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Scheideninfektion: Ursachen, Diagnose, Behandlung

Infektionen der Scheide werden Vaginitis oder Kolpitis genannt. Es handelt sich um eine häufige Erkrankung von Frauen jeden Alters. Allerdings sind die Ursachen für eine Infektion oder Entzündung in den jeweiligen Altersgruppen mitunter sehr verschieden. Häufig sind bakterielle Infektionen, die in jedem Alter auftreten können. Manche Erreger wie beispielsweise Pilze sind bei vorliegenden Grunderkrankungen zur Infektion begünstigt.

Welche Scheidenentzündungen gibt es?

Zum einen entstehen Entzündungen der Scheide durch Infektionen mit Krankheitserregern. Solche Erreger können Bakterien, Viren, Pilze oder Protozoen darstellen. Zum anderen können Entzündungen auch ohne Erreger auftreten, beispielsweise aufgrund von Allergien, insbesondere Kontaktallergien, oder aufgrund von hormonellen Veränderungen, wie sie in den Wechseljahren auftreten. Diese Form der Scheidenentzündung nennt sich atrophische Vaginitis.

Welche Erreger können eine Scheideninfektion verursachen?

Zu den Bakterien, die häufig die Verursacher einer Scheideninfektion sind, gehören vor allem Gardnerella vaginalis, das Darmbakterium Escherichia coli und Chlamydien. In 70 Prozent der Fälle ist eine bakterielle Vaginose (Ungleichgewicht der Scheidenflora) durch Gardnerella vaginalis verursacht. Gonokokken, die Auslöser der Gonorrhoe ("Tripper"), verursachen seltener eine Vaginitis, sondern eher Entzündungen der Harnröhre, des Gebärmutterhalses sowie der Adnexe (Eileiter und Eierstöcke).

Unter den Pilzen ist der Hefepilz Candida albicans der häufigste Krankheitserreger einer Scheidenentzündung. Zudem können Protozoen (einzellige Organismen) wie Trichomonas vaginalis eine Infektion auslösen.

Übliche Vertreter aus der Gruppe der Viren sind die Humanen Papillomviren und Herpesviren. Die Humanen Papillomviren 6 und 11 verursachen die harmlosen Kondylome ("Feigwarzen") . Die Typen 16 und 18 allerdings stehen in Verbindung mit dem Gebärmutterhalskrebs. Von den Herpesviren sind sowohl das Herpes Simplex Virus 1 als auch 2 häufig als Auslöser festzustellen. Das Herpes Simplex Virus 2 ist für die Mehrzahl der Fälle verantwortlich.

Welche Ursachen können eine Scheidenentzündung begünstigen?

Sowohl äußere als auch innere Faktoren können Entzündungen und Infektionen der Scheide begünstigen. Viele Ursachen beeinflussen die Scheidenflora. Gerät diese aus dem Gleichgewicht, können die veränderten Bedingungen die Vermehrung von Krankheitserregern erleichtern.

Dazu zählen eine Veränderung des sauren pH-Wertes in Richtung alkalischer Werte, eine Abnahme der Laktobazillen (Döderlein-Bakterien) und hormonelle Ursachen, die beispielsweise durch Pubertät, Schwangerschaft oder die Wechseljahre bedingt sein können. Zigarettenrauchen ist insbesondere für die bakterielle Vaginose ein Risikofaktor. Zudem beeinflusst ein vorangehende Antibiotika-Behandlung die Scheidenflora.

Erkrankungen, die eine Infektion begünstigen, sind Diabetes mellitus, Morbus Behcet, Lichen, atopisches Ekzem und Psoriasis (Schuppenflechte). Zudem sind ein geschwächtes Immunsystem und Zustände, die das Immunsystem schwächen, wie körperlicher und psychischer Stress, Risikofaktoren.

Darüber hinaus wird die Schleimhautbarriere durch Allergien (zum Beispiel auf Latex, Kunststoffe und Textilfasern, Wasch- und Reinigungsmittel), Verletzungen und Intim-Piercings beeinträchtigt. Vergessene Tampons stellen ein Risiko für ein Toxisches Schock-Syndrom, das durch Stoffe des Bakteriums Staphylokokkus ausgelöst wird, dar.

Wie äußert sich eine Scheideninfektion?

Typische Symptome sind Juckreiz und Rötung der vaginalen Schleimhaut, Brennen beim Wasserlassen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Dazu kommen ein veränderter Ausfluss und Geruch des Vaginalsekrets. Gelegentlich treten Schwellungen der Leisten-Lymphknoten auf. Allerdings kann eine Scheideninfektion auch völlig ohne Symptome verlaufen. Etwa fünf Prozent der Frauen, die beim Gynäkologen einen Kontroll-Abstrich machen lassen und nicht unter Beschwerden leiden, haben eine Infektion der Scheide. Ausfluss aus der Scheide ist grundsätzlich eine normale Erscheinung, wenn er weißlich, zäh- oder dünnflüssig und eher geruchlos ist.

Veränderungen des Ausfluss können Hinweise auf den Erreger einer Vaginitis geben. Weißer, hefeartig riechender und krümeliger Ausfluss, der an Hüttenkäse erinnert, spricht für eine Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans. Grün-gelber, schaumiger Ausfluss deutet auf Trichomonas hin. Chlamydien können blutigen Ausfluss verursachen, wohingegen er bei Gonorrhoe eher eitrig-rahmig erscheint. Gardnerella vaginalis fällt vor allem durch einen starken Fischgeruch auf.

Wie wird eine Scheideninfektion diagnostiziert?

Die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und die Feststellung typischer Beschwerden sind der wichtigste Schritt, um eine Scheideninfektion diagnostizieren zu können. Danach kann ein Abstrich der Scheide vorgenommen werden. Unter dem Mikroskop können bestimmte Zellen, zum Beispiel rasenartig über die Scheidenoberfläche verteilte "clue cells", Zellen mit Flagellen, Pseudomyzelien und Sprosszellen (Zeichen einer Pilzinfektion). Gegebenenfalls kann zudem der pH-Wert bestimmt werden.

Wie wird eine Scheideninfektion behandelt?

Bei der Behandlung wird eine symptomatische und kausale Therapie unterschieden. Eine symptomatische Therapie vermindert nur die Beschwerden, eine kausale Therapie behandelt die Ursache der Beschwerden. Zu den symptomatischen Therapien gehören Umschläge und Sitzbäder gegen den Juckreiz, zum Beispiel mit synthetischen Gerbstoffen, die Verwendung von Zinksalbe und gegebenenfalls Cortison-haltigen Salben.

Kausale Therapien sind bei Bakterien Antibiotika und bei Pilzen Antimykotika (Anti-Pilz-Mittel). Zwei übliche Antibiotika-Therapien sind die Kombinationen aus Amoxicillin und Metronidazol oder Doxycyclin und Metronidazol. Sie dienen der kalkulierten Antibiotikatherapie. Metronidazol wirkt gegen Trichomonas vaginalis und Gardnerella vaginalis. Das Aminopenicillin Amoxicillin deckt weitere mögliche Erreger wie Streptokokken und Staphylokokken ab.

So kann die Kombination ein großes Spektrum möglicher Erreger bekämpfen. Gegen die vaginale Candidose (Infektion mit Candida albicans) können Clotrimazol und Nystatin verabreicht werden. Chlamydien werden mit Doxycyclin behandelt. Die Therapie der Gonorrhoe kann mit Ceftriaxon durchgeführt werden.

Der Partner sollte bei einer Infektion immer mitbehandelt werden. Bei Schwangeren sollte auch eine symptomlose bakterielle Besiedelung therapiert werden, denn die Infektion könnte eine Frühgeburt auslösen oder während des Geburtsvorgangs auf das Baby übertragen werden.

Welche Maßnahmen zur Vorbeugung gibt es?

Am wichtigsten ist ein normales Maß an Hygiene, da sowohl übertriebene als auch nachlässige Reinigung das Risiko für Infektionen steigert. Auf aggressive Seifen sollte verzichtet werden, um die Schleimhaut nicht zu reizen. Nach dem Toilettengang sollte von vorne nach hinten gewischt werden.

Das Tragen von Baumwollunterwäsche ist zu empfehlen, Tangas und sehr enge Hosen sind eher ungünstig. Beim Verkehr mit neuen Partnern sollte ein Kondom verwendet werden, um nicht mit sexuell übertragbaren Krankheiten angesteckt werden zu können. Gegen die Humanen Papillomviren, die mit Gebärmutterhalskrebs in Verbindung stehen, existiert eine Impfung. Zudem sollte jährlich ein Abstrich beim Frauenarzt gemacht werden. Nach einer Antibiotika-Behandlung kann gegebenenfalls eine Therapie mit vaginalen Zäpfchen oder Vaginalgels, die Laktobazillen enthalten, zum Wiederaufbau der Scheidenflora angezeigt sein.

Quellen:

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