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Truvada

Truvada ist ein rezeptpflichtiges Medikament zur Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP), das seit Oktober 2016 nun auch in der EU zugelassen wurde. Die Wirkung von Truvada wurde in zahlreichen klinischen Studien bestätigt und eignet sich besonders zur Langzeitprophylaxe. Die Wirkung von Truvada basiert auf eine Wirkstoffkombination, die einer Ausbreitung von HIV im Körper vorbeugt.

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Definition und Anwendungsgebiete von Truvada

Bei Truvada handelt es sich um ein Arzneimittel, dass der Vorbeugung von HIV dient. Die EU-Kommission hat einer Zulassung nur unter diversen Auflagen zugestimmt. Zu diesen zählt vor allem die Verordnung ausschließlich an Patienten, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Dazu zählen insbesondere:

  • Männer sowie Transgender mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern
  • Frauen und Männer mit Partnern, die HIV positiv sind, aber keiner Behandlung unterzogen werden

Für Patienten, die bereits an HIV oder AIDS erkrankt sind, ist die Verschreibung des Kombinationsmedikaments in Europa nicht zulässig. Aus diesem Grund sind behandelnde Ärzte dazu verpflichtet, vor der Verordnung bei jedem Patienten mit erhöhtem HIV-Ansteckungsrisiko vorab einen entsprechenden Test durchführen zu lassen. Dieser hat in regelmäßigen Abständen wiederholt zu werden. Die Hauptwirkstoffe sind als Einzelpräparate erhältlich und werden zur Behandlung von HIV verschrieben.

Die Wirkung von Truvada

Truvada Filmtabletten beinhalten die Wirkstoffe Emtricitabin sowie Tenofovir. Tenofovir ist ein Nukleotid-Analgon. Es besitzt eine strukturelle Verwandtschaft zu den natürlichen Nukleotiden, welche als Bausteine der Nukleinsäure unter anderem in der DNA zu finden sind. Tenofovir unterbindet den Einbau der natürlichen Substanzen und setzt sich anstelle deren in die DNA. Hier sorgt der Wirkstoff für eine Abwehr der HI-Viren und verhindert, dass sich Viren vermehren können.

Strukturformel Emtricitabin & Tenovirdisoproxil

Bei Emtricitabin handelt es sich um ein sogenanntes Virostatikum. Während es als dieses gegen bereits vorhandene HI-Viren vorgeht und eine Vermehrung blockiert, wirkt es in Truvada als Prävention und verhindert das eventuelle Eindringen der HI-Viren in die DNA. Dies geschieht, indem es unter anderem zu einem Abbruch der DNA-Kette kommt.

Als Einzelstoff ist die Wirkung nicht vollständig gegeben, sodass Emtricitabin zur Prävention grundsätzlich nur in Kombination mit Tenofovir die erforderliche Wirkungseffizienz aufweist. Diverse klinische Studien wurde in der Vergangenheit unternommen, welche sich gezielt auf die Wirksamkeit der Wirkstoffe in Kombination konzentrierten.

Klinische Studien zur Effektivität von Truvada

In einer englischen Studie wurden 4758 heterosexuelle Paare als Probanden ausgewählt, bei denen eine Part HIV-positiv und der Partner HIV-negativ waren. Der Geschlechtsverkehr fand bei allen Studienteilnehmern unter zusätzlicher Anwendung von Kondomen statt. Tenofovir nahmen 1584 Probanden ein, 1579 die Kombination aus Tenofovir und Emtricitabin sowie 1584 Paaren Placebo verabreicht wurde.

Die Studie lief über sechs Jahre. Während dieser Zeit erkrankten 82 der HIV-positiven Partnern an dem Virus. 17 von ihnen hatten Tenofovir verabreicht bekommen. 13 Personen kamen aus der Gruppe der Kombinationsmedikation und 52 Patienten zählten zu den Placebo-Teilnehmern. Damit ergibt sich ein Studienergebnis mit einer Wirkungsquote von 67 Prozent, wobei die Kombination aus Tenofovir und Emtricitabin die besten Ergebnisse erzielte.

Dosierung und Einnahme von Truvada

Vor dem Geschlechtsverkehr wird eine Filmtablette eingenommen. Ratsam ist es, zwischen der (ersten) Verabreichung und dem Geschlechtsverkehr mindestens zwei Stunden zu warten. Diese Zeit benötigt das Arzneimittel, um seine volle Wirksamkeit entfalten zu können. Die Dosierung beträgt 200 Milligramm Emtricitabin und 245 Milligramm Tenofovir pro Tag/Tablette.

Ist Geschlechtsverkehr mit risikoreichen Partnern für mehrere darauffolgende Tage geplant, so wird Truvada durchgehend mit einer Tablette am Tag verabreicht. Damit eine konstante Wirkung während einer mehrtägigen Einnahme bestehen bleibt, empfiehlt es sich, die Einnahme immer zur gleichen Uhrzeit vorzunehmen. Nach dem letzten Geschlechtsverkehr ist Truvada für die Dauer von weiteren zwei Tagen eingenommen werden.

Es ist darauf hinzuweisen, dass durch die Einnahme von Truvada als HIV Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP, keine 100 prozentige Wirksamkeit garantiert werden kann. Zudem schützt das Medikament nicht vor der Ansteckung anderer Geschlechtskrankheiten. Aus diesem Grund ist prinzipiell beim Geschlechtsverkehr mit Risiko-Partnern immer ein Kondom für mehr gesundheitliche Sicherheit zu verwenden.

Nebenwirkungen von Truvada

Wie bei den meisten anderen Medikamenten, können durch die Einnahme von Truvada Nebenwirkungen auftreten. Da es sich um ein Kombinations-Arzneimittel mit zwei Hauptwirkstoffen handelt, können die Nebenwirkungen umfangreicher in ihrer Anzahl sein. Allerdings sind Nebenwirkungen nicht immer zu erwarten. Von manchen sind Patienten häufiger betroffen, während andere Nebenwirkungen nur bei durchschnittlich zwei Patienten von 100 auftreten.

Zu den seltener zu erwartenden Nebenwirkungen zählen zum Beispiel Muskelerkrankungen, Nierenentzündungen und Nierenversagen oder Störungen des Knochen-Stoffwechsels. Für Leberentzündungen und Fettlebern, kann eine regelmäßige Einnahme von Truvada ebenfalls die Ursache darstellen.

Gelegentlich wurde unter der Prophylaxe mit Truvada Blutarmut, Mangel an Kalium oder erhöhte Kreatin-Werte im Blut sowie Gesichtsschwellungen (Angioödeme) sowie Bauchspeichelentzündungen und/oder ein Zerfall von Muskelfasern (Rhabdomyolyse) berichtet.

Öfter treten allergische Reaktionen auf, die mit Juckreiz einhergehen. Ein Überschuss von Blutfetten und Blutzucker sowie Bilirubin im Blut, sind keine Seltenheit. Truvada kann Probleme beim Schlafen hervorrufen sowie ungewöhnliche Träume auslösen. Bauchschmerzen und Störungen bei der Verdauung, Blähungen durch Luftansammlung im Darm sowie ein Völlegefühl treten in der Regel nur kurzzeitig auf.

Häufig vorkommende Nebenwirkungen machen sich vor allem als Kopfschmerzen oder Übelkeit bemerkbar. Erbrechen und Durchfall können durchaus vorkommen, ebenso wie Schwindel, Hautausschläge und leichte Schwächeanfälle.

Warnhinweis: Halten Erbrechen sowie Übelkeit länger an, treten Atemveränderungen auf, wird eine Muskelschwäche wahrgenommen oder kommt es zu unerklärlichen Gelenkschmerzen, sollte unverzüglich der behandelnde Arzt zur Abklärung aufgesucht werden. Unter Umständen ist eine Prophylaxe-Medikation mit Truvada abzubrechen, um gesundheitliche Folgeschäden zu verhindern.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen von Truvada

Werden neben Truvada weitere Medikamente mit gleichen, ähnlichen oder anderen Wirkstoffen verabreicht, kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Diese äußern sich oftmals in einer Wirkungsänderung. In der Folge könnte Truvada die vorbeugenden Eigenschaften verlieren oder an Wirkungseffektivität so zunehmen, dass Nebenwirkungen auftreten könnten.

Dies trifft ebenso auf die Wirkung der Medikamente zu, die gleichzeitig zu Truvada eingenommen werden. Aus diesem Grund ist von einer Parallel-Einnahme dringend abzuraten und/oder der behandelnde Arzt zuvor zu informieren. Dieser hat im Sinne der Gesundheit zu entscheiden, wie medikamentös weiter zu verfahren ist oder eine Behandlung abzubrechen ist.

Zum Beispiel kann eine Einnahme von anderen Cytidin-Analoga, wie unter anderem Lamivudin, eine deutliche Wirkungssteigerung auslösen, weil diese eine zu große Wirkungsähnlichkeit wie Emtricitabin aufweisen. Unterlassen werden sollte zudem die Verabreichung von anderen Kombinations-Medikamenten, die einen der in Truvada enthaltenden Wirkstoffe in ihrer Wirksamkeit ähneln oder gleichen. Dazu zählen zum Beispiel Adefovir, Didanosin und Cidofovir. Diese Arzneistoffe erhöhen bei gleichzeitiger Anwendung von Truvada das Risiko von Nebenwirkungen, sowie Nierenfunktionsstörungen.

Nierenschädigungen können Antibiotika aus der Wirkstoffgruppe der Aminoglycoside sowie Amphotericin B und Vancomycin hervorrufen. Gleiches gilt für Pentamidin, das bei Amöben-Infektionen verordnet wird. Giftig auf die Nieren wirken mitunter Immunologika, wie beispielsweise Interleukin-2.

Gegenanzeigen: Wann darf Truvada nicht eingenommen werden?

Unter bestimmten Umständen, bei Vorliegen von akuten Erkrankungen oder in der Krankenhistorie sowie bei anderen speziellen gesundheitsrelevanten Vorkommnissen, ist von einer Anwendung von Truvada abzuraten. So ist zum Beispiel von einer Einnahme abzusehen, wenn eine Überempfindlichkeit gegenüber der Wirkstoffe Emtricitabin und/oder Tenofovir oder einer der weiteren Bestandteile in Truvada besteht.

Wenn eine schwere Störung der Nierenfunktion vorliegt und der Kreatin-Clearance unterhalb von 30 Milliliter pro Minute beträgt, darf Truvada ebenfalls nicht angewendet werden. Gleiches gilt für Dialyse-Patienten. Das Medikament enthält Lactose (Milchzucker), weshalb eine Einnahme bei schweren Formen einer Lacotse-Intoleranz nicht eingenommen werden sollte.

Bisher liegen keine Studienergebnisse vor, ob die Einnahme von Truvada gesundheitliche Nachteile für Mutter und das ungeborene Kind während einer Schwangerschaft nach sich ziehen könnte. Zwar haben Forschungsergebnisse an Tieren keine Auffälligkeiten gezeigt, aber einen generellen Ausschluss gibt es nicht. Aus diesem Grund wird empfohlen, das präventive Medikament nicht oder nur nach Indikation durch den behandelnden Arzt anzuwenden.

Während der Stillzeit ist Truvada nicht einzunehmen, ebenso nicht unter einem Alter von 18 Jahren. Zu besonderer Vorsicht ist zudem geraten, wenn ein Alter von 65 Jahren überschritten ist, da Patienten im höheren Alter häufig an einer eventuell bisher unentdeckten eingeschränkten Nierenfunktion leiden.

Quellen:

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