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Rosuvastatin gegen einen hohen Cholesterinspiegel

Rosuvastatin gehört der Wirkstoffgruppe der Statine an. Er dient der Senkung von zu hohem Cholesterin und eignet zur Therapie von Fettstoffwechselstörungen. Erstmalig kam der Wirkstoff unter dem Handelsnamen Crestor auf den Markt. Nach Ablauf des Patents standen neben dem britischen Original weitere Generika zur Verfügung.

Wann wird Rosuvastatin angewendet?

Verschreibungspflichtige Präparate mit Rosuvastatin eignen sich zur Behandlung von Kindern ab sechs Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen. Die Anwendung von Rosuvastatin kommt dann infrage, wenn der Cholesterinspiegel mithilfe einer gezielten Ernährungsumstellung inklusive intensiver Bewegungseinheiten nicht gesenkt werden konnte.

Die Anwendungsmöglichkeiten dieses Statins beziehen sich jedoch ausschließlich auf einen Cholesterinüberschuss ohne sichtbare, physische Ursachen:

  • primäre Hypercholesterinämie (Typ IIa)
  • inklusiver der mütterlich oder väterlich ererbten Formen

Zudem ist dieser innovative Wirkstoff auch indiziert bei einem Überschuss an unterschiedlichen Blutfetten, wie:

  • gemischte Dyslipidämie (Typ IIb)

Grundsätzlich gilt jedoch während der Anwendung von Rosuvastatin, dass die vollwertige Diät als auch ausreichend Bewegung die medikamentöse Therapie günstig beeinflusst. Dies gilt vor allem dann, wenn dies aufgrund des allgemeinen Gesundheitszustandes möglich ist. Aufgrund zahlreicher Forschungsberichte ist die Anwendung von Rosuvastatin auch bei Hochrisikopatienten möglich.

Parallel zur Anwendung dieses Statins kann zudem eine regelmäßige Blutwäsche (VLDL-Apherese) oder andere notwendige Maßnahmen durchgeführt werden.

Wie wirkt Rosuvastatin?

Der Körper stellt selbst Cholesterin her. Je nach Bedarf erfolgt eine Regulation dieser Produktion. Der reibungslose Ablauf wird durch die Enzym HMG-CoA-Reduktase beeinflusst.

Strukturformel von Rosuvastatin

Statine dienen der Hemmung von HMG-CoA-Reduktase. Entsprechend wird durch Rosuvastatin die Cholesterinbiosynthese blockiert und der Körper produziert geringere Mengen Cholesterin.

Gleichzeitig erfolgt eine verstärkte Aufnahme von LDL-Cholesterin in verantwortliche Körperzellen. Dadurch sinkt der Cholesterinwert im Blut um bis zu 40 Prozent. Patienten profitieren in diesem Zusammenhang von einem Anstieg des positiven HDL-Cholesterins.

Als erwünschter Nebeneffekt wird durch den niedrigen LDL-Cholesterinspiegel die Fettablagerung (Atherosklerose) in verschiedenen Gefäßen verhindert. Diese Wirkung von Rosuvastatin beugt Gefäßverschlüssen (Schlaganfall oder Herzinfarkt) vor. Studien belegen einen sehr guten Wirkungsgrad dieses Statins.

Nebenwirkungen von Rosuvastatin

Ähnlich wie bei der Einnahme anderer Medikamente, kann die Anwendung von Statinen mit unerwünschten Nebenwirkungen verbunden sein.

Bei folgenden Begleiteffekten ist die Einnahme von Rosuvastatin umgehend einzustellen und der betreuende Arzt zu konsultieren:

  • akuter Juckreiz auf der Haut, inklusive Blasenbildung
  • Schwellungen von Lippen, Lippen, Zunge und/oder Rachenraum, welche Schluckbeschwerden verursachen
  • Atembeschwerden mit beziehungsweise ohne Schwellungen der eben benannten Bereiche
  • ungeklärte Ursache von Muskelkater beziehungsweise von anderen muskulären Schmerzen (bei Kindern trat dies bis dato häufiger auf, als bei Erwachsenen, im Extremfall sind dadurch lebensbedrohliche Muskelschädigungen möglich)
Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen Seltene Nebenwirkungen
Bauchschmerzen Juckreiz Überempfindlichkeitsreaktionen
Übelkeit Hautausschlag Muskelschmerzen
Verstopfung Anstieg der Proteinmenge im Urin Bauchspeicheldrüsenentzündung
Muskelschmerzen erhöhte Blutwerte von Leberenzymen
Kopfschmerzen muskulären Erkrankungen
Schwindel Gelenkschmerzen

In nicht bekannter Häufigkeit kann die Einnahme von Rosuvastatin mit folgenden Nebenwirkungen verbunden sein:

  • anhaltende Muskelschwäche
  • Atemprobleme inklusive persistierender Husten oder Fieber und/oder Kurzatmigkeit
  • Depressionen
  • Diarrhö (Durchfall)
  • Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Ödeme (Schwellungen)
  • Sehnenverletzung
  • Störungen der Sexualfunktion bei Männern und Frauen
  • Schlafstörungen, beispielsweise Schlaflosigkeit, Albträume
  • Stevens-Johnson-Syndrom (akute Blasenbildung auf der Haut, den Augen, am Mund und/oder Genitalien)

Wechselwirkungen mit anderen Substanzen

Eine gemeinsame Einnahme dieses Statins mit anderen Blutverdünnern kann die Blutungsgefahr signifikant erhöhen. In diesem Fall ist eine kontinuierliche Überwachung der Blutgerinnung notwendig. Bei einer parallelen Anwendung von Fibraten (weitere Wirkstoffgruppe der Blutdrucksenker) in Kombination mit Nikotinsäure (Niacin), ab einer täglichen Dosis von 1 g, erhöht sich bei paralleler Einnahme von Rosuvastatin das Risiko für schwerwiegende Muskelschädigungen.

In diesem Zusammenhang gilt zu beachten, dass eine parallele Anwendung von Fibraten und Statinen wie Rosuvastatin in keinem Fall die Höchstdosis von 40 mg empfohlen ist. Die Wirkung als auch mögliche Nebenwirkungen von Rosuvastatin werden durch die Einnahme von Proteasehemmer bei HIV Therapien signifikant erhöht. Experten raten von einer zeitgleichen Anwendung ausnahmslos ab.

Säurebinder wie Antazida auf der Basis von Magnesiumhydroxid oder Aluminium vermindern die Wirkung von Rosuvastatin um 50 Prozent. Diese Wechselwirkung kann durch eine nicht zeitgleiche Einnahme beider Wirkstoffe verhindert werden. Es ist empfehlenswert, Antazida mindestens 120 Minuten nach Rosuvastatin einzunehmen.

Ähnlich abschwächend wirkt die zeitgleiche Einnahme des Statins Rosuvastatin mit dem Makrolidantibiotikum Erythomycin. Im Gegensatz dazu verstärkt Rosuvastatin die Wirkung von Antibabypillen. Dies gilt auch im Einzelfall für Östrogen-Gestagen-Behandlungen gegen Beschwerden der Wechseljahre. Im Rahmen des Therapiebeginns mit dem Statin ist eine entsprechende Dosisanpassung des hormonellen Präparates seitens des Gynäkologen notwendig.

Gegenanzeigen für die Anwendung von Rosuvastatin

Medikamente mit dem Wirkstoff Rosuvastatin dürfen nicht eingenommen werden, wenn Allergien gegen den denselbigen bekannt sind. Patienten mit Nierenfunktionsstörungen, Lebererkrankungen, Muskelschmerzen beziehungsweise mit anderen muskulären Symptomen, mit aktuell nicht geklärter Ursache, dürfen Rosuvastatin nicht einnehmen.

Diese Einschränkung gilt auch während der Schwangerschaft und Stillzeit. Sollte eine Frau während einer Therapie mit diesem Wirkstoff schwanger werden, ist die Behandlung umgehend abzubrechen. Bezüglich dem Fortbestehen der Schwangerschaft ist unmittelbar ein Facharzt zu konsultieren.

Eine Kombination von Rosuvastatin mit dem Immunsuppressor Ciclosporin (beispielsweise nach einer Organtransplantation) ist zu vermeiden, da im anderen Fall die Plasmakonzentration des CSE-Hemmer um ein Siebenfaches ansteigen würde.

Der Wirkstoff Rosuvastatin sollte in der höchsten Dosis von 40 mg nicht eingenommen werden, wenn:

  • es sich um Patienten mit asiatischer Herkunft handelt, da hier durchschnittlich eine doppelt so hohe Plasmakonzentration von Rosuvastatin zu beobachten ist.
  • in regelmäßigen Abständen sehr große Alkoholmengen konsumiert werden.
  • mittelschwere Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenfunktionsstörungen vorliegen.
  • aufgrund von Therapiemaßnahmen mit Cholesterinsenkern bereits im Vorfeld Muskelerkrankungen auftraten. Dies gilt auch, wenn diese Krankheitsbilder im anderen Kontext in der eigenen beziehungsweise familiären Krankheitsgeschichte bekannt wurden.

Quellen:

  1. Crestor Filmtabletten, Patienteninfoservice – Gebrauchsinformationsverzeichnis Deutschland. URL: patienteninfo-service.de
  2. Checkliste Asthma Medikamente Hexal AG. URL: atemwege.hexal.de
  3. Rosuvastatin. Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de
  4. Rosuvastatin to Prevent Vascular Events in Men and Women with Elevated C-Reactive Protein. Paul M. Ridker MD et al. URL: nejm.org

Veröffentlicht am: 11.07.2016

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