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Wirkstoff Finasterid

Medikamente mit dem Wirkstoff Finasterid kommen beim männlichen Haarausfall und bei der gutartigen Vergrößerung der Prostata zum Einsatz und unterliegen der Verschreibungspflicht.

Finasterid bei androgenem Haarausfall

Für das Steroid Finasterid gibt es zwei erprobte Einsatzbereiche. Dies sind der androgene Haarausfall mit seinen für viele Männer unangenehmen Folgen und die Behandlung von benigen Prostatahyperplasie, einer gutartigen Vergrößerung der Prostata. Beide Anwendungsgebiete reagieren auf die Reduzierung des im Körper vorhandenen biologisch wirksamen Dihydrotestosteron.

Das typische Bild des hormonell bedingten Haarausfalls ergibt sich aus der unterschiedlich ausgeprägten Sensitivität der Haarfollikel gegenüber Androgenen (männlichen Hormonen).

Die höchste Sensitivität weist das Haar häufig im Scheitelbereich auf, wodurch es hier im ersten Schritt zum Haarverlust kommt. Erst im späteren Verlauf stellen die Haarfollikel ihre Tätigkeit im Seiten- und Hinterkopfbereich ein.

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Mehrjährige internationale Studien verweisen bei 80 bis 90 % der Patienten auf eine erfolgreiche Behandlung mit dem Wirkstoff Finasterid, auf dem das Präparat Propecia basiert, indem der androgene Haarausfall zum Stillstand kam.

Bei ungefähr 65 % der behandelten Männer kam es sogar zu einer Verdichtung der Kopfbehaarung. Diese signifikante Wirkung konnte bei Patienten zwischen dem 41. Und 60. Lebensjahr beobachtet werden. Die Dosierung bei androgenem Haarausfall beträgt 1 mg pro Tag.

Wie wirkt Finasterid bei Haarausfall?

Der Einsatz von Finasterid bei männlichem Haarausfall basiert auf der bestätigten Erkenntnis, dass dieser aufgrund einer erblichen Überempfindlichkeit der Haarfollikel auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT) auftritt. Diese reagieren auf das Hormon mit einer reduzierten Wachstumsphase und dem daraus resultierenden Haarverlust.

Um das Sexualhormon Testosteron in das biologisch wirksame Hormon Dihydrotestosteron umzuwandeln, benötigt der menschliche Organismus drei spezielle Enzyme, sogenannte Isozyme. Diese Isozyme bilden die Steroid-5?-Reduktase, die für die Umwandlung in das biologisch verfügbare Hormon und in weiterer Folge für den Haarausfall verantwortlich ist.

Als synthetisches Steroid ähnelt der Wirkstoff Finasterid in seiner Struktur dem natürlichen Testosteron. Durch diese Ähnlichkeit ist das Steroid in der Lage, als selektiver Hemmer die Steroid-5?-Reduktase und somit die Umwandlung von Testosteron in biologisch wirksames Dihydrotestosteron zu verhindern.

Finasterid hemmt die Umwandlung in das biologisch wirksame Hormon DHT. Auf diese Verringerung des Hormonspiegels reagieren die Haarfollikel mit einer Verlängerung der Wachstumsphase. Solange die Einnahme des Medikamentes erfolgt, zögert sich der männliche Haarausfall hinaus.

Daraus resultiert eine Reduzierung des normalen Dihydrotestosteron-Spiegels im Blut mit den aus medizinischer Sicht gewünschten Wirkungen einschließlich aller Neben- und Wechselwirkungen.

Finasterid zur Behandlung der gutartigen Prostatavergrößerung

Da Testosteron bei den gutartigen Zellveränderungen der benignen Prostatahyperplasie ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich auch hier die Hormonblockade mittels Finasterid als erfolgreich. Dies gilt vor allem bei großem Prostatavolumen, um eine Verkleinerung der Prostata zu erzielen.

Die Einnahme des Steroids bewährte sich bisher abhängig von der individuellen Diagnose als Einzel- oder Kombinationstherapie. Laut Erfahrungen dauert es mindestens sechs Monate, bis sich in Bezug auf den Harnfluss und der anderen Symptome eine spürbare Wirkung einstellt.

Erfahrungswerte verweisen jedoch darauf, dass sich Finasterid positiv auf das Prostatavolumen auswirkt; den Harndurchfluss und andere symptomatische Beschwerden nur gering beeinflusst. Bei der gutartigen Prostatavergrößerung wird Finasterid mit 5 mg pro Tag dosiert.

Die präventive Wirkung von Finasterid

Alternativ wurde Finasterid im Rahmen einer Studie des US-National Cancer Institute auf seine präventive Wirkung auf Prostatakrebs erforscht. Für diesen Zweck nahmen 19.000 Männer im Alter von 55 Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahren an der Studie teil.

Im ersten Abschnitt zeigte die Studie eine präventive Wirkung auf sogenannte Low-Grade-Tumore mit langsamen Wachstum ohne Einfluss auf die Lebenszeit des Patienten.

Da Ende Oktober 2011 gegenüber der Placebo-Gruppe in der Finasterid-Gruppe eine leicht erhöhte Anzahl bösartiger Tumorzellen im Frühstadium diagnostiziert wurde, waren sich die Forscher uneinig, inwiefern hier der Einfluss des Steroids als krebsauslösende Komponente wirksam wurde.

Schlussendlich einigte man sich jedoch darauf, dass die Entdeckung der High-Grade-Tumore vor allem mit der verkleinerten Prostata zusammenhing. Durch die Reduzierung des Prostatavolumens stieg die statistische Chance, die Tumorzellen im Rahmen einer Biopsie zu entdecken.

Zehn Jahre nach Abschluss der Studie wurde unter Berücksichtigung des Anfangsverdachtes, dass der Wirkstoff die Bildung bösartiger Tumore fördert, der Einfluss des Medikamentes auf die Todesrate untersucht. Dieser Verdacht konnte relativiert werden, da nach zehn Jahren in jeder der Vergleichsgruppen 78 Prozent der Studienteilnehmer noch lebten.

Die Studie bestätigte zwei Wirkungen:

  • Präventive Wirkung auf Low-Grade-Tumore
  • Sicherheit des Medikamentes für die zugelassenen Indikationen hormonell bedingter Haarausfall und gutartige Prostatavergrößerung<7li>

Nebenwirkungen von Finasterid

Da Testosteron bei den gutartigen Zellveränderungen der benignen Prostatahyperplasie ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, zeigt sich auch hier die Hormonblockade mittels Finasterid als erfolgreich. Dies gilt vor allem bei großem Prostatavolumen, um eine Verkleinerung der Prostata zu erzielen.

Die Einnahme des Steroids bewährte sich bisher abhängig von der individuellen Diagnose als Einzel- oder Kombinationstherapie. Laut Erfahrungen dauert es mindestens sechs Monate, bis sich in Bezug auf den Harnfluss und der anderen Symptome eine spürbare Wirkung einstellt.

Erfahrungswerte verweisen jedoch darauf, dass sich Finasterid positiv auf das Prostatavolumen auswirkt; den Harndurchfluss und andere symptomatische Beschwerden nur gering beeinflusst. Bei der gutartigen Prostatavergrößerung wird Finasterid mit 5 mg pro Tag dosiert.

Die präventive Wirkung von Finasterid

Alternativ wurde Finasterid im Rahmen einer Studie des US-National Cancer Institute auf seine präventive Wirkung auf Prostatakrebs erforscht. Für diesen Zweck nahmen 19.000 Männer im Alter von 55 Jahren über einen Zeitraum von sieben Jahren an der Studie teil.

Im ersten Abschnitt zeigte die Studie eine präventive Wirkung auf sogenannte Low-Grade-Tumore mit langsamen Wachstum ohne Einfluss auf die Lebenszeit des Patienten.

Da Ende Oktober 2011 gegenüber der Placebo-Gruppe in der Finasterid-Gruppe eine leicht erhöhte Anzahl bösartiger Tumorzellen im Frühstadium diagnostiziert wurde, waren sich die Forscher uneinig, inwiefern hier der Einfluss des Steroids als krebsauslösende Komponente wirksam wurde.

Schlussendlich einigte man sich jedoch darauf, dass die Entdeckung der High-Grade-Tumore vor allem mit der verkleinerten Prostata zusammenhing. Durch die Reduzierung des Prostatavolumens stieg die statistische Chance, die Tumorzellen im Rahmen einer Biopsie zu entdecken.

Zehn Jahre nach Abschluss der Studie wurde unter Berücksichtigung des Anfangsverdachtes, dass der Wirkstoff die Bildung bösartiger Tumore fördert, der Einfluss des Medikamentes auf die Todesrate untersucht. Dieser Verdacht konnte relativiert werden, da nach zehn Jahren in jeder der Vergleichsgruppen 78 Prozent der Studienteilnehmer noch lebten.

Die Studie bestätigte zwei Wirkungen:

  • Präventive Wirkung auf Low-Grade-Tumore
  • Sicherheit des Medikamentes für die zugelassenen Indikationen hormonell bedingter Haarausfall und gutartige Prostatavergrößerung

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind zum aktuellen Zeitpunkt (Stand Januar 2016) nicht bekannt. Vor Einnahme von Finasterid sollte der behandelnde Arzt trotzdem über die Einnahme weiterer Medikamente informiert werden.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen)

Bei Personen mit häufigem Harndrang ist die Einnahme des Wirkstoffs abzulehnen. Dies gilt ebenfalls für Frauen und Personen unter 18. Jahren. Schwangere Frauen müssen den Kontakt mit der Substanz oder finasteridhältigen Substanzen unbedingt meiden, da der Wirkstoff zu Fehlbildungen der äußeren Geschlechtsorgane männlicher Föten führt.

Personen, die Finasterid einnehmen, dürfen kein Blut spenden, da die finasteridhältige Spende bei der Bluttransfusion an schwangeren Frauen ebenfalls zu Schädigungen am Fötus führen kann.


Quellen:

  1. Finasteride and sexual sideeffects., Indian Dermatol Online. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 14.03.2016

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