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Blutdrucktabelle: Welche Blutdruckwerte sind gesund?

Der Blutdruck ist einer der Hauptfunktionen des Herzens und regelt sich bei gesunden Menschen selbst. Langfristige Blutdruckänderungen, die von der Norm nach oben oder unten abweichen, können schwerwiegende Gesundheitsschäden hervorrufen und gleichzeitig ein Anzeichen für bestehende Erkrankungen sein. Aus diesem Grund ist es wichtig, den eigenen Blutdruck immer im Auge zu behalten und regelmäßige Blutdruckmessungen vorzunehmen.

Was bedeutet systolischer/diastolischer Blutdruck?

Der Blutdruckwert wird in der Maßeinheit mmHg angegeben und besteht grundsätzlich aus zwei Zahlen, dem systolischen sowie dem diastolischen Blutdruckwert.

Der systolische Blutdruck ist meist als SYS mmHg auf Blutdruckmessgeräten erkennbar. Er zeigt an, welchen Druck das Herz aufbringt, um aus der linken Herzkammer durch ein Zusammenziehen der Herzmuskel stoßartig Blut in die Arterien zu pumpen. Diese reagieren auf das Blutpumpen mit einer Erweiterung der Gefäßwände. In der Regel liegt dieser Wert weit über dem diastolischen Blutdruck.

Gefäßdruck

Ist der systolische Wert konstant erhöht, zeigt dies an, dass das Herz einen vermehrten Druck benötigt, um ausreichend Blut in die Arterien zu pumpen. Dies kann auf eine Dysfunktion des Herzens zurückzuführen sein, aber in den meisten Fällen besteht ein Widerstand in den Arterien, die den Blutfluss blockieren beziehungsweise einschränken, wie es zum Beispiel bei einer Arteriosklerose vorkommt.

Hierbei handelt es sich um Blutfette, Thromben, Bindegeweben oder Kalkablagerungen in den Gefäßen, die den Gefäßdurchgang verringern und gleichzeitig die Ausdehnung der Gefäßwände minimiert. Auf diese Weise verlangsamt sich der Blutfluss und weniger Blut gelangt durch die Blutgefäße.

Das gesunde Herz erkennt diese Funktionsstörung und erhöht automatisch den Pumpdruck, um dennoch die notwendige Blutmenge in den Körper zu drücken, die dieser benötigt, um das gesamte Versorgungssystem optimal aufrecht erhalten zu können. Bleibt der systolische Blutdruckwert kontinuierlich erhöht, führt dies langfristig zu peripheren Gefäßsystemschädigungen, das Schlaganfallrisiko steigt deutlich und die Nierenfunktionen können zerstört werden.

Der diastolische Wert ist oft auf Blutdruckmessgeräten als DIA mmHg gekennzeichnet. Er gibt an, welcher Restdruck besteht, wenn die Herzmuskeln erschlaffen, um in der Folge Blut aus dem Körper wieder in die erweiterten Herzkammern zurückfließen zu lassen.

Zudem kommt es bei der Diastole zur Versorgung der Koronararterien. Dabei handelt es sich um die Herzkranzgefäße, durch welche die Herzmuskeln mit Blut versorgt werden. Zusätzlich wird das Herz mit dem Blut aus den Herzkranzgefäßen mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt.

Durch den Druck in der systolischen Phase wird die Koronararterie zum Herzmuskel verschlossen, sodass für einen Bruchteil von Sekunden die Blutversorgung des Herzmuskels unterbunden wird. Theoretisch findet also eine Unterversorgung bis zur erneuten Muskelerschlaffung statt.

Durch den diastolischen Vorgang und entsprechenden Druck werden allerdings die Koronararterien wieder geöffnet und mit Blut versorgt. Wäre dies nicht der Fall, kommt es zu koronaren Gefäßschädigungen und es steigt das Risiko von Herz- oder Myokardinfarkten. Ein hoher diastolischer Blutdruckwert kann als erstes Anzeichen von Funktionsstörungen des Herzsystems sein.

Ab wann ist der Blutdruck zu hoch?

Der Blutdruck schwankt in der Regel und liegt je nach Patient unterschiedlich hoch. Ab welchem Blutdruckwert dieser als zu hoch eingestuft werden kann, ist Folgendem zu entnehmen:

  • Optimale Blutdruckwerte: zwischen 100 und 120 SYS mmHg sowie 60 und 80 DIA mmHg
  • Normalwerte: zwischen 120 und 130 mmHg sowie 80 und 85 DIA mmHg
  • Niedrigwerte: unter 90 SYS mmHg und 50 DIA mmHg
  • Bluthochdruck: über 140 SYS mmHg und 90 DIA mmHg

Wenngleich in der Regel der systolische Druck konform mit dem diastolischen Blutdruck agiert, so können diese dennoch unabhängig voneinander erhöht sein beziehungsweise sich nicht in einem ausbalancierten Verhältnis befinden. Das bedeutet, dass durchaus nur der untere diastolische Wert ansteigen kann, während der systolische Blutdruck sich im Normalbereich befindet und umgekehrt oder sich entgegengesetzt entwickeln, wie beispielsweise bei der sogenannten isolierten systolische Hypertonie mit Blutdruckwerten höher als 140 SYS mmHg und niedriger als 90 DIA mmHg.

Einteilung Bluthochdruck

Dies tritt meist bei Patienten in der ersten Lebenshälfte auf. Der erhöhte diastolische Blutdruck ist überwiegend auf eine andere Erkrankung zurückzuführen. In jedem Fall ist eine Abklärung durch den Arzt erforderlich.

Grundsätzlich ergibt ein erhöhter Blutdruck nicht automatisch die Erkrankung einer Hypertonie (Blutdruckerhöhung). Temporärer Bluthochdruck sowie Blutdruckschwankungen über die Normalwerte hinaus, sind in der Regel auf situationsbedingte Ursachen zurückzuführen, wie beispielsweise Aufregung, körperliche Belastung oder Schwangerschaft. Sie deuten nicht auf eine arterielle Hypertonie hin, da hier ein Krankheitsbild vorliegt, bei dem die Ursachen sich nicht regenerieren und somit ein dauerhaft hoher Blutdruck vorliegt.

Eine Hypertonie wird in drei Schweregrade eingeteilt, wobei ESH (European Society of Hypertension) und WHO (Weltgesundheitsorganisation) sich verschiedener Merkmale bedienen.

Einteilung nach EHS in Anlehnung an den Blutdruckwert

Grad 1: systolischer Wert zwischen 140-159 mmHg und diastolischem Wert zwischen 90-99 mmHg
Grad 2: systolischer Wert zwischen 160-179 mmHg und diastolischer Wert zwischen 100-109 mmHg
Grad 3: systolischer Wert ab 180 mmHg und diastolischer Wert ab 110 mmHg

Einteilung nach WHO in Anlehnung an Organschäden

Grad I Hypertonie ohne Endorganschäden an Gefäßen, dem Gehirn oder den Nieren
Grad II Hypertonie mit Endorganschäden wie zum Beispiel Ablagerungen in den Arterien
Grad III Hypertonie mit hohem Risiko oder bereits vorhandenen kardiovaskulären Folgeerkrankungen wie unter anderem Angina Pectoris oder Herzinfarkt

Wie erfolgt die Blutdruckmessung?

Zur Blutdruckmessung stehen zwei Methoden zu Verfügung:

  • die indirekte Blutdruckmessung nach Riva-Rocci
  • die direkte Blutdruckmessung

Bei der Riva-Rocci Methode kommt eine Manschette zum Einsatz, die in Höhe des Herzens am Oberarm befestigt wird. Durch einen Luftdruckmechanismus wird die Manschette mit Luft gefüllt und damit der Durchfluss der Armarterie (Arteria brachialis) gestoppt. Im Anschluss wird ein Stethoskop auf die Armbeuge gelegt und langsam der Luftdruck aus der Manschette gelassen. Sobald das erste Pochen vernommen wird, steht der systolische Blutdruck fest. Mit dem letzten hörbaren Pochen wird der diastolische Blutdruckwert ermittelt. Das "Pochen" wird als "Korotkoff-Geräusch" bezeichnet.

Elektrische Blutdruckgeräte sind im Handel erhältlich, die nach dem gleichen Prinzip wie die manuelle Oberarmmessung funktionieren. Sie werden für die Oberarmmessung sowie für die Blutdruckmessung am Handgelenk angeboten. Das Aufpumpen erfolgt automatisch und über einen Sensor wird das Korotkoff-Geräusch wahrgenommen. Das Ergebnis der Blutdruckmessung wird auf einem Display angezeigt. Diese Geräte eignen sich vor allem für den unerfahrenen Patienten und den Hausgebrauch. Die Blutdruckmessung ist in wenigen Sekunden erledigt.

Zur detaillierteren Diagnosestellung bedienen sich Mediziner oftmals der Langzeitblutdruckmessung, die ebenfalls nach der Riva-Rocci Methode funktioniert. Hierbei wird ein mobiles, elektrisches Blutdruckmessgerät über einen Zeitraum von 24 Stunden angelegt.

In der Regel pumpt das Gerät die Blutdruckmanschette tagsüber automatisch alle 15 Minuten und in der Nacht alle 30 Minuten auf und speichert jeden Blutdruckwert. Daraus wird ein Blutdruckprofil erstellt und der behandelnde Arzt kann erkennen, wie sich der Blutdruck bei Tätigkeiten im Alltag verhält. Diese Art der Blutdruckmessung wird überwiegend bevorzugt, wenn bisherige Blutdruckmessungen starke Schwankungen aufwiesen, der Verdacht von Tag-Nacht-Rhythmusstörungen vorliegt oder eine Dosierung von blutdrucksenkenden Medikamenten optimiert werden sollte.

Die direkte Blutdruckmessung wird vor allem bei Operationen sowie in der Intensivmedizin eingesetzt. Hierbei wird meist ein Katheder mit einer Messsonde in eine Arterie eingesetzt.

Quellen:

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