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Wie wirkt die Pille danach?

Bei der "Pille danach" handelt es sich um eine Notfallverhütung, die zum Einsatz kommen kann, wenn es bei der Schwangerschaftsverhütung während des Geschlechtsverkehrs zu einer Panne kam. Dabei kann es sich um ein abgerutschtes oder gerissenes Kondom handeln. Zudem kann die "Pille danach" zur Anwendung kommen, wenn die Einnahme der Antibabypille vergessen wurde und dadurch ein erhöhtes Risiko einer ungewollten Schwangerschaft besteht.

Bei der "Pille danach" wird allerdings keine bestehende Schwangerschaft abgebrochen, sondern aufgrund der Inhaltsstoffe der Eisprung unterdrückt bzw. verschoben, um eine Einnistung einer Frucht in der Gebärmutter zu verhindern. Aus diesem Grund muss die "Pille danach" möglichst rasch nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Für diese Form der Notfallverhütung werden unterschiedliche Präparate am Markt geboten. Mittlerweile ist die "Pille danach" rezeptfrei in der Apotheke erhältlich, sodass eine rasche Einnahme ohne Arztbesuch und lange Wartezeiten möglich ist. Denn umso schneller das Medikament eingenommen wird, desto geringer ist das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Welche Präparate sind am Markt erhältlich?

Grundsätzlich basieren Präparate, die als Notfallverhütung in Form der "Pille danach" eingenommen werden können, auf zwei Wirkstoffe. Entweder enthält die "Pille danach" den Wirkstoff Levonorgestrel oder das Hormon Ulipristalacetat.

Medikamente zur nachträglichen Schwangerschaftsverhütung sind im deutschsprachigen Raum unter unterschiedlichen Namen erhältlich. Zu diesen Präparaten zählen beispielsweise die Pille ellaOne sowie NorLevo, die in der Schweiz erhältlich sind. Wer in den Apotheken Österreichs oder Deutschlands die "Pille danach" käuflich erwerben möchte, dem werden Präparate unter den Namen Levogynon, Levonelle bzw. PiDaNa, Vikela, Postinor, Unofem oder EllaOne geboten.

Unterschiede der verschiedenen Präparate

EllaOne gehört zu den wirksamsten Formen der Notfallverhütung. Dieses Medikament enthält den Wirkstoff Ulipristalacetat, bei dem es sich um ein Hormon aus der Gruppe der selektiven Progesteronrezeptor-Modulatoren handelt. Diese Pille kann bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingenommen werden.

Die Wirksamkeit dieser Pille ist mit etwa 98 Prozent überaus hoch. Zudem nimmt die Wirksamkeit im Verlauf der Einnahmefrist nicht ab, sodass mit diesem Präparat bis zum fünften Tag nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eine ungewollte Schwangerschaft effektiv verhindert werden kann.

Levogynon ist ein weiteres bewährtes Mittel zur nachträglichen Schwangerschaftsverhütung im Notfall. Dieses Präparat enthält Levonorgestrel, das zur Gruppe der Gestagene gehört und hemmt bzw. verschiebt ebenfalls den Eisprung der Frau. Jedoch muss Levogynon innerhalb von zwölf Stunden, maximal jedoch nach72 Stunden eingenommen werden, um eine ungewollte Schwangerschaft wirksam zu verhindern.

NorLevo ist ebenfalls ein Präparat, das den Wirkstoff Levornogestrel enthält. Bei der Einnahme von Medikamenten mit dem Wirkstoff Levornogestrel ist eine dreitägige Einnahmefrist zu beachten, um eine Schwangerschaft wirksam zu verhindern. Bei den Präparaten Levogynon und NorLevo erhöht sich das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft mit zunehmender Zeit, die nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr bis zur Einnahme verstreicht.

Wirkungsweise und Sicherheit der

Die "Pille danach" sorgt dafür, dass der Eisprung nach hinten verschoben und die Reifung der Eizelle verzögert wird, sodass eine Befruchtung nicht stattfinden kann. Beide Hormone wirken jedoch nur dann schwangerschaftsverhütend, wenn sie bis zwei Tage vor dem Eisprung eingenommen werden. Ulipristalacetat wirkt sogar noch am Tag vor dem Eisprung. Hat der Eisprung jedoch bereits stattgefunden, so wirkt die "Pille danach", egal mit welchem Wirkstoff, nicht mehr ausreichend, um eine Schwangerschaft zu verhindern.

Wirkungsweise der Pille danach

Bei Präparaten mit dem Wirkstoff Levonorgestrel gibt es bereits zahlreiche Studien gibt und die Wirksamkeit, vorausgesetzt das Präparat wird korrekt eingenommen, überaus hoch ist. Zum relativ neuen Wirkstoff Ulipristalacetat gibt es noch keine Langzeitstudien. Bisherige Erfahrungen haben jedoch gezeigt, dass Ulipristalacetat noch effektiver gegen eine unerwünschte Schwangerschaft im Nachhinein wirkt.

Die Wirksamkeit kann durch die gleichzeitige Einnahme von anderen Medikamenten abgeschwächt werden. Zu diesen Medikamenten zählen bestimmte Antibiotika, virenhemmende Mittel sowie Mittel gegen Krampfanfälle und gegen HIV-Infektionen. Arzneien mit dem Inhaltsstoff Johanniskraut können die Wirksamkeit der "Pille danach" ebenfalls mindern.

Die korrekte Anwendung der

Die "Pille danach" sollte möglichst rasch nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Je nach Präparat sind in der Verpackung lediglich eine Pille bzw. zwei Pillen enthalten. Die im Beipackzettel angeführten Anwendungshinweise sowie die möglichen Nebenwirkungen sollten genau durchgelesen und unbedingt beachtet werden.

Wie wird die "Pille danach" eingenommen?

Grundsätzlich ist wichtig zu wissen, dass das Hormon Levonorgestrel innerhalb von 72 Stunden eingenommen werden muss. Bei Präparaten Levonorgestrel nimmt die Wirksamkeit mit zunehmenden Verstreichen der Stunden nach dem Geschlechtsverkehr ab. Wenn Levornogestrel innerhalb von 24 Stunden eingenommen wird, schützt es zu 95 Prozent vor einer ungewollten Schwangerschaft. Bei einer Einnahme zwischen 48 und 72 Stunden sinkt die Wirksamkeit jedoch auf 58 Prozent.

Die "Pille danach" mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat kann bis zu 120 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Zudem nimmt die Wirksamkeit von Präparaten, die auf Ulipristalacetat basieren, innerhalb dieses Einnahmezeitraums nicht ab.

Um eine Gefahr des Erbrechens der Tablette zu minimieren, sollte vor der Einnahme eine Kleinigkeit gegessen werden. Wird die "Pille danach" innerhalb von drei Stunden nach der Einnahme erbrochen, so muss eine neue Pille eingenommen werden, um sicher im Nachhinein zu verhüten.

Die "Pille danach" sollte außerdem nur in Notfällen und nicht als ständiges Verhütungsmittel eingesetzt werden, da die damit verabreichte hohe Hormondosis, wenn sie regelmäßig eingenommen wird, sich auf lange Sicht negativ auf die Gesundheit auswirken kann. Präparate mit dem Inhaltsstoff Levonorgestrel dürfen aus medizinischer Sicht im Notfall mehrmals pro Menstruationszyklus eingenommen werden. Bei Medikamenten mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat wird jedoch von einer mehrmaligen Einnahme pro Zyklus abgeraten.

Wie wirkt sich die Einnahme der "Pille danach" auf die Periode aus?

Nach der Einnahme findet die Monatsblutung zum erwarteten Termin in normaler Stärke statt. Wenn die Blutung jedoch innerhalb einer Woche nicht einsetzt, sollte ein Arzt konsultiert werden bzw. ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden.

Zwischen der Einnahme der "Pille danach" und dem Einsetzen der nächsten Monatsblutung sollte zudem unbedingt mit einem nicht hormonellen Verhütungsmittel, wie beispielsweise einem Kondom, verhütet werden, um eine Schwangerschaft auszuschließen.


Quellen:

  1. Notfallverhütung mit der Pille danach, Verein Lilli. URL: lilli.ch
  2. Die Pille danach: Was Sie wissen sollten Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Die "Pille danach" Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. URL: familienplanung.de
  4. Die Pille danach. DDr. Christian Fiala; Ambulatorium für Schwangerschaftsabbruch und Familienplanung. URL: gynmed.at

Veröffentlicht am: 08.08.2016

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