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Chlamydien sind die häufigste Geschlechtskrankheit in Europa

Veröffentlicht in Sex & Liebe 25 Nov, 2013

Chlamydien sind Bakterien, die unter anderem auf sexuellen Weg übertragen werden und schwere Folgen wie Erblindung oder Unfruchtbarkeit nach sich ziehen können, wenn keine rechtzeitige Behandlung stattfindet.

Wie kommt es zur Chlamydien Übertragung?

In Deutschland erkranken jedes Jahr bis zu 300.000 Frauen neu an einer Infektion mit Chlamydien. Das Heimtückische dieser Bakterienart ist die Tatsache, dass sie häufig keine sichtbaren Krankheits-Symptome auslöst, so dass viele Menschen infiziert sind, ohne es zu wissen. Sie stecken dann wiederum neue Sexualpartner an und so breitet sich die Krankheit schnell aus. Kommt es jedoch zu einem Ausbruch der Krankheit, kann eine Infektion mit Chlamydien schwerwiegende Folgen auslösen. Alleine in Deutschland sind vermutlich rund 100.000 Frauen aufgrund der Chlamydien unfruchtbar.

Chlamydien können bei allen Arten des Geschlechtsverkehrs übertragen werden, egal ob vaginal, anal oder oral. Den einzigen Schutz bietet safer Sex mit Kondomen.

Die Chlamydien Symptome

Bei ungefähr 70% aller Frauen und 50% aller Männer treten keinerlei Krankheitssymptome auf. Die sichtbarsten Chlamydien Symptome sind - sofern sie richtig gedeutet werden - Juckreiz im Genitalbereich, ein Brennen beim Wasserlassen, Schmerzen beim Sex und ein wässriger oder eitriger Ausfluss aus der Harnröhre oder dem Rektum.

Um die Zahl der unerkannten Infektionen zu reduzieren, fordern Mediziner seit einiger Zeit flächendeckende Tests für Frauen bis zu 34 Jahren. Derzeit gehen Frauen - und auch Männer - nur dann zum Arzt, wenn wirklich sichtbare Chlamydien Symptome auftreten, aber nicht vorher, so dass zahllose Menschen in Deutschland infiziert sind, ohne es zu wissen.

Chlamydia trachomatis

Die mit Abstand häufigste Form der Chlamydien-Infektion ist die sogenannte Chlamydia trachomatis, die wiederum in unterschiedliche Serotypen eingeteilt werden kann. In den westlichen Nationen sind die Serovare D bis K am weitesten verbreitet, die bei Frauen zu Unfruchtbarkeit führen kann. Dies geschieht, wenn sich das Bakterium in der Schleimhaut des Gebärmutterhalses einnistet und von dort über die Gebärmutter in die Eilleiter gelangt. Diese können dann verkleben, so dass kein befruchtetes Ei mehr die Gebärmutter erreichen kann. Stattdessen kommt es häufig zu einer Eileiterschwangerschaft, die schwere Komplikationen auslösen kann. Doch selbst wenn eine mit Chlamydia trachomatis infizierte Frau ein Baby auf normalen Wege austragen kann, wird der Säugling häufig bei der Geburt selbst mit Chlamydien infiziert. Dies kann zu Konjunktivitis (Bindehautentzündungen) oder zu Lungenentzündungen des Neugeborenen führen.

Bei Männern kann Chlamydia trachomatis zu Entzündungen der Harnröhre, der Prostata und den Nebenhoden führen und dort starke Schmerzen auslösen. Weniger häufig sind Infektionen mit Chlamydien im Rachenraum oder im Rektum durch oralen oder analen Geschlechtsverkehr. In seltenen Fällen können Chlamydien des Serotyps D bis K auch durch das Wasser im Schwimmbad übertragen werden und Bindehautentzündungen auslösen.

In Europa eher selten sind die Serotypen A bis C der Chlamydia trachomatis, die in Entwicklungsländern durch mangelnde Hygiene übertragen werden und dort häufig zu Erblindungen führen.

Chlamydia pneumoniae (Abgrenzung)

Eine Unterart der Chlamydien sind die Chlamydophila pneumoniae genannten Bakterien, die früher Chlamydia pneumoniae genannt wurden. Schätzungen zufolge sind bis zu 70% der deutschen Bevölkerung mit diesen Bakterien infiziert - die meisten jedoch ohne es zu wissen.

Bei dieser Infektion handelt es sich jedoch nicht um eine Geschlechtskrankheit, da diese Chlamydien gewöhnlich als Tröpfcheninfektion übertragen werden und vor allem die Lungen befällt. Daher gehören Lungenentzündungen zu den häufigsten Symptomen für den Befall mit Chlamydia pneumoniae. Auch stehen diese Chlamydien im Verdacht Arthritis und Arteriosklerose bei älteren Menschen auszulösen.

Die Chlamydien Behandlung

Wurde eine Infektion mit Chlamydien festgestellt, erfolgt die Behandlung in der Regel mit Antibiotika wie Doxycyclin oder Azithromycin. Wichtig ist, dass der jeweilige Sexualpartner mitbehandelt wird, da sonst eine schnelle Wiederansteckung riskiert wird.

Chlamydien können jeden treffen

Aufgrund der hohen Dunkelziffer bei den Chlamydien-Infektionen ist eine Ansteckung jederzeit möglich. Gerade Frauen mit Kinderwunsch sollten daher großen Wert auf safen Sex mit Kondomen legen und sich zudem ab und zu einmal auf Chlamydien testen lassen.

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