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Die 8 häufigsten Geschlechtskrankheiten

Geschlechtskrankheiten (STIs, sexuell übertragbare Krankheiten) sind in den letzten Jahren wieder auf dem Vormarsch. Obwohl in Deutschland nur HIV und Syphillis meldepflichtig sind, lässt sich vor allem ein Anstieg von Chlamydien und Tripper (Gonorrhoe) feststellen.

Chlamydien

Chlamydien werden durch das Bakterium Chlamydia trachomatis ausgelöst. Eine Ansteckung erfolgt mittels einer Schmierinfektion. Laut Schätzungen der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC (European Center for Disease Prevention and Control) sind in etwa 2,5 Millionen Menschen in Europa mit Chlamydien infiziert. Besonders weit verbreitet ist die Erkrankung bei Männern und Frauen unter 25 Jahren.

Chlamydien

Chlamydien verlaufen häufig gänzlich ohne oder nur mit leichten Symptomen, die häufig nicht einer Geschlechtskrankheit zugeordnet werden. Nichtsdestotrotz ist eine zeitnahe Behandlung wichtig, da eine lang unbemerkbare Chlamydien-Erkrankung bis zur Unfruchtbarkeit führen kann.

Symptome und Therapie

Mögliche Symptome von Chlamydien bei Frauen sind:

  • starker Ausfluss
  • Brennen oder Jucken beim Wasserlassen
  • Fieber (hat sich die Infektion bereits in die Gebärmutter ausgebreitet)
  • Schmerzen im Unterbauch (hat sich die Infektion bereits in die Gebärmutter ausgebreitet)

Bei Männern machen sich Chlamydien folgendermaßen bemerkbar:

  • schleimig-eitriger Ausfluss
  • ziehende Schmerzen beim Wasserlassen
  • Jucken und Brennen beim Wasserlassen

Zur Behandlung von Chlamydien eignen sich Substanzenaus der Reihe der Antibiotika, wie z.B.:

Tripper (Gonorrhoe)

Gonorrhoe ist eine durch Bakterien verursachte Infektionskrankheit. Als Auslöser gelten hierbei die aeroben (sauerstoffabhängigen) Gonokokken Neisseria gonorrhoeae. Die Erreger können ausschließlich über direkten Schleimhautkontakt weitergegeben werden. Da Tripper in Deutschland seit 2000 nicht mehr meldepflichtig ist, gibt es keine genauen Daten, jedoch wird von ca. 10.000 bis 20.000 Fällen pro Jahr ausgegangen.

Tripper (Gonorrhoe)

Symptome bei der Frau äußern sich folgendermaßen:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Scheidenausfluss
  • Eierstockentzündung (nach weiterer Ausbreitung)
  • Bauchfellentzündung (nach weiterer Ausbreitung)

Beim Mann treten folgende Symptome auf:

  • Schmerzen beim Wasserlassen
  • Entzündung der Vorhaut und Eichel
  • Entzündung des vorderen Harnröhrenabschnitts
  • Prostata- und Nebenhodenentzündung (bei einer aufsteigenden Infektion)

Therapie

Die Behandlung von Tripper erfolgt mittels einer Antibiotikatherapie. Die verschriebenen Arzneimittel zielen darauf ab, die Gonokokken abzutöten, jedoch sind die Krankheitserreger gegen viele Wirkstoffe der älteren Generation bereits resistent geworden. Eine Kombinationstherapie aus Azithromycin und Cefixim verspricht den gewünschten Erfolg.

Genitalherpes (Herpes genitalis)

Der Auslöser von Genitalherpes ist das Herpes Simplex Virus (HSV) vom Typ 2. Schätzungen zufolge sind etwa 10 bis 30 Prozent der Weltbevölkerung mit mit HSV-2 infiziert. Symptome des Herpes genitalis äußern sich durch Jucken, Kribbeln und Brennen im Bereich der Genitalien oder am After.

Genitalherpes HSV-2

Therapie

An sich ist der Herpesvirus nicht heilbar. Lediglich die unangenehmen Symptome können behandelt werden. Die von HSV-2 ausgelösten Bläschen im Genitalbereich können mit folgenden Virustatika erfolgreich gelindert werden:

Diese Arzneimittel hemmen die Vermehrung der Viren und Beschleunigen die Abheilung der Bläschen.

Genitalwarzen (Feigwarzen)

Genitalwarzen werden vom Humanen Papillon Virus (HPV) ausgelöst und sind gutartige Wucherungen im Intimbereich. Es wird davon ausgegangen, dass etwa einer von 100 der sexuell aktiven Menschen in der westlichen Welt an Feigwarzen leidet. Das Risiko sich mit dem auslösenden Virus HPV zu infizieren liegt laut Schätzungen bei 80 Prozent. Bei der Erstinfektion sind die meisten Betroffenen zwischen 15 und 30 Jahre alt.

HPV Genitalwarzen

Genitalwarzen treten als flache kleine Knötchen eineige Wochen bis Monate nach der Infektion mit HPV auf und bleiben im Anfangsstadium häufig unbemerkt. Bleiben die Warzen länger unbehandelt, vergrößern sie sich und es kann großflächigeres, blumenkohlartiges Gewebe entstehen. Obwohl Schmerzen selten auftreten, machen sich Genitalwarzen durch folgende Symptome bemerkbar:

  • jucken
  • brennen
  • kleine Blutungen

Therapie

Die unschönen Wucherungen können mittels diverse Cremen und Lösungen behandelt werden. Hierzu eignen sich die Wirkstoffe:

Die genannten Substanzen regulieren die unkontollierte Zellteilung des Warzengewebes, wodurch die Wucherung mit der Zeit abstirbt.

Trichomoniasis

Trichomoniasis wird von dem parasitischen Protozoon (Urtierchen, Einzeller) Trichomoniasis vaginalis ausgelöst. Mit weltweit 170 Millionen Neuinfektionen pro Jahr zählt Trichomoniasis zu einer der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Trichomoniasis

Symptome

Trichomoniasis befällt bei drei Viertel der Betroffenen die Harnröhre, jedoch können in seltenen Fällen auch die Gebärmutter oder Harnblase betroffen sein. Nach einer symptomlosen Zeit macht sich die Infektion bei Frauen folgend bemerkbar:

  • Schmerzen beim Wasserlassen und/oder beim Sex
  • Juckreiz
  • Rötung des Genitalbereichs
  • übelriechender Ausfluss

Die Erkrankung verläuft bei den meisten Männern ohne jegliche Symptome. Aufgrund dessen wissen die Betroffenen nicht, dass sie an der Geschlechtskrankheit leiden und gelten als die hauptsächlichen Überträger von Trichomoniasis vaginalis.

Therapie

Die Therapie der Krankheit erfolgt mittels der Gabe von Antibiotika. Hierfür eigenen sich folgende Wirkstoffe:

Die Heilungsrate von Trichomoniasis beträgt 95 Prozent und ist daher als sehr gut anzusehen. Wird die Geschlechtskrankheit jedoch über einen längeren Zeitraum nicht behandelt, kann es zu einer schweren Entzündung der Geschlechtsorgane kommen.

Syphilis (Lues venera)

Syphilis ist eine durch Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum hervorgerufene Geschlechtskrankheit. Eine Erkrankung mit Syphilis ist in Deutschland meldepflichtig, weshalb genaue Daten und Statistiken bezüglich der Neudiagnosen vorliegen.

2014 laut Robert-Koch-Institut (RKI) ein Höchstwert von 5722 Neuerkrankungen im Jahr verzeichnet. Aus den Daten des RKI kann man erschließen, dass 84 Prozent der Fälle vermutlich auf eine Ansteckung aufgrund von gleichgeschlechtlichen sexuellen Kontakt von Männern zurückgeht.

Syphilis

Symptome und Therapie

Syphilis verläuft typischerweise in verschiedenen Phasen, wobei sich jede durch unterschiedliche Symptome auszeichnet, die jedoch von Fall zu Fall variieren können. Zu dem Krankheitsbild bei Männern und Frauen zählen:

  • Geschwüre an den Genitalien
  • Schwellungen der Lymphknoten
  • Absonderung von Flüssigkeit

Syphilis wird mit dem Antibiotikum Penicilin behandelt. Es gilt als eines der Wenigen, gegen das noch keine Resistenz des Erregers bekannt ist.

Hepatitis B

Hepatitis B wird von dem Hepatitis B Virus (HBV) ausgelöst. Die Übertragung des HBV überfolgt über das Blut oder andere Körperflüssigkeiten, wie z.B. Sperma. Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 755 Fälle der Erkrankung gemeldet.

Hepatitis B

Symptome und Therapie

Die Symptome von Hepatitis B werden häufig nicht als solche erkannt, da sie wenig kennzeichnend sind. Hierzu zählen:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Fieber

Die Behandlung der Krankheit ist davon abhängig, wie lange diese schon besteht. Zur medikamentösen Therapie kommen Virostatika wie z.B. Adefovir, Lamivudin, Telbivudin oder Tenofovir zum Einsatz.

HIV (Human Immune deficiency Virus)

Das HI-Virus wird durch ungeschützten Geschlechtsverkehr aber auch durch verunreinigte Blutprodukte übertragen werden. Für das Jahr 2014 wurden dem RKI insgesamt 3.525 Neuerkrankungen an HIV gemeldet.

HIV

Symptome und Therapie

Während der ersten Phase der Infektion (Primoinfektion) ist das Auftreten von folgenden Symptomen möglich:

  • Fieber
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Nachtschweiss
  • Stark geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschlag
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Schleimhautdefekte im Mund und am Genital

HIV ist nicht heilbar. Eine anitvirale Kombinationstherapie kann jedoch das Leben von Menschen mit HIV verlängern und deren Lebensqualität deutlich verbessern. Die Medikamente müssen nach einer Ansteckung lebenslang eingenommen werden.


Quellen:

  1. Diseases and Conditions: Trichomoniasis, Mayo Foundation for Medical Education and Research. URL: mayoclinic.org
  2. Tripper Jameda Gmbh. URL: jameda.de
  3. Tripper Robert Koch-Institut. URL: rki.de
  4. Krank durch Sex: Chlamydien, Feigwarzen, HIV Wort & Bild Verlag. URL: apotheken-umschau.de

Veröffentlicht am: 20.06.2016

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