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Spirale danach

Die Kupferspirale eignet sich neben der regulären Empfängnisverhütung auch zur Notfallverhütung. Wird die Spirale innerhalb einer bestimmten Zeit nach dem ungeschütztem Geschlechtsverkehr, gerissenem Kondom, vergessener Antibabypille oder Ähnlichem eingesetzt, kann sie eine ungewollte Schwangerschaft verhindern. Die Spirale danach verfügt über Vor- sowie Nachteile und ist unter bestimmten Voraussetzungen, für nahezu jede Frau im gebärfähigen Alter geeignet.

Wie verhindert die Spirale danach eine ungewollte Schwangerschaft?

Die Kupferspirale sorgt mit den Kupferionen dafür, dass Spermien auf ihrem Weg in die Gebärmutter aufgehalten werden. Durch die Kupferionen verlieren sie an Geschwindigkeit und nehmen in ihrer Befruchtungsfähigkeit ab.

Spermien besitzen eine Lebensfähigkeit von durchschnittlich drei Tagen. Das bedeutet, je später die Spirale danach zum Einsatz kommt, desto höher ist die Chance, dass bereits Spermien zur Eizelle gelangt sind. In diesem Fall kommt es durch die Kupferionen zusätzlich zu einer Verhinderung der Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter.

Kupferspirale danach

Dabei schädigen die Kupferionen den Zervixschleim, der sich nach eine Befruchtung einer Eizelle verzähflüssigt, um diese in der Gebärmutter halten zu können. Durch die Spirale danach wird der Gebärmutterschleim instabiler und durchlässiger, so dass eine befruchte Eizelle nicht in der Gebärmutter gehalten werden und heranwachsen kann. Sie geht ab und eine Schwangerschaft kommt nicht zustande.

Aufgrund der Zeitspanne ab dem Eindringen von Spermien bis zur Einnistungsphase kann die Kupferspirale danach nur innerhalb von fünf Tagen auf den Schleim wirken. Die Hormonspirale hingegen kann durch das Absondern von Hormonen eine bereits erfolgte Befruchtung oder eine Einnistung nicht mehr aufhalten.

Wie effektiv ist die Spirale danach?

Die Spirale danach aus Kupfer besitzt einen Pearl-Index von 0.5. Das bedeutet, von 100 Frauen wurde innerhalb von zwei Jahren durchschnittlich eine Frauen trotz Anwendung der Spirale danach, schwanger. Zum Vergleich: der Pearl Index der "Pille danach" liegt bei 1. Hier wurde im Laufe eines Jahres eine Frau nach der Anwendung der Pille danach, schwanger. Dies zeigt auf, dass die Spirale danach über eine effektivere Wirksamkeit verfügt.

Der Pearl-Index-Wert variiert zwischen 0,3 und 0,8. Dies liegt daran, dass ein korrekter Sitz der Spirale danach oder eine längere Zeitspanne zwischen ungeschütztem Geschlechtsverkehr und der Spiraleinsetzung die Wirksamkeit einschränken. Grundsätzlich gilt, je zügiger die Spirale danach im Anschluss an ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder einer Verhütungspanne erfolgt, desto effektiver wirkt und sicherer schützt sie.

Für wen ist die Spirale danach geeignet?

Grundsätzlich ist die Kupferspirale für alle Frauen ab 16 Jahren geeignet, die nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder einer Verhütungspanne wie beispielsweise einem verrutschten Kondom, eine Schwangerschaft vermeiden wollen und über keine Kontraindikation verfügen. Als Kontraindikation sind medizinische Umstände zu verstehen, die eine Anwendung einer Spirale danach nicht erlauben und dementsprechend von einer Verwendung dieser Notfallverhütung abgesehen werden sollte.

Bei Jugendlichen unter 16 Jahren sehen Gynäkologen oftmals von der Anwendung einer Spirale danach ab, wenn der Körper sich noch stark im Wachstum befindet oder die Patientin sehr schmal gebaut ist sowie die Gebärmutter noch zu klein ist. Zudem benötigen sie die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten zur Verwendung einer Spirale.

Ebenfalls wird die Spirale danach meist nur dann empfohlen, wenn sie im Körper langfristig als Verhütungsschutz verbleiben soll. Die Spirale danach darf bei folgenden Kontraindikationen nicht angewendet werden:

  • Schwangerschaft
  • Kupferallergie
  • Ungeklärten Vaginalblutungen
  • Krebserkrankungen im Genitalbereich
  • Akute Entzündungen im inneren sowie äußeren Genitalbereich
  • Fehlbildungen der Gebärmutter
  • Uterus myomatosus (gutartiger Tumor an der Gebärmutterwandmuskulatur)
  • Zu kleiner Gebärmutter

Wie wird die Spirale danach eingelegt?

Das Einbringen in Scheide ist von einem Gynäkologen vornehmen zu lassen. Nur dieser ist in der Lage, die Spirale korrekt in die Gebärmutterhöhle einzusetzen. Dabei wird die Spirale mittels eines Einführungsstabs durch den Muttermund und den Gebärmutterhals geführt. In der Gebärmutterhöhle angekommen, wird die Spirale aus dem Einführungsstab herausgedrückt und entfaltet dort dann ihre gesamte Form.

Dieser Vorgang dauert in der Regel nur maximal fünf Minuten und erfordert Erfahrung und Geschick, über das Patienten in der Regel nicht verfügen.

Das Einsetzen der Spirale danach sollte in einem Zeitraum von maximal fünf Tagen nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr erfolgen oder wenn der Verdacht besteht, dass eine angewendete Verhütungsmethode nicht korrekt schützen konnte. Dazu zählen zum Beispiel gerissene Kondome oder eine eventuelle Wirkungsreduzierung der Anti-Babypille aufgrund der Einnahme von Antibiotika.

Die Spirale danach kann in der Gebärmutter belassen werden, um längerfristig einen Verhütungsschutz zu bieten. In der Regel verbleibt die Spirale dann zwischen drei und fünf Jahre im Körper. Es ist angeraten, in regelmäßigen Abständen den behandelnden Arzt mittels Ultraschall die richtige Spiralenlage überprüfen zu lassen. In manchen Fällen kann die Spirale verrutschen und so Schmerzen hervorrufen sowie in ihrer Wirksamkeit abnehmen.

Soll die Spirale danach nur als Notfallverhütung nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder einer Verhütungspanne Anwendung finden, so ist sie mindestens bis zur nächsten Menstruation in der Gebärmutter zu belassen. Die Entnahme der Spirale danach, erfolgt ebenfalls über den Gynäkologen. Die Preise für eine Spirale danach variieren stark und können zwischen 120 Euro bis 300 Euro kosten.

Was sind die Vorteile und Nachteile der Spirale danach?

Zu den Vorteilen einer Spirale danach zählen unter anderem:

  • Enthält keine Hormone
  • Kann bis zu fünf Tagen nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden
  • Keine Nebenwirkungen wie beispielsweise Übelkeit oder Gewichtszunahme
  • Keine bekannten Wechselwirkungen bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten
  • Hohe Wirksamkeit
  • Kann im Körper verbleiben und längerfristig für einen Verhütungsschutz sorgen
  • Nimmt keinen Einfluss auf den normalen Zyklus

Negative Aspekte einer Spirale danach, sind wie folgt:

  • Eventuell ein schmerzhaftes Einsetzen außerhalb der Menstruationszeit
  • Unbemerktes Verrutschen und damit Auflösung des Verhütungsschutzes möglich
  • Erhöhtes Risiko einer Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft
  • Zur Anwendung ist ein Arztbesuch notwendig
  • Regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt
  • Ist nur auf Rezept erhältlich

Welche Nebenwirkungen kann die Spirale danach auslösen?

Grundsätzlich kann jedes Verhütungsmittel zu unerwünschten Nebenwirkungen führen. Dies ist von zahlreichen Faktoren abhängig, welche zudem den Schweregrad von Nebenwirkungen beeinflussen. Nebenwirkungen können auftreten, wenngleich nicht jede Frau davon betroffen sein muss.

Als mögliche Nebenwirkungen nach dem Einsetzen einer Spirale danach, sind zum Beispiel bekannt:

  • Abstoßung des Körpers der Spirale danach
  • Entzündungen innerer Genitalien
  • langanhaltende und immer wiederkehrende Zwischenblutungen
  • Infektionen im Genitalbereich nach unsteriler Handhabung der Spirale
  • Verstärkte Menstruationsblutungen

Quellen:

  1. Notfallverhütung mit der Spirale danach. Verein Lilli. URL: lilli.ch
  2. Spirale danach. pro familia Deutsche Gesellschaft für Familienplanung, Sexualpädagogik und Sexualberatung e.V. Bundesverband. URL: profamilia.de
  3. Notfallverhütung: Pille danach Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  4. Interventions for emergency contraception. Cheng L. et al (2012). URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 27.04.2017

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