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Kondom (Präservativ) als Barrieremethode der hormonfreien Verhütung

Veröffentlicht in Sex & Liebe 26 Nov, 2015

Das Kondom gehört zu den wenigen Barrieremethoden der Verhütung mit der gleichzeitig ein Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft als auch vor der Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit besteht. Wird es richtig angewandt, dann kann zuverlässig schützen. Dabei ist vor allem die Möglichkeit einer spontanen Anwendung beliebt.

Kondom Fakten

Anwendungsform: Latexhülle
Anwendung: Überziehen auf den Penis
Pearl Index: 2-12
Kosten: ca. €0.30-1 pro Stück


Geschichte


Heute ist bekannt, dass bereits der berühmte Liebhaber Casanova sich im 18. Jahrhundert durch Kondome aus Schafsdärmen vor Syphilis schützen wollte. Die ersten Modelle wurden aus gewebten Stoffen hergestellt und waren daher natürlich nicht besonders sicher. Im 19. Jahrhundert wurde begonnen vorwiegend Tierdärme und zur Befestigung Seidenbänder zu benutzen. In Bezug auf die Namensgebung von Kondomen gibt es unterschiedliche Theorien – eine ist zum Beispiel, dass er von dem Hofarzt Dr. Condom stammt.

Im Jahr 1839 revolutionierte die Erfindung von vulkanisiertem Kautschuk die Herstellungsmöglichkeiten der Zeit. Es dauerte allerdings noch bis 1855, bis das erste Kondom im heutigen Sinne geschaffen war. Im Jahr 1912 entwickelte der Gummifabrikant Julius Fromm dann eine Methode mit der nahtlose Kondome hergestellt werden konnten, indem ein Glaskolben in eine Gummilösung getaucht wurde. Bereits im ersten Weltkrieg gehörten Kondome zu der Standardausrüstung etlicher Soldaten.

Anwendung


Liest man sich die Gebrauchsanweisung genau durch, dann ist die richtige Anwendung von Kondomen im Grunde nicht schwer. Wichtig ist, dass man schon beim Öffnen der Verpackung darauf achtet, das Kondom nicht zu verletzen. Außerdem sollte man unbedingt vor dem Öffnen prüfen, dass die Verpackung nicht beschädigt ist, noch Luft enthalten ist und das Verfallsdatum noch nicht erreicht wurde.

Bei einem unbeschnittenen Penis sollte dir Vorhaut leicht zurückgezogen werden, bevor das Kondom richtig herum auf die Eichel gesetzt wird. Dabei sollte man das Reservoir mit zwei Fingern festhalten und die Luft so entfernen, um Raum für den späteren Samenerguss zu schaffen. Wichtig ist, dass der Penis bereits steif ist. Die Rolle des Kondoms muss dabei unbedingt außen liegen, sonst würde es sich nicht abrollen lassen. Wurde es versehentlich falsch herum aufgesetzt, dann muss ein neues Kondom verwendet werden, da sich bereits Samen oder Krankheitserreger in der Spitze befinden könnten. Beim Abrollen sollte das Kondom weiterhin oben festgehalten werden damit es nicht verrutscht.

Anwendung Kondom

Nach der Ejakulation wird das Kondom am Ring festgehalten, während der Penis herausgezogen wird. Penis und Hände sollten nach der Entsorgung des Kondoms natürlich gründlich gewaschen werden.

Verträglichkeit und Sicherheit


Kondome aus Latex sind für die meisten Menschen sehr gut verträglich. In wenigen Ausnahmen kann eine Latexallergie es notwendig machen, dass Sie alternativ latexfreie Kondome verwenden. Auch sie sind im Fachhandel und der Apotheke erhältlich und sind preislich mit normalen Kondomen vergleichbar.

Der Pearl-Index von Kondomen liegt bei 2-12, wobei die richtige Anwendung ihn natürlich senkt. Der Pearl-Index gibt an, wie viele Frauen trotz Verwendung des jeweiligen Verhütungsmittels bei sexueller Aktivität schwanger werden. Wer sich einen sehr zuverlässigen Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft wünscht, der sollte Kondome am besten mit einem anderen Verhütungsmittel wie beispielsweise der Antibabypille kombinieren.

Wird zum leichteren Eindringen in die Scheide ein Gleitgel verwendet, ist es wichtig, dass dies kein Öl oder Fett enthält, da es sonst das Kondom beschädigen kann. Besondere Vorsicht ist zudem bei Intimpiercings geboten, hier besteht eine höhere Chance, dass das Kondom durch das Piercing verletzt wird.

Checkliste für die Sicherheit

  • Qualitätssiegel mit CE-Kennzeichnung vorhanden
  • Herstellername und Haltbarkeitsdatum vorhanden
  • richtige Lagerung (nicht in der Sonne)
  • richtige Kondomgröße wählen

Vor- und Nachteile


Ein klarer Vorteil der Kondome ist natürlich, dass sie nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen, sondern auch die Übertragung von Geschlechtskrankheiten verhindern. Außerdem sind sie relativ günstig und können einfach und spontan angewendet werden. Da Kondome dünner als Haut sind, sind sie beim Geschlechtsverkehr für gewöhnlich auch nicht zu spüren.

Ein Nachteil ist, dass es in seltenen Fällen bei Kondomen zu Allergien kommen kann, außerdem ist der Verhütungsschutz im Vergleich zu anderen Verhütungsmitteln, wie der Antibabypille, nur mäßig sicher. Zudem berichten einige Männer davon, dass das Empfinden während des Sex beeinträchtigt ist. Einige stören sich wiederum am speziellen Geruch des Latex.

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