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Podophyllotoxin zur Behandlung von Feigwarzen

Der Wirkstoff Podophyllotoxin wird aus einer Pflanze (Podophyllumpflanze) mit einem sehr hohen Harzanteil gewonnen. Podophyllotoxin ist eine Substanz aus der Reihe der Zytostatika, die sich durch die Hemmung der Zellteilung auszeichnet.

Wann wird Podophyllotoxin angewendet?

Podophyllotoxin wird zur Behandlung von Genitalwarzen (Feigwarzen, Condylomata acuminata) angewendet. Feigwarzen werden von dem HP-Virus (Humanen papilloma Virus, HPV) verursacht und durch Geschlechtsverkehr übertragen. Die Hautwucherungen können im Genital- und Afterbereich auftreten. Im Einzelfall können die Warzen auch in der Harnröhre oder im Enddarm wachsen.

Die Warzen äußern sich vorerst als Knötchen in der Größe eines Stecknadelkopfs. Normalerweise verursachen die Hautwucherungen keine Schmerzen, nur selten verspürt der Betroffene Juckreiz oder Brennen.

Podophyllotoxin wird lokal auf die Genitalwarzen aufgetragen und hindert das Zellgewebe an seiner Teilung, wodurch die Wucherungen sich nach und nach zurückbilden.

Welche Medikamente enthalten Podophyllotoxin?

Podophyllotoxin gegen Feigwarzen ist in Form von Lösungen, Cremes oder Gels erhältlich. Folgende Medikamente wirken dank des aktiven Wirkstoffs Podophyllotoxin:

Wie wirkt Podophyllotoxin gegen Genitalwarzen?

HP-Viren (humane Papillomaviren) sind Auslöser von Feigwarzen und werden auf sexuellem Weg übertragen. Diese Viren besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und bestehen aus unbelebten Strukturen.

Die Erbinformation bestehen entweder aus Ribonukleinsäuren (RNA) oder Desoxyribonukleinsäure (DNA), welche von einem Proteinmantel (Capsid) umgeben sind. Die Vermehrung findet durch das Eindringen in Wirtszellen statt.

Podophyllotoxin

Im Inneren dieser finden HP-Viren all das, was sie für die Ausstattung und den Aufbau neuer Zellen benötigen. Die Grundlage für diese Art der Vermehrung bieten die DNA und RNA. Sichtbar wird die Zunahme von Zellen, die mit HP-Viren infiziert sind, durch Hautveränderungen und -wucherungen.

Podophyllotoxin dringt nach dem äußerlichen Auftragen direkt in das Innere der Genitalwarzen. Dort hemmt der Wirkstoff die Zellteilung der virusinfizierten Zellen und verhindert dank seiner toxischen Wirkung das weitere Wachstum dieser.

Diese Vorgehensweise gelingt durch die gezielte Blockierung der Ausbildung des Spindelapparates der jeweiligen Zelle. Der Spindelapparat ist für die Kernteilung von Zellen verantwortlich. Folglich unterbindet Podophyllotoxin diese Teilung.

Während der Behandlung mit Podophyllotoxin beginnt das Absterben der Genitalwarze und neue, gesunde Hautpartien entwickeln sich an betroffenen Stellen.

Trotz dieser effektiven Wirkungsweise kommt es bei mindestens 20 Prozent aller Patienten vor, dass es während der nachfolgenden sechs Monaten zur erneuten Warzenbildung kommt. Der Grund hierfür ist, dass bei der Behandlung von Feigwarzen ausschließlich die Symptome der vorhergegangenen HP-Virusinfektion behandelt werden kann. HPV selbst bleibt im Körper. Bis dato existiert kein Medikament, welches mit Sicherheit das wiederholte Auftreten dieser Erkrankung verhindert.

Hinweise zur Anwendung von Podophyllotoxin

Vor der Anwendung sollte der betroffene Bereich gründlich gereinigt und in Folge getrocknet werden. Es sollte sichergestellt werden, dass der Wirkstoff ausschließlich auf die Warzen und nicht die umliegende, gesunde Haut aufgetragen wird.

Die Substanz wird am besten mittels eines Wattestäbchens, das nach der Verwendung entsorgt wird, auf die Warze aufgetupft. Podophyllotoxin muss nach dem Auftrag nicht wieder abgewaschen werden.

Den Anweisungen des Arztes bezüglich des Behandlungszeitraums und der darauffolgenden behandlungsfreien Zeit sollte unbedingt Folge geleistet werden. Die Therapie wird normalerweise so lange fortgesetzt, bis die Warzen verschwunden sind.

Unbedingt den Partner mitbehandeln

Wurden Feigwarzen bei einem Patienten diagnostiziert, ist es wichtig, ebenfalls den Partner auf mögliche Condylome zu untersuchen. Gegebenenfalls muss der Partner ebenfalls behandelt werden, um eine erneute Übertragung zu vermeiden.

Während der gesamten Behandlungsdauer bis zur vollständigen Heilung sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden. Kondome können zwar das Infektionsrisiko minimieren, jedoch bedecken sie nicht den kompletten Genitalbereich, wodurch es trotz sachgemäßer Anwendung zu einer Ansteckung kommen kann.

Welche Nebenwirkungen treten bei Podophyllotoxin auf?

Grundsätzlich gilt dieser pflanzliche Wirkstoff als sehr gut verträglich. Dennoch treten im Einzelfall Nebenwirkungen auf.

Gelangt der Wirkstoff auf gesunde Hautpartien, sind mögliche Reizungen dieser möglich. Entsprechend empfiehlt es sich, nach der Anwendung Podophyllotoxins bis zum vollständigen Einziehen des Medikaments (circa 60 Sekunden) zu warten und sich erst dann wieder zu bekleiden.

Ab dem zweiten beziehungsweise dritten Behandlungstag mit Podophyllotoxin setzt die Rückbildung der Feigwarzen ein. Während dieser Zeit können Veränderungen der benachbarten, gesunden Haut auftreten.

Vereinzelt verspüren Patienten eine leichte Druckempfindlichkeit, Juckreiz oder bemerken gerötete Hautstellen. Im Einzelfall verursacht Podophyllotoxin einen stechenden Schmerz.

Nutzen Männer diesen Wirkstoff im Genitalbereich, kann es zur Entzündung beziehungsweise Verhärtungen, Schwellung inklusive Verengung der Vorhaut kommen. Diese sind erkennbar durch leicht blutende, kleine, geschwürartige Hautveränderungen.

Aufgeführte Nebenwirkungen klingen spätestens nach Abschluss der Behandlung wieder ab. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt sich die Konsultation des betreuenden Arztes. Letzteres gilt vor allem dann, wenn ein Verdacht auf eine allergische Reaktion gegen Podophyllotoxin oder einen anderen Bestandteil des Zytostatikums besteht.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Alkohol steigert die Podophyllotoxin-Toxizität und beeinflusst die Resorption, wodurch das Risiko von Nebenwirkungen steigt. Auf Alkoholkonsum ist während der Behandlung mit dem Wirkstoff zu verzichten.

Weitere Wechselwirkungen sind bei dem systemisch verabreichten Wirkstoff nicht bekannt.

Wann darf Podophyllotoxin nicht eingenommen werden?

Bei einer Überempfindlichkeit gegenüber der Substanz darf Podophyllotoxin nicht angewendet werden. Sind die Feigwarzen bereits entzündet oder bluten sie, darf der Wirkstoff nicht aufgetragen werden. Stattdessen muss ein Arzt aufgesucht werden.

Werden Genitalwarzen bereits mit einem anderen Wirkstoff behandelt, darf Podophyllotoxin nicht gleichzeitig aufgetragen werden. Besondere Vorsicht ist geboten, sollte der Patient neben Feigwarzen auch an Genitalherpes leiden.

Patienten, die an Immunschwäche oder Zelldysplasie (Mobus Bowen) leiden, dürfen Podophyllotoxin nicht anwenden. Ebenso Personen, die mit Lues (Syphilis)-Serologie diagnostiziert wurden.

Der Wirkstoff darf nicht während der Schwangerschaft oder Stillzeit angewendet werden. Frauen, die Podophyllotoxin anwenden, sollten sicherstellen, dass eine zuverlässige Empfängnisverhütung durchgeführt wird. Der Wirkstoff kann unter Umständen Fehlbildungen beim Embryo verursachen.

Grundsätzlich sind Kinder und Jugendliche von der Behandlung ausgeschlossen.


Quellen:

  1. Statine und Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit: geschlechtsspezifische Aspekte, Krause & Pachernegg GmbH. URL: kup.at
  2. Feigwarzen Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Podophyllotoxin. drugs.com. URL: drugs.com
  4. Genital warts: Treatment.National Health Service (NHS). URL: nhs.co.uk
  5. Vorsicht bei der Verordnung von Podophyllin-Harzen. Govi Verlag. URL: pharmazeutische-zeitung.de

Veröffentlicht am: 14.07.2016

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