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Impotenz durch Fahrradfahren - Schaden für die Potenz

Viele haben sicher schon einmal davon gehört – Fahrradfahren macht impotent. Diese Behauptung wird häufig mit einem Lächeln abgetan. Doch es steckt tatsächlich ein medizinischer Befund dahinter.

Wie verursacht Fahrradfahren Impotenz?

Beim Fahrradfahren kommt die Leisten- und Genitalgegend in Kontakt mit dem Sattel, wobei Druck entsteht. Da es sich beim Sattel um eine kleine Fläche handelt, auf die das Körpergewicht einwirkt, ist der Druck besonders hoch. Ärzte sprechen davon, dass etwa 25 bis 40 Prozent des Körpergewichts auf die Blutbahnen und Nerven des Perineums einwirken. Das Perinuem ist jedoch nicht dafür gemacht großen Druck auszuhalten.

Entsprechend sinkt der Sauerstoffspiegel der Blutgefäße bereits nach nur wenigen Minuten um 80 Prozent. Die Beeinträchtigung der Blutgefäße und Nerven kann wiederum genitale Probleme verursachen. So entstehen etwa bei 94% der Radfahrer Taubheitsgefühle der Genitalien (auch Frauen können hiervon betroffen sein). Im ernsten Fall kann es zu schnell abklingenden Erektionen und letztendlich Impotenz (erektile Dysfunktion) kommen.

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Allerdings handelt es sich hierbei meist um eine reversible erektile Dysfunktion, die Erektionsstörung klingt also nach einiger Zeit wieder ab. Bis sich die Lendengegend erholt hat und die Potenz wieder auf normalem Niveau ist, vergehen in der Regel ein bis zwei Wochen, in schweren Fällen kann der Zustand jedoch auch bis zu acht Monaten anhalten.

Doch nicht nur die Leistengegend ist hohem Druck beim Radfahren ausgesetzt. Auch auf Füßen und Händen lastet durch die kleine Fläche der Pedale und des Lenkers ein großer Prozentsatz des Körpergewichts.

Studienbelege


Diese Befunde können durch Untersuchungen in verschiedenen Studien belegt werden. Eine amerikanische Studie des NCBI führte Tests mit einem Regiscan an einer Fahrrad-Polizeimannschaft durch. Mit dem Regiscan wurde die Anzahl der nächtlichen Erektionen bei Radlern und Nicht-Radlern gemessen. Es zeigte sich, dass die Anzahl der im Schlaf erlebten Erektionen bei Rad fahrenden Polizisten um etwa 15 Prozent niedriger war. Dieser Befund wird mit der auf dem Fahrrad verbrachten Zeit und dem Satteldruck noch verstärk.

Eine norwegische Studie ("Impotence and nerve entrapment in long distance amateur cyclists") derselben Fachzeitschrift führte wiederum eine Befragung unter Radfahrern einer Radrennens durch. Nach dem Rennen sprachen viele Teilnehmer von Taubheit in den Genitalien, die bis zu einer Woche anhielt, und Impotenz, die teilweise bis zu einem Monat anhielt.

Zudem sprechen Experten davon, dass etwa 16 Prozent der männlichen Radfahrer im Alter von 18 bis 59 Jahren unter erektiler Dysfunktion leiden. Bei Männern, deren Beruf das Fahrradfahren verlangt, liegt der Prozentsatz sogar bei 28. Allein drei Stunden Radfahren können das Impotenzrisiko um 60 Prozent erhöhen gegenüber Nicht-Radlern.

Die Anatomie des Penis

Für die meisten Männer besteht der Genitalbereich lediglich aus dem Penis und den Hoden, wodurch sie nur auf die äußeren Geschlechtsorgane achten. Tatsächlich befinden sich jedoch 50 Prozent des Penis bzw. der Genitalien im Körper. Man unterscheidet zwischen äußerem und innerem Penis.

Der innere Penis umfasst vor allem die Blutgefäße und Nervenbahnen des sogenannten Perineums. Das Perineum ist der Bereich zwischen den äußeren Geschlechtsorganen, also vom Hodensack, und dem After. Während des Sitzens auf einem Fahrradsattel leidet also nicht nur der äußere Penis, sondern vor allem das Perineum unter dem Druck des Körpergewichts.

Anatomie des Penis

Die richtige Sattelform zur Impotenz-Vorbeugung

Der meiste Druck entsteht durch die sogenannte Nase des Sattels, der schlanke vordere Teil des Sattels. Verschiedene Studien zeigen, dass die Sattelform einen entscheidenden Einfluss auf eine durch Radfahren entstehende Impotenz hat und daher die Sattelnase entfernt werden sollte.

Eine amerikanische Studie der NCBI untersuchte eine Gruppe Radfahrender Polizisten während des Fahrens mit einem normalen Sattel und sechs Monate nach dem Fahren mit einem nasenlosen Sattel. Es wurden Druck- und Empfindlichkeitswerte vor und nach dem Fahren des nasenlosen Sattels erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass sich ein Sattel ohne Nase positive auf den Genitalbereich auswirkt. Der Druck auf Lendengegend nimmt um 66 Prozent ab und die Empfindlichkeit des Penis nimmt wieder zu.

Eine Studie der European Urology hat wiederum die Auswirkung verschiedener Sattelformen auf den Sauerstoffpegel in den Blutgefäßen des Penis untersucht. Demnach ist die Sattelbreite für eine gute Sauerstoffzufuhr der Venen entscheidend. Diese soll der Beckenbreite entsprechen um die Blutgefäße zu entlasten.

Eine Studie der Impotence Research kann das ebenfalls belegen. Sie zeigt, dass ein schmaler Sattel den Blutfluss im Penis beim Radfahren weitaus mehr beeinträchtigt. Entsprechend kann ein Nasensattel den Blutfluss um 50 Prozent senken, indem er Druck auf den inneren Penis sowie die Nerven und Blutgefäße ausübt. Ein geteilter Sattel schont bereits den inneren Penis, lässt aber weiterhin Druck auf Nerven und Venen entstehen. Ein nasenloser Sattel kann hingegen beide Genitalbereiche entlasten.

Für gewöhnlich hilft ein Fahrradgeschäft vor dem Kauf den geeigneten Sattel zu finden. Hierfür können vor Ort Messungen vorgenommen werden.

Tipps um als Radfahrer Potenzstörungen zu vermeiden

Neben der Sattelform sind noch weitere Faktoren zu beachten, um den Genitalbereich des Mannes zu schützen und so Impotenz vorzubeugen. So zeigen Wärmeaufnahmen, dass sich beim Vorlehnen auf dem Rad, noch mehr Druck auf das Perineum und den Penis ausgeübt wird. Daher sollte Vorlehnen vermieden werden. Auch die Gestellgröße das Rads sollte genau ausgewählt werden. Ideal sit es, wenn die Ellbogen beim Fahren immer leicht eingeknickt sind, so werden auch die Gelenke geschont.

Der Sattel sollte auf der richtigen Höhe und Position eingestellt werden. Ein zu hoher Sattel kann zu Beckenschäden führen. Regelmäßige Pausen sind wichtig, um die Blutzufuhr im Penis anzukurbeln und den Druck zu nehmen. Mindestens sollte immer dann eine Pause erfolgen, wenn sich Taubheitsgefühl einstellt.

Zudem sollte alle 10 Minuten für kurze Zeit stehend auf dem Rad gefahren werden, auch so kann wieder etwas Blut in den Genitalbereich zurückfließen. Grundausstattung ist außerdem eine spezielle Radlerhose, die im Genitalbereich eine Polsterung aufweist und diesen so schont.


Impotenz durch Fahrradfahren

Letzte Aktualisierung: 02.11.2015

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