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Der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck & Adipositas

Internationale Forschungsergebnisse belegen den interessanten Zusammenhang zwischen Adipositas (Fettleibigkeit) und Hypertonie (Bluthochdruck). Weltweit leiden mehr als 25 Millionen Personen an extremem Übergewicht. Der Studienlage zur Folge ist davon auszugehen, dass circa 50 Prozent aller adipösen Menschen auch hohen Blutdruck haben.

In Deutschland weisen rund 10 Millionen Personen zudem die Diagnose Adipositas auf. Folglich sind bei 5 Millionen aller Betroffenen auch erhöhte Blutdruckwerte zu konstatieren. Dennoch unterstreichen Mediziner, dass die Pathogenese einer Blutdruckerhöhung aufgrund von Adipositas noch nicht endgültig geklärt ist. Ein Blick auf internationale Studienergebnisse als auch multifaktorielle Erklärungsansätze bietet einen Überblick.

Forschung belegte Zusammenhang wiederholt

Im Rahmen der Interheart Studie war es möglich, Daten von insgesamt 27.000 Patienten auszuwerten. Die Ergebnisse sind insofern von Interesse, als dass nur ein leichter Zusammenhang zwischen erhöhtem Herzinfarkt Risiko und dem Body-Mass-Index (BMI) besteht. Im Gegensatz dazu ist jedoch ein starker, linearer Zusammenhang zwischen Herzinfarktrate und Taillenumfang zu verzeichnen. Parallelen sind vor allem dann zu erkennen, wenn der Taille-Hüft-Quotient ermittelt wird.

Die Daten der Framingham-Studie belegen, dass 78 Prozent der Männer und 65 Prozent der Frauen mit Hypertonie auch adipös waren. Im Gegensatz dazu ist Bluthochdruck lediglich bei 34 Prozent aller Normalgewichtigen zu konstatieren. Gleichzeitig bestätigten die behandelnden Ärzte in diesen Fällen, dass Übergewicht jeweils als Hauptauslöser von Bluthochdruck definiert wurde. In diesem Zusammenhang warnen die Wissenschaftler vor eine Verallgemeinerung.

So belegen Studien, dass eine eindeutige Korrelation zwischen Hypertonie und Insulinspiegel abhängig von der jeweiligen Person, sprich weiteren Rahmenbedingungen ist. Dennoch existieren zahlreiche Studien, die unmittelbare Parallelen zwischen Adipositas und Bluthochdruck aufzeigen.

Die Nurses Health Study zeigte, dass adipöse Menschen im Gegensatz zu normalgewichtigen ein zwischen sechs- und achtfach erhöhtes Risiko für die Entstehung von Hypertonie aufweisen. Beide Diagnosen erhöhen unabhängig voneinander das Risiko für die Entwicklung von Herz-Kreislauferkrankungen.

ANP als Auslöser von Hypertonie bei übergewichtigen Menschen

Im menschlichen Organismus übernimmt der Botenstoff ANP (atriales natriuretisches Peptid) die Regulierung des Blutdrucks. Leiden Personen unter krankheitsbedingtem Übergewicht, entzieht das Fettgewebe diesen ANP dem Blutkreislauf. Dies kommt durch eine Überproduktion passender Andockstellen für ANP im Fettgewebe zustande.

Infolge dessen fehlt die absorbierte Substanz im Blut und es entwickelt sich Hypertonie. Eine weitere Aufgabe von ANP besteht darin, die Ausscheidung der Nieren anzuregen. Auf diese Weise schützt der Körper sich vor Schlaganfällen, Herzinfarkten, Darmkrebs beziehungsweise Arteriosklerose. Auch diese Aufgabe ist bei adipösen Patienten nur bedingt möglich.

Diabetes Medikamente gegen Hypertonie

Ein verminderter ANP Anteil ist vor allem bei Patienten mit einem Body-Mass-Index von über 30 zu beobachten, da hier ein hoher Fettanteil im Bereich des Bauches zu beobachten ist. Innovative Forschungsansätze zeigen in diesem Zusammenhang, dass sich hier nicht nur das Risiko für die Entwicklung von Diabetes mellitus Typ-2 erhöht. Vielmehr wurde eine weitere Aufgabe von Insulin entdeckt. So beteiligt sich dieses Hormon maßgeblich an der Regulierung des Blutdrucks.

Aufgrund dessen fokussieren Forscher aktuell den möglichen Einsatz von Diabetes Medikamenten bei Bluthochdruck. So liegt die Vermutung nahe, dass sich vor allem bei adipösen Patienten mit Hypertonie ein verbesserter Gesundheitszustand einstellt. Bis dato bleibt jedoch ein direkter Zusammenhang zwischen Insulinresistenz und Bluthochdruck bis auf Weiteres hypothetisch. Durch die Parallelen zwischen Diabetes, Adipositas und Hypertonie entstehen gleichzeitig neue Therapiekonzepte, welche neben der Medikamentengabe den Patienten selbst aktiv mit einbeziehen.

Gewichtsreduzierung verringert Salzempfindlichkeit

Während Therapien zur Gewichtsabnahme entdeckten Wissenschaftler einen zusätzlichen Effekt. So zeigte sich, dass sich die Salzempfindlichkeit bei abnehmenden Patienten deutlich verminderte. Bei salzempfindlichen, adipösen Personen ist ein Anstieg des Blutdrucks zu beobachten, sobald sie Speisesalz konsumieren.

Aus diesem Grund implementieren Ärzte den Salzkonsum in aktuelle Therapiekonzepte für adipöse Menschen, um parallel dazu Hypertonie natürlich zu behandeln. Bis dato bleibt jedoch ungeklärt, warum dieser positive Effekt im Verlauf der Therapie wieder schwächer wird. Erste Hypothesen fokussieren den Noradrenalinspiegel im Blut.

Darüber hinaus verfolgen Wissenschaftler die Untersuchung weiterer Erklärungsansätze. So gehen sie davon aus, dass ein direkter Zusammenhang zwischen Hypertonie und Adipositas aufgrund eines erhöhten Leptinspiegels beziehungsweise einem TNF-Alpha-Genlocus zustande kommen kann.

Gezielt Blutdruck senken durch Gewichtsabnahme

Auf Grundlage der Studienergebnisse basiert nach wie vor ein einheitliches Therapiekonzept zur Senkung von Bluthochdruck beziehungsweise zur Reduzierung von Übergewicht. Im ersten Schritt empfiehlt sich eine Ernährungsumstellung mit einem regelmäßigen Bewegungsangebot. Zudem ist die Einschränkung des Kochsalz-, Nikotin- und Alkoholkonsums angezeigt. Auf diese Weise sinkt nicht nur der Blutdruck. Vielmehr wird Fettgewebe durch Muskelzellen ersetzt.

Ärzte unterstreichen, dass im Zusammenhang nichts gegen die Einnahme von Appetitzüglern spricht, wenn entsprechende Maßnahmen unter fachkundiger Anleitung erfolgen. Sollte eine Steigerung der alltäglichen Aktivität keine Erfolge zeigen, ist der Einsatz von Arzneimitteln indiziert. Eine medikamentöse Hypertoniebehandlung bei Adipositas kann mit zwei verschiedenen Substanzen realisiert werden. Hierfür eignen sich Alpha-1-Rezeptor-Blocker und ACE-Hemmer.

Schlussendlich unterstreichen Fachärzte, dass der Zusammenhang von Bluthochdruck und Adipositas in der Öffentlichkeit stärker thematisiert werden sollte. Auf diesem Weg kann es gelingen, wertvolle Präventionsmaßnahmen bereits frühzeitig zu etablieren. Schließlich entwickelt sich Adipositas häufig als Folge von ungünstigen Lebens- und Essgewohnheiten.


Quellen:

  1. Was hat Bluthochdruck mit dem Gewicht zu tun?, Universitätsmedizin Göttingen. URL: med.uni-goettingen.de
  2. Hypertonie und Adipositas Krause & Pachernegg GmbH. URL: kup.at
  3. Adipositas und Hypertonie: Was bringt das Abnehmen?Springer Medizin Verlag GmbH. URL: aerztezeitung.de
  4. Bluthochdruck direkte Folgen von Übergewicht. Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft. URL: mdc-berlin.de
  5. Körpergewicht und Hypertonie. Rosenfluh Publikationen AG. URL: rosenfluh.ch

Veröffentlicht am: 22.09.2016

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