Live Chat +44 20 3322 1430
Das Patientenservice Team ist jetzt erreichbar: Mo-Fr 09:00-19:00
  • 100% DiskretionVertrauliche Beratung & neutrale Verpackung
  • Original Markenmedikamentevon unserer in der EU registrierten Apotheke
  • Keine versteckten GebührenAlle Preise enthalten Lieferung
  • Expressversand24 Stunden Versand

Sexualhormone der Frau

Sexualhormone spielen eine wichtige Rolle im Körper einer Frau. Die Hormone werden in den Keimdrüsen gebildet und sind maßgeblich an der Entwicklung der Geschlechtsorgane, Sexualfunktion und Fortpflanzung beteiligt. Die wichtigsten weiblichen Geschlechtshormone sind Östrogene und Gestagene. Das Wissen um den Einfluss und der Wirkung der Hormone ist vor allem bei einer Hormonersatztherapie unerlässlich.

Das Grundgerüst des weiblichen Körpers

Die Eierstöcke gelten als Wiege der weiblichen Geschlechtshormone. Dennoch wird häufig außer Acht gelassen, dass die Steuerung des Hormonhaushaltes der Frau, inklusive des Zyklus in den Händen unterschiedlicher Prozesse direkt im Gehirn obliegt.

Von da aus sendet das weibliche Gehirn die sogenannten Hormonvorstufen an die zuständigen Regulierungsorte, um Hormone wie Östrogene oder Ähnliche zu produzieren. Zu diesen hormonalen Vorstufen gehören das luteinisierende Hormon (LH) als auch das Follikel-stimulierende Hormon (FSH).

female-sex-hormones

Diese wiederum werden vom sogenannten Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) hergestellt. Damit stellt das zuletzt genannte Hormon den eigentlichen Ursprung wesentlicher von Hormonen gesteuerter Vorgänge im weiblichen Körper dar.

Die Wirkung von weiblichen Geschlechtshormonen

Die verschiedenen Sexualhormone einer Frau leisten einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit und der körperlichen Aktivität. Zudem spielen sie eine wichtige Rolle in puncto Fruchtbarkeit.

Beispielsweise fördern Östrogene das Wachstum der typisch weiblichen Sexualorgane. Zudem sind sie verantwortlich für die Entwicklung der Brust und sekundärer Geschlechtsmerkmale ab der Pubertät.

Hierzu zählt auch der hormonelle Einfluss auf die subkutanen weiblichen Fettdepots, welche Ursache für die Ausbildung der typischen weiblichen Körperkonturen sind. Nicht zuletzt ermöglichen weibliche Hormone auch das Haarwachstum, einen verbesserten Fettstoffwechsel beziehungsweise das gesunde Aussehen der Haut.

Weibliche Sexualhormone im Überblick

Folgende weiblichen Hormone (Östrogene, Gelbkörperhormon, Testosteron, androgenes GnRH, Follikel-stimulierendes und Luteinisierendes Hormon) spielen eine einzigartige Rolle im Leben einer Frau.

Hormon Ort der Produktion Wirkung
Östrogene Follikel
  • Wachstum der Geschlechtsorgane,
  • Ausbildung sekundärer Geschlechtsmerkmale
  • baut Gebärmutterschleimhaut auf
Gestagene Follikel nach dem Eisprung (Gelbkörper)
  • hemmen den Eisprung
  • fördern Hormonausschüttung
  • Drüsenbildung der Brüste
Testosteron Eierstöcke/ Nebennierenrinde
  • Körperbehaarung
  • Einfluss auf die Libido
  • allgemeines Wachstum
GnRH Hypothalamus
  • Stimulation der Hypophyse
  • Bildung von LH und FSH
FSH Hypophyse
  • Stimuliert Follikelwachstum
  • Fördert Östrogenproduktion
LH Hypophyse
  • Steuerhormon des weiblichen Zyklus
  • Löst Eisprung aus
  • Stimuliert Gelbkörper

Östrogene

Der weibliche Körper bildet drei verschiedene, auf natürliche Weise gebildete Östrogene aus. Hierzu gehören das Östron, Östriol als auch Östradiol. Hauptsächlich erfolgt die Bildung dieser im Follikelepithelien. Letztere ermöglichen die Versorgung der Eizelle mit nährreichen Stoffen, welche das Wachstum fördern.

Anderweitige Entstehungsorte von Östrogenen spielen eine untergeordnete Rolle und kommen nur dann infrage, wenn die Frau erkrankt sein sollte. Aufgrund der Zugehörigkeit der Östrogene zur Hormongruppe der Steroide besitzen sie eine leichte, steroide Wirkung. 1929 wurde Östron erstmalig in kristalliner Ausprägung isoliert.

Östrogene werden aus den Vorstufensubstanzen (Androgene wie Androstandion oder Testosteron) gebildet. Damit gehören sie der Gruppe männlicher Hormone an. Die schlussendliche Umwandlung dieser Ausgangshormone in Östrogene findet direkt in den Follikeleepithelien statt.

Die Synthetisierung findet in der Nebennierenrinde statt. Der weibliche Organismus einer Frau im gebärfähigen Alter weist eine Östrogensekretion von 25 bis 100 Mikrogramm auf. Bei Beginn des Klimakteriums (Wechseljahre) sinkt dieses auf fünf bis 10 Mikrogramm täglich.

Die Hauptaufgabe von Östrogenen besteht darin, das Wachstum der weiblichen Geschlechtsorgane zu fördern. Zudem stimulieren sie die Ausbildung sekundärer Geschlechtsmerkmale. Während des monatlichen Zyklus bauen Östrogene die Gebärmutterschleimhaut auf und ermöglichen damit die Einnistung einer befruchteten Eizelle. Eine weitere wichtige Aufgabe besteht darin, das Längenwachstum nach Abschluss der Pubertät zu beenden.

In Bezug auf das weibliche Sexualleben spielen Östrogene jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Dennoch beeinflussen Östrogene das psychische Wohlbefinden einer Frau umso mehr.

Gelbkörperhormon (Gestagene)

Verschiedenartige gestagene Wirkungen im weiblichen Körper lass sich vorrangig durch Progesteron begründen. Diese ist aus chemischer Sicht mit den unterschiedlichen Nebennierenrindenhormonen verwandt.

Die Bildung des Gelbkörperhormons erfolgt vorrangig im Corpus-luteum der Eizelle. Gestagene werden zudem in der Plazenta oder den Nebennierenrinden gebildet. Als Zwischenprodukt spielen Gestagene eine übergeordnete Rolle bei der Synthese von Östrogenen und Androgenen.

Gestagene hemmen den Eisprung, fördern die Ausschüttung von Hormonen durch die Hypophyse beziehungsweise die Drüsenbildung der weiblichen Brüste. Zudem erhöhen Gelbkörperhormone die Ventilation. Frauen bemerken diese durch häufiges Ein- als auch Ausatmen.

Darüber hinaus besitzen Gestagene eine katabole Wirkung. Diese ermöglicht es dem Körper, angemessen auf eine physische Belastung zu reagieren. Aufgrund der Tatsache, dass natürliche Gestagene eine sehr geringe biologische Halbwertzeit von durchschnittlich 20 Minuten haben, wurden die chemischen Adäquate in ihrer Struktur leicht angepasst.

Testosteron

Das Sexualhormon Testosteron gehört zur Gruppe der Androgene. Es kommt bei Frauen und Männern in jeweils unterschiedlichen Ausprägungen sowie Wirkungsweisen vor. Im weiblichen Körper wird Testosteron in der Nebennierenrinde als auch den Eierstöcken gebildet.

Im weiblichen Organismus übernimmt Testosteron verschiedene wichtige Körperfunktionen. Hierzu zählt das allgemeine Wachstum, die Körperbehaarung, aber auch der Einfluss auf das Libido (sexuelles Lustgefühl).

Zusammenfassend ist das Androgen Testosteron dafür verantwortlich, die Erhaltung als auch Entwicklung männlicher Geschlechtsmerkmale sekundärer Natur zu kontrollieren und zu stimulieren.

androgene GnRH

Das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) wird vom Hypothalamus alle 60 bis 120 Minuten rhythmisch (pulsativ) abgegeben. Der Hypothalamus ist ein Teil des Zwischenhirns, das als Regulationszentrum fungiert und unter anderem die Körpertemperatur, das Sexualverhalten, den Kreislauf sowie die Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme steuert.

endocrine-glands-in-the-female-body

GnRH ist für die Ausbildung vom luteinisierenden Hormon (LH) und Follikel-stimulierenden Hormon (FSH) verantwortlich. Es gilt als hormonelle Vorstufe dieser. Dank GnRH werden eben genannte Geschlechtshormone von den Vorderlappen der Hirnanhangdrüse freigegeben.

Aufgrund dessen zählt das GnRH zu den "releasing" (stimulierenden) Hormonen des Hypothalamus. Im klinischen Bereich wird die Existenz dieses Hormons nie unmittelbar bestimmt, da es nicht von klinischer Wichtigkeit ist und viel mehr durch seine stimulierende Wirkung beeinflusst.

Follikel-stimulierendes Hormon

Das Follikel-stimulierende Hormon (FSH) wird direkt in den Vorderlappen der Hirnanhangsdrüse (Hypophysenvorderlappen) synthetisiert.

FSH beeinflusst maßgeblich die Fruchtbarkeit des Menschen. Im weiblichen Körper ermöglicht es die Reifung von Eizellen in den Eierstöcken. Bei Männern wird die Spermienbildung stimuliert. Die Steuerung des monatlichen Zyklus wird durch FSH wesentlich beeinflusst. So fördert dieses Hormon die Östrogenproduktion in den Eierstöcken der Frau.

Luteinisierendes Hormon

Das luteinisierende Hormon (LH) ist im weiblichen als auch männlichen Körper anzutreffen. LH wird direkt im Hypophysenvorderlappen gebildet.

Bei Frauen ist dieses Hormon für die nachhaltige Steuerung der Funktion der Eierstöcke verantwortlich. Damit kooperiert LH mit anderen weiblichen Sexualhormonen. Gemeinsam zählen sie zu den Steuerhormonen des weiblichen Zyklus.

Eine der wichtigsten Aufgaben besteht darin, den Eisprung in den Eierstöcken auszulösen. Daraufhin fördert LH maßgeblich die Herstellung des Gelbkörperhormons als auch die Bildung von Östrogenen.


Quellen:

  1. Weibliche Sexualhormone. dgti e.V. URL: dgti.org
  2. Progesteron: Zyklus- und Schwangerschaftshormon Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Hormone der Frau Dr. Gumpert GmbH. URL: dr-gumpert.de
  4. Wachstum, Geschlecht und Fortpflanzung als ganzheitliches erbmäßig-hormonales Problem Springer Verlag GmbH. URL: books.google.de

Veröffentlicht am: 03.05.2016

Arzneimittel auswählen
Medizinischen Fragebogen ausfüllen
Der Arzt stellt Ihr Rezept aus
Apotheke versendet Ihr Medikament