein Tensid, das die Oberflächenspannung der Lungenbläschen reduziert. Ohne diese Substanz würden die Lungenbläschen in sich zusammenfallen. Die Lungenreife wird erst am Ende der Schwangerschaft erreicht, weshalb Frühgeborene ein erhöhtes Risiko für einen Mangel an Surfactant haben.

Welchen Einfluss hat das Rauchen für das Kind?

Kinder, die in einem Haushalt aufwachsen, in dem geraucht wird, haben ein erhöhtes Risiko für Hirntumore, Leukämien und allergische Reaktionen. Das Risiko des Kindes, an Asthma bronchiale zu erkranken, ist im Vergleich zu anderen Kindern nichtrauchender Eltern um das Doppelte erhöht. Darüber hinaus scheinen Kinder von Rauchen anfälliger für Infektionserkrankungen zu sein: Erkrankungen der Atemwege treten bei diesen Kindern doppelt so häufig auf, Entzündungen des Ohres sogar dreimal so oft.

Außerdem besteht ein Risiko für psychische Erkrankungen und Verhaltensstörungen (zum Beispiel Schizophrenie, ADHS) sowie einer späteren Nikotinabhängigkeit des Kindes. Kinder von Rauchern können nach der Geburt Entzugserscheinungen, die sich durch den Wegfall des Nikotins erklären lassen, zeigen.

Rauchen hat Auswirkungen auf die Gesundheit des Kindes

Gefürchtet ist der plötzliche Kindstod (SIDS, sudden infant death syndrome), für den das Schlafen in Bauchlage und das Rauchen als bedeutende Risikofaktoren identifiziert wurden. Das Risiko erhöht sich allein durch Rauchen um das Vierfache! So kann ein Rauchstopp dem Kind eventuell das Leben retten.

Neben den Risikofaktoren während der Schwangerschaft, bestehen zudem zahlreiche Spätfolgen für das Kind. Häufig leiden Kinder von rauchenden Eltern unter lebenslange Spätfolgen wie zum Beispiel:

  • Asthma
  • Allergien
  • Übergewicht
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Mittelohrentzündungen
  • Stoffwechselstörungen wie Diabetes mellitus Typ II
  • Non-Hodgkin-Lymphome (bösartige Lymphome)
  • Infektionen der Atemwege
  • Wachstums- und Entwicklungsstörungen
  • verminderte Konzentrationsfähigkeit

Weiterhin kann es zu psychischen Erkrankungen und Verhaltensauffälligkeiten wie beispielsweise ADHS, einem verminderten Intelligenzquotienten sowie einer verzögerten geistigen Entwicklung kommen.

Rauchen sowie Passivrauchen schädigen nicht nur die Erbanlagen der zukünftigen Eltern, sondern setzen das Ungeborene einem erhöhten gesundheitlichen Risiko mit gravierenden Folgeschäden aus. Paare mit Kinderwunsch sollten prinzipiell schon vor einer geplanten Schwangerschaft mit dem Rauchen aufhören. Erwiesenermaßen mindestens schon ein halbes bis ein Jahr zuvor. Damit wird das Risiko deutlich gesenkt. Ebenso ist es ratsam, die nähere Umgebung der werdenden Mutter rauchfrei zu halten.

Quellen:

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