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Durch Parasiten und Pilze übertragene Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten (STIs, sexuell übertragbare Krankheiten) werden in den meisten Fällen durch ungeschützten Sex übertragen. Eine Ansteckungsgefahr bei durch Pilze und Parasiten verursachte Geschlechtskrankheiten besteht aber auch durch die gemeinsame Verwendung von Handtüchern, Bettwäsche und Kleidung. Safer Sex, also die Verhütung mittels Kondom, kann in den meisten Fällen vor übertragbaren Geschlechtskrankheiten schützen.

Geschlechtskrankheiten im Überblick

Mediziner machen einen Unterschied zwischen "Geschlechtskrankheiten" und "sexuell übertragbaren Krankheiten". Gerne wird für Letzteres der englische Begriff "sexually transmitted diseases", abgekürzt auch STD genannt, verwendet. Bei STD handelt es sich um Krankheiten, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Dazu gehören beispielsweise die Erkrankungen Krätze, Trichonomasis, Scham- oder Filzläuse, Giardiasis und Pilzinfektionen der Genitalien.

Durch eine Verhütung mit Kondom wird eine Ansteckung mit den Keimen, die beim Geschlechtsverkehr übertragen werden, verhindert. Wird eine Erkrankung frühzeitig erkannt und entsprechend therapiert, so stehen die Heilungschancen in den meisten Fällen gut.

Scham- oder Filzläuse

Der medizinische Ausdruck für Filzläuse ist "Pediculosis pubis". Filzläuse, auch unter dem Begriff Schamläuse bekannt, sind kleine Parasiten, die sich vorwiegend in den Schamhaaren, aber auch in der Achsel-, Bauch- und Brustbehaarung eines Menschen einnisten. Filzläuse ernähren sich vom Blut des Menschen und legen auf ihren Brutplätzen ein bis drei Eier pro Tag. Diese Nissen werden dabei mit einem Sekret am Schamhaar verklebt.

Laus

Durch die Bisse dieser Parasiten entstehen an den jeweiligen Stellen kleine blaue Flecken. Auch ein starker Juckreiz geht durch den Filzlausbefall einher. Die Diagnose beim Arzt erfolgt aufgrund der Symptome und der sichtbaren Tiere und Nissen in der Schambehaarung.

Wird ein Filzlausbefall diagnostiziert, wird der Arzt spezielle Shampoos, Sprays, Cremes, Lotionen oder Lösungen verschreiben, die auf die befallene Körperstelle aufgetragen werden. In diesen Mitteln ist unter anderem der Wirkstoff Lindan oder Pyrethrum enthalten, der mehrere Stunden lang einwirken muss.

Bei rechtzeitiger Diagnose wird der Filzlausbefall rasch eliminiert. Jedoch sollten auch der Partner bzw. Familienmitglieder hinsichtlich eines Schamlausbefalls untersucht und gegebenenfalls behandelt werden, damit keine erneute Ansteckung durch gemeinsam verwendete Handtücher oder die Bettwäsche erfolgt.

Krätze

Bei Krätze, medizinisch auch als Scabies oder Acarodermatitis bezeichnet, handelt e sich um eine Hauterkrankung. Verursacht wird diese Erkrankung durch winzige Parasiten, auch Krätzmilben genannt, die sich in die obere Hornschicht der Haut eingraben und dort kleine Gänge bilden. Krätzmilben kommen bei Erwachsenen im Genitalbereich, aber auch in der Achselgegend, in den Zwischenräume der Finger und Zehen sowie, in selteneren Fällen am Rücken oder Kopf vor.

Scabies

Durch den Milbenbefall entzündet sich die betroffene Hautstelle und ein heftiger Juckreiz entsteht. Die Bereiche der betroffenen Stellen sind gerötet und schuppig. Auch stecknadelkopfgroße Knötchen können bei einer Krätzeerkrankung vorkommen. Die länglich gewundenen Milbengänge können zwar nicht mit freiem Auge, aber mit einer Lupe erkannt werden.

Beim Arzt erfolgt die Diagnose durch die Symptome und den Nachweis der Krätzmilben, ihren Kotballen und Eiern, die mit der Lupe zu erkennen sind. Zwecks Behandlung kommen Anti-Milben-Mittel zum Einsatz, die in Form von Cremes oder Salben auf die betroffene Hautpartie aufgetragen werden.

Bei einer starken Entzündung der Haut kann der Arzt auch ein entzündungshemmendes Medikament verschreiben. Die Erfolgsaussichten der Therapie sind sehr gut. Wird Krätze jedoch nicht behandelt, kann sich diese zu einer chronischen Erkrankung entwickeln.

Trichomoniasis

Trichonomiasis wird durch den Parasiten Trichomonas vaginalis ausgelöst und zählt zu einen der am häufigsten auftretenden Geschlechtskrankheiten weltweit. Schätzungen zufolge treten weltweit jährlich etwa 276,4 Millionen neue Fälle auf. Der Parasit verursacht eine Entzündung der Schleimhäute der Geschlechtsorgane und Harnwege. Häufig wissen Betroffene gar nicht, dass sie an der Erkrankung leiden, da sie nicht in jedem Fall Symptome auslöst. Der Betroffene wird somit, ohne es zu Wissen, zum Überträger der Geschlechtskrankheit

Trichomonos vaginalis

Nach der Infektion beträgt die Inkubationszeit etwa 4 bis 28 Tage. Danach treten Symptome wie Juckreiz und Schmerzen im Genitalbereich sowie Ausfluss auf. Nicht immer werden die Symptome Trichomoniasis zugeordnet, weshalb es ratsam ist bei Beschwerden im Genitalbereich zeitnah einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen dieser zu ergründen.

Die Erkrankung kann mittels Antibiotika problemlos behandelt werden. Als besonders geeignet erweist sich hierbei der Wirkstoff Metronidazol. Wichtig ist außerdem eine Behandlung des Partners, um eine erneute Ansteckung zu verhindern. Während der Therapie sollte auf Geschlechtsverkehr verzichtet werden.

Urogenitale Mykosen

Urogenitale Mykosen, auch Candida albicans genannt, sind Hefepilze, die eine Erkrankung der Genitalien hervorrufen. In einer normalen Keimflora einer gesunden Frau sind Spuren dieses Pilzes zumeist nachweisbar. Jedoch führen diese normalerweise zu keinen Krankheitssymptomen, da die natürlichen, säurebildenden Bakterien einer Scheidenflora ein Ausbrechen der Krankheit verhindern.

Candida albicans

Urogenitale Mykosen werden durch Geschlechtsverkehr übertragen. Durch eine Verhütung mittels Kondom kann eine Ansteckung des Pilzes verhindert werden. Aber auch bei einem Schwimmbadbesuch können sich Menschen diesen Erreger einfangen. Ein Ausbrechen der Erkrankung kann durch eine übertriebene Hygiene ausgelöst werden, beispielsweise durch Scheidenspülungen, durch die eine natürliche Scheidenflora bzw. das biologische Gleichgewicht gestört wird.

Symptome einer Hefepilzerkrankung der Genitalien sind Schwellungen sowie entzündete und gerötete Schamlippen. Weitere Symptome sind ein weißlich-bröckeliger Ausfluss sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Zusätzlich kann ein starker Juckreiz folgen.

Die Pilzinfektion äußert sich bei Männern durch eine Entzündung der Vorhaut und der Eichel, die rot und nässend sind. Auch brennende Schmerzen können ein Hinweis auf eine Candida albicans-Infektion bei Männern sein.

Die Behandlung erfolgt über eine lokale Anwendung mittels Salben, Cremes oder Gele. Der Arzt verschreibt Frauen manchmal auch Antimykotika, die in Form von Vaginaltabletten verabreicht werden.

Giardiasis

Eine Giardiasisinfektion, auch unter dem Fachbegriff Lambliasis bekannt, ist eine sexuell übertragbare Erkrankung. Ein Giardiasis ist ein begeißelter Einzeller, der vegetativ (Trophozoit) oder in einer stabilen Ruheform (Zyste) auftritt. Der Parasit besiedelt nach einer Ansteckung den menschlichen Darm.

Giardiasis

Eine Giardiasis-Erkrankung wird oft lange nicht erkannt, da er in manchen Fällen ohne Symptome auftritt. Jedoch ein anhaltender, schaumig-wässriger Durchfall mit einem starken Gewichtsverlust kann ein Anzeichen auf einen Giardiasis-Befall sein. Diese Art der Symptome lassen in der Regel nach zwei bis drei Wochen wieder nach.

Wird der Giardiasis-Befall jedoch nicht als solcher erkannt, kann es zu einem chronischen Verlauf führen, der den Dünndarm in der Folge schädigt. Auch eine Laktoseintoleranz kann eine Folge eines chronischen Giardiasis-Befalls sein.

Um einen Giardiasis-Befall zu diagnostizieren, führt der Arzt eine mikroskopische Untersuchung des frischen Stuhls durch. Zur Behandlung verschreibt der Arzt Medikamente, die den Erreger eliminieren. Oft enthalten diese Medikamente den Wirkstoff Metronidazol.


Quellen:

  1. Diseases and Conditions: Trichomoniasis, Mayo Foundation for Medical Education and Research. URL: mayoclinic.org
  2. Geschlechtskrankheiten Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  3. Steckbrief seltener und importierter Infektionskrankheiten Robert Koch-Institut. URL: rki.de
  4. Die Vulvovaginalkandidose Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. URL: awmf.org

Veröffentlicht am: 22.06.2016

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