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Imiquimod gegen Feigwarzen

Medizinische Präparate mit dem Wirkstoff Imiquimod werden im Allgemeinen zur Neubildung der Haut eingesetzt. Im Einzelnen kann es sich dabei um Wucherungen der oberen Hautschichten handeln, um äußerlich auftretende Feigwarzen im Intimbereich oder der Enddarmöffnung, sekundär ebenso einer speziellen Hautkrebsform, die als Basaliom bezeichnet wird.

Verarbeitet wird der Wirkstoff Imiquimod in Salben. Ferner wird Imiquimod immer dann angewendet, wenn eine Kältebehandlung der Haut nicht möglich oder für den Patienten unerträglich ist bzw. andere Arzneimittel nicht den gewünschten Effekt erzeugen. Das Präparat ist nur für die Behandlung von Erwachsenen zugelassen, Kinder und Jugendliche erhalten im gegebenen Fall eine Behandlung mit anderen Medikamenten.

Anwendungsbereiche von Imiquimod

Imiquimod ist grundsätzlich nur für die Verwendung bei Erwachsenen erlaubt. Für die Behandlung werden die Aldara Creme 5 % und die Zyclara 3,75 % verwendet. Im Falle von Basaliomen wird das Präparat Aldara nur dann angewendet, wenn es sich um oberflächliche und kleine Schäden handelt. Größere Flächen dieses Hautkrebses müssen operativ entfernt werden. Ferner wird Aldara Salbe bei Aktinischer Keratose angewendet. Dabei handelt es sich um eine Frühform des Hautkrebses, der durch intensive und langjährige UV-Strahlung entsprechende Störungen auf der verhornten Oberhaut verursacht.

Die Behandlung mit Imiquimod begann ursprünglich bei der Behandlung von Feigwarzen, bis heute konnten die Anwendungsbereiche des Wirkstoffs Imiquimod erweitert werden. Imiquimod wird demnach zur Behandlung bei superfiziellem Basalzellkarzinom und Aktinische Keratose angewendet.

Wirkungsweise von Imiquimod

Der Wirkstoff Imiquimod unterstützt in erster Linie die körpereigene Abwehr, damit kann das Präparat auch zur Gruppe der Immunologika gezählt werden. Beschrieben wird, dass sich der Wirkstoff mit speziellen Rezeptoren auf der Immunzellenoberfläche verbindet und eine Abwehr auslösende Reaktion provoziert. Dabei werden unter anderem auch körpereigene Abwehrstoffe gebildet und freigesetzt.

Wirkungsmechanismus von Imiquimod

Aufgrund der Abwehrstoffe zerstören diese Krebszellen bzw. die Viren, die für die Entwicklung von Feigwarzen verantwortlich sind. Es handelt sich bei der Wirkung von Imiquimod demnach um eine indirekte Wirkungsweise. Mit Imiquimod wird also die körpereigene Abwehr gestärkt, indem neue Abwehrstoffe innerhalb des Immunsystems aufgebaut werden. In der Folge werden Viren oder Krebszellen abgetötet.

Nebenwirkungen von Imiquimod

Zu den Nebenwirkungen muss gesagt werden, dass sich diese deutlich in ihren Anwendungsbereichen unterscheiden. So können Neben- bzw. Wechselwirkungen auftreten, müssen jedoch nicht. Auch die Art, Stärke und Häufigkeit tritt bei jedem Patienten ganz individuell auf.

Nebenwirkungen bei der Behandlung von Feigwarzen

Bei äußerlichen Feigwarzen treten sehr häufig Schmerzen und Juckreiz an den betreffenden Stellen auf. Die Hautstörungen bzw. Schmerzen bei der Behandlung von Feigwarzen wurden sehr häufig festgestellt. Je nach Schweregrad verschwanden diese Reaktionen jedoch innerhalb des Behandlunszeitraumes oder spätestens zwei Wochen nach der Beendigung. Teilweise waren die Beschwerden so heftig, sodass eine weitere Behandlung kurzzeitig notwendig wurde.

Wie bei allen Arzneimitteln können auch bei der Einnahme von Aldara Nebenwirkungen auftreten. Diese müssen nicht zwingend zutreffen.

Sehr häufige Nebenwirkungen Häufige Nebenwirkungen Gelegentliche Nebenwirkungen
Pruritus am Applikationsort Reizung am Applikationsort Herpes simplex
Schmerzen am Applikationsort Muskelschmerzen Erektionsstörungen
Kopfschmerzen Pilzinfektion
Infektion Hautröte
Brechreiz Schlaflosigkeit

In Einzelfällen lag für kurze Zeit eine körperliche Beeinträchtigung vor. Ferner traten Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und grippeähnlichen Symptomen auf. Darüber hinaus klagten einige Probanden häufig über Myalgien, also Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Störungen beim Urinieren, Brechreiz und Müdigkeit.

Zu den gelegentlichen Nebenwirkungen gehören Hefepilzinfektionen im Schambereich, Herpes simplex, Scheidenentzündungen, Pilz- und Bakterieninfektionen, Lymphdrüsenschwellung sowie die Infektion der oberen Atemwege. Probanden bemerkten nervliche Missempfindungen, Benommenheit oder Depressionen. Darüber hinaus und ebenfalls als gelegentlich gemeldet waren Schlaflosigkeit bzw. große Schläfrigkeit oder Essensverweigerung, Migräne, Hals- und Bauchschmerzen, Schnupfen, Hautrötungen, Ohrensausen sowie Erbrechen und Durchfall. Ebenfalls: Stuhldrang, Hautentzündungen bzw. -ausschlag mit auftretenden Rötungen, Ekzeme, vermehrte Schweißbildung, Rückenschmerzen sowie Schmerzen im Schambereich bei Männern, Penisbeschwerden, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Erektionsstörungen.

Frauen wiederum beobachteten Scheidenschmerzen, Scheidenvorfall sowie einen Hautabbau an der Scheide oder allgemeine Scheidenbeschwerden und Muskelsteifigkeit. Bei Hautkrebs und Wucherungen an der oberen Hautschicht sind als häufige Nebenwirkungen Juckreiz an der Auftragungsstelle zu beobachten. Häufige Nebenwirkungen sind Lymphdrüsenschwellungen, Pusteln und nervliche Missempfindungen.

Nebenwirkungen bei aktinischer Keratose

Bei Aktinischer Keratose und einer dreimalig, wöchentlichen Anwendung berichteten 56 Prozent der Patienten über wenigstens eine Nebenwirkung. Am häufigsten trat eine lokale Reaktion an der betroffenen Hautstelle auf. Infektionen und Pusteln traten gelegentlich auf. Ebenso die Grippe, Rhinitis, Depression und Lymphadenopathie. Häufig wiederum zeigten sich Anorexie, also Essstörungen, Kopfschmerzen, Brechreiz und Muskelschmerzen auf.

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen

Bisher wurden keine Studien von Wechselwirkungen in Kombination von Imiquimod und anderen Stoffen durchgeführt. Da Imiquimod nur lokal auf der Haut aufgetragen wird, sind Wechselwirkungen selten zu erwarten.

Gegenanzeigen: Wann darf Imiquimod nicht angewandt werden?

Grundsätzlich darf Imiquimod nicht bei Überempfindlichkeit verwendet werden. In Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und mit besonderer Vorsicht darf Imiquimod verabreicht werden, wenn Patienten an einer Autoimmunerkrankung oder entzündlichen Hauterscheinungen leiden. Hierbei kann es zu Verschlimmerungen kommen. Dies gilt ebenso für Patienten, die kürzlich eine Organtransplantation erhalten haben.

In solchen Fällen muss mit einer Abstoßungsreaktion gerechnet werden. Auch verletzte Haut oder solche, die kürzlich chirurgisch oder medikamentös behandelt wurden. Für eine Anwendung müssen die betreffenden Hautstellen vollständig abgeheilt sein. Blutbildungsstörungen gehören ebenfalls zu den Gegenanzeigen bei Imiquimod. Derzeitig liegen keine Ergebnisse klinischer Studien vor, die die Anwendung während der Schwangerschaft betreffen.

Auch wenn in Tierversuchen keine schädliche Wirkung auf den Fötus gemacht wurde, sollte Imiquimod nur in Ausnahmefällen verabreicht werden. Während der Stillzeit sollte Imiquimod nicht verwendet werden. Für Kinder ist dieses Präparat nicht zugelassen.


Quellen:

  1. Entschlüsselt: Wirkungsmechanismus von Imiquimod, Institut für Krebsforschung, Klinik für Innere Medizin I, Comprehensive Cancer Center, Medizinische Universität Wien. URL: meduniwien.ac.at
  2. Aldara 5% Creme European Medicines Agency. URL: ema.europa.eu
  3. Feigwarzen: Therapie Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de
  4. A study on the use of imiquimod for the treatment of genital molluscum contagiosum and genital warts in female patients. Neerja Puri (2009). URL: ncbi.nlm.nih.gov
  5. Self-administered topical 5% imiquimod cream for external anogenital warts. HPV Study Group. Human PapillomaVirus.. Edward L. et al. URL: ncbi.nlm.nih.gov

Veröffentlicht am: 26.09.2016

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