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Impotenz durch Medikamenteneinnahme

Erektionsstörungen (erektile Dysfunktion) können unterschiedliche Ursachen haben. Heute ist jedoch bekannt, dass viele Medikamente Impotenz hervorrufen. Dabei handelt es sich zumeist um Herz-Kreislauf-Medikamente, Cholesterinspiegel senkende Mittel und Psychopharmaka. Zudem können Schmerzmittel und Präparate gegen Haarausfall eine erektile Dysfunktion auslösen. In jedem Fall spielt die Menge der eingenommenen Pillen bei Erektionsstörungen eine Rolle.

Jeder fünfte Mann leidet unter Erektionsschwäche

Laut Experten leiden in Deutschland etwa viereinhalb Millionen Männer an einer erektilen Dysfunktion. Als mögliche Ursachen kommen Übergewicht, Diabetes mellitus, Arteriosklerose und das Rauchen in Frage.

Bekannt ist mittlerweile, dass das Schlucken von Pillen zu Erektionsstörungen führen kann. Denn zahlreiche Medikamente beschreiben mögliche erektile Dysfunktion auf dem Beipackzettel unter der Rubrik "Nebenwirkungen".

Besonders durch Mittel, die gegen erhöhten Blutdruck angewendet werden, wird das Erektionsvermögen negativ beeinflussen. Antidepressiva sowie Medikamente, die in den männlichen Hormonhaushalt eingreifen, können ebenfalls impotent machen.

Wirkstoff Gruppe: Wirkstoff Anwendung Nebenwirkung
Amilorid Hydrochlorothiazid Entwässerung (Diuretika) Impotenz und Potenzstörungen
ACE-Hemmer Ramipril, Captopril, Enalapril, Fosinopril, Lisinopril Bluthochdrucksenker gelegentliche erektile Dysfunktionen
Beta-Blocker Atenolol, Bisoprolol, Carvedilol, Nebivolol, Pindolol, Propranolol, Metoprolol Bluthochdrucksenker Libidoverlust, erektile Dysfunktion, Testosteronannahme
Calcium-Antagonisten Amlodipin, Verapamil, Diltiazem Bluthochdrucksenker Impotenz
Selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) Amitriptylin, Amitriptylinoxid, Clomipramin, Desipramin, Doxepin, Imipramin, Nortriptylin Depressionen Impotenz, Potenzstörungen, fehlende Ejakulation
Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI) Venlafaxin, Duloxetin Depressionen Impotenz, Libidoverlust, Potenzstörungen, fehlende Ejakulation
Salicylate Diclofenac, Acemetacin, Indometacin, Acetylsalicylsäure Entzündungshemmer Erektionsstörungen
CSE-Hemmer Simvastatin, Fluvastatin, Cerivastatin, Atorvastatin, Pravastatin, Rosuvastatin Cholesterinsenker Erektionsstörungen
Fibrate Bezafibrat, Fenofibrat, Gemfibrozil Cholesterinsenker Impotenz, Potenzstörungen
Dibenzazepine Carbamazepin Epelepsie Impotenz, Libidoverlust
Antikonvulsiva Gabapentin Epelepsie Impotenz, Libidoverlust
Antiepileptika Pregabalin Epelepsie Impotenz, Libidoverlust oder minderung des Libido, Potenzstörungen, fehlende Ejakulation
Benzodiazepine Lorazepam Epelepsie, Parkinsons Impotenz
Antiarrhythmika Ajmalin, Amiodaron, Chinidin, Detajmium, Dronedaron, Flecainid Herzrhythmusstörungen Impotenz in seltenen Fällen
Fenfluramin Orlistat Apetitzügler Impotenz
Stimulantia Mazindol Adipositas Impotenz
Neuroleptika Phenothiazine Psychosen Impotenz
H2-Antihistaminikum Cimetidin Magen-Darm Erkankungen Impotenz
Salicylate Acemetacin, Acetylsalicylsäure, Diclofenac, Indometacin Antirheumatika Erektionsstörungen
Nicht-steroidale Entzündungshemmer (NSAID) Ibuprofen, Diclofenac, Naproxen Schmerzen Erektionsstörungen
Muskelrelaxantien Cyclobenzaprine, Orphenadrine Muskelspasmen Erektionsstörungen

Herz-Kreislauf-Mittel können Impotenz begünstigen

Wer unter Impotenz leidet und vom Arzt Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks verschrieben bekommt, findet wahrscheinlich die Ursache der Erektionsstörung darin. Denn Beta-Rezeptoren-Blocker sowie ACE-Hemmer führen zu Gefäßerweiterungen in den Schwellkörpern im Penis, sodass sich diese in der Folge nicht mehr ausreichend füllen können.

Diuretika, die eine harntreibende Wirkung haben, können ebenfalls Impotenz hervorrufen. Dazu kommen Medikamente, die bei Herzschwäche die Herzleistung steigern, wie Digoxin, sowie Präparate zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen, wie Antiarrhythmika, die eine erektilen Dysfunktion begünstigen.

Oft sind jedoch nicht die Medikamente alleine an der Impotenz Schuld. Wer an Bluthochdruck leidet, Medikamente dagegen nimmt, übergewichtig ist, und zusätzlich raucht, begünstigt Erektionsstörungen durch den ungesunden Lebensstil. Abhilfe kann hier durch ausreichend Bewegung und einer Diät geschaffen werden, sodass durch die gesunde Lebensweise in der Folge auf Blutdruckmittel verzichtet werden kann.

Cholesterinspiegelsenkender als Auslöser von Potenzstörungen

Eine Gruppe von Wirkstoffen, die zur Senkung des Cholesterinspiegels verschrieben werden, können ebenfalls Impotenz hervorrufen. Bei dieser Gruppe handelt es sich um Statine, die nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern den Testosteronspiegel senken.

Dadurch wird die Erektionsfähigkeit gestört und eine erektilen Dysfunktion hervorgerufen. Wer Cholesterinspiegelsenker nimmt und an einer verminderten Libido leidet, sollte mit dem Arzt Rücksprache halten, um das Problem zu lösen.

Antidepressiva als häufige Ursache von Impotenz

Neben blutdrucksenkenden Mitteln sind Arzneien gegen psychische Erkrankungen einer der häufigsten Ursachen für Impotenz. Dazu gehören Lithium, trizyklische Antidepressiva und MAO-Hemmer für eine stimmungsaufhellende Wirkung sowie selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer.

Warum dies der Fall ist, ist der Wissenschaft jedoch nicht bekannt. Vermutet wird jedoch, das Psychopharmaka die Konzentration von Botenstoffen im Gehirn, die für eine ausreichende Erektion wichtig sind, durcheinanderbringen können.

Auch bei der Einnahme von Antidepressiva, wie durch SSRIs, tritt häufig Impotenz als Nebenwirkung auf. Neuroleptika, zur Minderung von psychischen Spannungen, Beruhigungsmittel, wie Benzodiazepine und Appetitzügler, wie Fenfluramin und Mazindol können ebenfalls eine Ursache für Erektionsstörungen sein. Wichtig ist, das Psychopharmaka nicht eigenmächtig, sondern immer nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt abgesetzt werden.

Vorsicht bei Schmerzmittel

Schon die gängigsten Schmerzmittel, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind, können eine Erektionsschwäche begünstigen und Impotenz hervorrufen. Studien zufolge, klagen ein Drittel aller Männer, die regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, über Erektionsprobleme. Unter einer regelmäßigen Einnahme wird dabei, über einen Zeitraum von hundert Tagen, dreimal täglich an fünf Tagen die Woche verstanden.

Häufig handelt es sich bei diesen Schmerzmitteln um sogenannte nicht steroidale Antirheumatik (NSAR). Dazu zählen zudem Schmerzmittel wie Naproxen, Ibuprofen, Diclofenac, Piroxicam und Acetylsalicylsäure, ein Wirkstoff, der beispielsweise in Aspirin enthalten ist.

Vermutete Erektionsprobleme durch die Einnahme von Schmerzmittel sollten immer mit einem Arzt abgeklärt werden. Gegebenenfalls kann der behandelnde Arzt Medikamente verschreiben, die keine erektionsstörende Nebenwirkungen haben.

Mittel gegen Haarausfall als Ursache für Erektionsstörungen

Impotenz kann zudem durch die Einnahme von Haarwuchsmitteln verursacht werden. Dazu zählt beispielsweise Finasterid, das unter dem Handelsnamen Propecia gegen vorzeitige Glatzenbildung angewendet wird.

In diesem Mittel sind Substanzen enthalten, die das Enzym 5-alpha-Reduktase Typ 2 in der Prostata hemmen. Gleichzeitig wird die Konzentration des Sexualhormons Dihydrotestosteron gesenkt.

Wer dieses Mittel gegen Haarausfall verwenden möchte, sollte vor Behandlungsbeginn einen Arzt zu Rate ziehen, um einen Libidoverlust oder eine verzögerte Ejakulation zu vermeiden.

Weitere Arzneimittel, die Impotenz auslösen können

Wer unter Erektionsstörungen leidet, sollte auf dem Beipackzettel der eingenommenen Medikamente unbedingt im Bereich der Nebenwirkungen nachlesen, ob dieses Mittel zu Impotenz führen kann. Denn diese Nebenwirkungen können bei Magen-Darm-Präparaten, durch die Einnahme von Hormonen und Antihormonen, bei Pillen zur Alkoholentwöhnung sowie bei Medikamenten gegen Parkinson auftreten.

Zudem enthalten Antirheumatika, muskelentspannende Medikamente sowie krampflösende Mittel Wirkstoffe, die erektionsstörende Nebenwirkungen hervorrufen können. Die Menge an unterschiedlichen Mitteln spielt bei Erektionsproblemen ebenfalls eine Rolle.

Eine erektile Dysfunktion wird in erster Linie durch einen ungesunden Lebensstil begünstigt. Denn Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen und zu viel Alkohol nehmen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und damit auf die Erektionsfähigkeit des Mannes.

Neben den genannten Arzneimitteln, die Impotenz begünstigen, erhöht die eine Einnahme von mehreren Medikamenten das Risiko einer gestörten Erektion. Studien ergaben, dass bei einer Gruppe von Männern, die nur zwei oder weniger Medikamente regelmäßig einnehmen, davon nur jeder sechste an Potenzproblemen leidet.

Werden mehr als zehn Medikamente eingenommen, ist jeder Dritte von einer erektile Dysfunktion betroffen. Das bedeutet, umso mehr Arzneimittel zur Anwendung kommen, desto höher ist das Risiko, an Impotenz zu leiden.

Was tun bei Erektionsproblemen aufgrund von Medikamenten?

Ein Mann, der an Erektionsstörungen oder an Impotenz leidet, sollte generell einen Arzt zu Rate ziehen. Denn Erektionsstörungen können ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein, wie beispielsweise Gefäßerkrankungen, die einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen können.

Wichtig beim Gespräch ist zudem, sämtliche Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden oder kürzlich eingenommen wurden, dem behandelnden Arzt zu nennen. Der Mediziner kann die Medikation, die für eine bestehende Erkrankung verschrieben wurde, eventuell dahingehend abändern, dass Erektionsprobleme minimiert werden.

Eine erektile Dysfunktion kann im übrigen medikamentös behandelt werden. Es gibt aber noch andere Wege, um etwas gegen Impotenz zu tun. Denn eine ausgewogene Ernährung, Sport, eine Gewichtsreduktion sowie ein Rauchstopp wird die Erektionsfähigkeit verbessern. Falls ein Testosteronmangel der Grund für eine erektile Dysfunktion ist, kann der Arzt eine Hormonersatz-Therapie anordnen.

In jedem Fall sollten Erektionsprobleme ernst genommen und ein Arzt konsultiert werden. Denn mit einer Ursachenbehebung und einer Behandlung von Erektionsstörungen wird sich die Qualität des Liebeslebens und die Gesundheit gleichermaßen verbessern.


Quellen:

  1. Medikamentenliste: Medikamente, die Sexualstörungen verursachen können, Selbsthilfegruppe Erektile Dysfunktion. URL: impotenz-selbsthilfe.de
  2. Erektile Dysfunktion Berufsverband Deutscher Internisten e.V. URL: internisten-im-netz.de
  3. Impotent durch Medikamente? ISG - Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit e.V. URL: isg-info.de
  4. Antipsychotic-Induced Sexual Dysfunction and Its Management. Yeon Won Park et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 04.08.2016

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