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Die Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie)

Eine gezielte Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie) ist auf zwei verschieden Weise möglich. Im ersten Schritt erfolgt die Umsetzung gezielter nichtmedikamentöse Maßnahmen mit blutdrucksenkender Wirkung. Dabei geht es vorrangig um die Senkung erhöhter Blutdruckwerte, um mögliche Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Überblick

Bluthochdruck existiert in zwei verschiedenen Ausprägungen, welche anhand der Ursachen kategorisiert werden. Primärer Bluthochdruck wird zwischen 90 bis 95 Prozent durch erbliche oder externe Risikofaktoren verursacht. Zu 30 Prozent spielt Übergewicht eine Rolle. 15 Prozent davon wird durch Alkohol verursacht.

Im Gegensatz dazu nimmt die sekundäre Hypertonie nur einen sehr geringen Prozentsatz von durchschnittlich fünf Prozent aller Patienten mit Bluthochdruck ein. Mögliche Auslöser hierfür sind Nierenerkrankungen, Erkrankungen der Nebenniere als auch Arzneimittel wie die Cortison haltige Präparate oder einige Antibabypillen.

Bluthochdruck kann bei jedem Menschen auftreten. Als Richtwerte gelten Blutdruckwerte über 140 zu 90 mmHg. Für Hochrisikopatienten mit Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz gelten Werte über 130 zu 80 mmHg bereits als Achtungszeichen.

Im Rahmen einer körperlichen Anamnese prüft der Arzt BMI (Body-Mass-Index), Gewicht, Größe, Habitus, Lunge, Abdomen, Herz und Nierenlager. Auch die Blase, Aorta, Prostata, Fuß- und Leistenpulse werden fokussiert. Zur schlussendlichen Diagnosestellung kontrolliert der Facharzt mindestens dreimal wöchentlich den Blutdruck in einem Zeitfenster von vier Wochen. Weitere Laboruntersuchungen oder apparative Checks können bei Bedarf zum Einsatz kommen.

Behandlungsziele bei Bluthochdruck

Eine möglichst frühzeitige Therapie von Hypertonie unterstützt dabei, Folgeerkrankungen und Organschäden nachhaltig vorzubeugen. Dabei geht es primär um Indikationen wie Schlaganfall und Herzinfarkt. Entsprechend geht eine effektive und langfristige Senkung des Blutdrucks mit einer effektiven Gesundheitsförderung einher, da das Herz-Kreislauf-System aktiv geschont wird.

Im Rahmen der Behandlung wird ein Ruheblutdruck unter einem Wert von 140 zu 90 Millimeter Quecksilbersäure (mmHg) angestrebt.

Bei Patienten mit weiteren Erkrankungen gelten folgende Empfehlungen. Diabetiker sollten Blutdruckwerte unter 140 zu 85 anstreben. Für Personen, die einen Schlaganfall hatten, sind Werte unter 130 zu 80 empfehlenswert.

Je nach individueller Diagnose verschreibt der Facharzt hierfür ein entsprechend Medikament in angemessener Dosierung. Neben blutdrucksenkenden Arzneimitteln erweist sich eine ganzheitliche Therapie als besonders effektiv. Hierzu gehört eine langfristige Veränderung aktueller, ungünstig beeinflussender Lebensumstände als auch ein gezielter Stressabbau im Privat- und Berufsleben.

Die nicht-medikamentöse Behandlung von Hypertonie

Unter Umständen ist es möglich, trotz Verzicht auf Arzneimittel gegen Bluthochdruck, diesen effektiv zu senken. Wenn auf ärztliche Empfehlung dennoch Medikamente angezeigt sind, können auch hier positive Effekte sichtbar werden, indem sich dank einer Lebensstiländerung die einzunehmende Dosis signifikant verringert.

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Weiterhin können folgende Faktoren mit in Betracht gezogen werden:

Bewusste Ernährung bei Hypertonie

Durchschnittlich konsumiert jeder Deutsche zwischen 12 und 15 Gramm Kochsalz täglich. Diese Zufuhr ist bei diagnostizierter Hypertonie deutlich einzuschränken, um die Blutdruckwerte positiv zu beeinflussen.

Eine maximale Salzzufuhr zwischen vier und sechs Gramm täglich ist empfehlenswert. Laut Statistik profitiert jeder zweite Patient mit Bluthochdruck von dieser Maßnahme, indem die Blutdruckwerte um 10 bis 15 Millimeter Quecksilbersäule sinken. Die zusätzliche Reduzierung auf drei Gramm Kochsalz kann eine ausgeprägte Blutdrucksenkung begünstigen.

Entsprechend empfiehlt sich eine individuell und frisch zubereitete, kochsalzarme Ernährungsweise. Zu meiden sind vorrangig Fertigprodukte, Käse- und Wurstwaren.

Ein Großteil des täglichen Speiseplans sollte aus reichlich Obst und Gemüse als auch mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen. Letztere sind vorrangig in Pflanzen- und Fischölen enthalten.

Achtung: Übergewicht

Eine gezielte Gewichtsreduktion um fünf Kilogramm Körpergewicht kann Hypertonie um circa zehn Millimeter Quecksilbersäure senken. Diese Maßnahmen ist vor allem dann wichtig, wenn bei anderen Familienangehörigen Bluthochdruck eine Rolle spielt.

Rauchen und Alkohol bei Bluthochdruck

Patienten mit Bluthochdruck sollten mindesten zwei bis drei Tage pro Woche alkoholfrei blieben. Ein maximaler Alkoholkonsum von 20 Gramm Alkohol (ein Glas 12 %-iger Rotwein) sollte pro Tag nicht überschritten werden.

Bezüglich des Rauchens ist bei Hypertonie jedoch zur gänzlichen Abstinenz geraten. Nur durch einen Verzicht können Erkrankungen der Atemwege oder des Herz-Kreislaufsystems vermieden werden.

Körperliche Aktivitäten

Eine bewegungsreicher und sportlicher Alltag bringt mehrere Vorteile mit sich. Einerseits ist der Stressabbau durch Schwitzen einfacher. Gleichzeitig ermöglicht Sport eine signifikante Gewichtsabnahme und der Stoffwechsel wird nachhaltig angeregt. Nicht zuletzt verbessern sich die Blutfettwerte.

Hypertonie Patienten profitieren insofern, als dass eine dreißigminütige Trainingsfrequenz an drei Tagen der Woche den Blutdruck senken kann. Vorrangig eignen Ausdauersportarten wie Schwimmen, Joggen, Walking, Radfahren oder Wandern. Auf Hochleistungs- und Kraftsportarten ist grundsätzlich bei Hypertonie zu verzichten.

Methoden zum Stressabbau

Neben einer gezielten Reduzierung von Terminen, verhelfen bestimmte Entspannungstechniken dabei, den Blutdruck zu senken. Hierzu zählen beispielsweise Atemübungen, autogenes Training oder progressive Muskelentspannung.

Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck

Sollten diese nichtmedikamentösen Behandlungsmethoden den Bluthochdruck nicht senken, kommen bestimmte Arzneimittel zum Einsatz. Während einer medikamentösen Therapie von Hypertonie müssen Blutdruck und Blutfettwerte aller drei beziehungsweise sechs Monaten ärztlich kontrolliert werden. Zudem ist eine regelmäßige Eigenkontrolle wichtig.

Zur medikamentösen Behandlung von Hypertonie stehen verschiedene Wirkstoffklassen zur Verfügung. Bei der Auswahl liegt der Fokus einerseits auf Verträglichkeit, aber auch Wirksamkeit. Grundsätzlich wird das Medikament gewählt, welches eine lebenslange Behandlung ermöglicht.

Wo wirken Antihypertonika im Körper?

Diuretika (entwässernde Arzneimittel)

Der enthaltene Wirkstoff Hydrochlorothiazid verstärkt die Ausscheidung von Salzen und Wasser über die Nieren. Daraufhin füllen sich die Blutgefäße nicht so stark mit Flüssigkeit, wodurch der Druck sinkt.

Es gibt folgende Diuretika:

  • Thiaziddiuretika
  • Schleifendiuretika
  • Aldosteronantagonisten
  • kaliumsparende Diuretika

Betablocker

Beta-Blocker verlangsamen den Herzschlag und der Blutdruck sinkt. Zudem verhindern sie das Durchdringen von Stresshormonen zum Herzen. Asthmatiker dürfen Betablocker ausschließlich in Rücksprache mit dem Arzt einnehmen.

Zu den Beta-Blockern zählen unter anderem folgende Wirkstoffe:

  • Atenolol
  • Bisoprolol
  • Metoprolol
  • Timolol

ACE-Hemmer

Diese Arzneimittel hemmen die Wirkung des Proteins ACE, welches für die Produktion von Angiotensin-II mit verantwortlich ist und den Blutdruck erhöht. Eine gezielte Blockierung von ACE senkt den Blutdruck.

ACE-hemmende Wirkstoffe sind:

Kalziumkanal-Blocker (Kalziumantagonisten)

Kalzium erhöht die Spannung der Blutgefäße. Wird der Kalziumkanal an den Gefäßen blockiert, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck reduziert sich.

Wirkstoffe aus der Reihe der Kalziumkanal-Blocker sind:

Spezielle Behandlungsformen bei sekundärer Hypertonie

Sekundäre Hypertonie tritt als Begleiterscheinung anderer Grunderkrankungen beziehungsweise als Nebenwirkung verschiedener Medikamente auf. Je nach Auslöser verändert sich die individuelle Behandlungsmethode.

Darüber hinaus sind die besondere Therapieempfehlungen für folgende Zielgruppen zu beachten:

  • schwangere Frauen
  • ältere Menschen
  • Kinder und Jugendliche
  • Patienten mit Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder koronarer Herzkrankheit (KHK)
  • Personen mit Nierenerkrankungen
  • erwachsene Patienten mit Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern)

Folglich muss einer effektiven Behandlung von Hypertonie stets eine ausführliche, fachärztliche Anamnese vorausgehen. Auf diese Weise steigt nicht nur der Behandlungserfolgt. Vielmehr profitieren Hypertonie Patienten von einer gesteigerten Lebensqualität und einem guten Gesundheitszustand.


Quellen:

  1. Hypertonie. Robert-Koch Institut. URL: gbe-bund.de
  2. Bluthochdruck Bundesverband Deutscher Internisten e.V. URL: internisten-im-netz.de
  3. Leitlinien für das Management der arteriellen Hypertonie Deutsche Hochdruckliga e.V. URL: hochdruckliga.de
  4. Auf einen Blick: arterielle Hypertonie Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. URL: akdae.de

Veröffentlicht am: 24.05.2016

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