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Wieso Bakterien gesund sein können

Veröffentlicht in News & Forschung 29 Mai, 2015

Bakterien gelten als ungesund, als Auslöser von Infektionen und Krankheiten. Dennoch bevölkern sie zahlreich unseren Körper und richten dort nicht nur Schaden an. Welche Bakterien tatsächlich gesund sind, haben wir zusammengetragen.

Bakterien im menschlichen Körper


Bakterien gehören wie Viren und Pilze zu den sogenannten Mikroben und machen die größte Anzahl an mikrobischen Zellen im Körper aus. Sie kommen im Mund, der Nase, den Genitalien, der Harnröhre und dem Darm vor. Bakterien sammeln sich vor allem im Darm an und haben dort auch den größten Einfluss auf den Körper. Forscher gehen davon aus, dann man den verschiedenen Bakterien, die man im Stuhl eines Menschen isolieren kann, bestimmte Krankheiten zuordnen kann. Um die genaue Wirkung der mikrobischen Zellen jedoch genau zu verstehen, bedarf es noch mehr Forschung. Die Bakterien-Zusammensetzung eines Menschen ist verschieden, diese Unterschiede können Aufschluss über Gesundheit oder Krankheit eines Menschen geben. So konnten bereits Beziehungen zwischen dem Vorhandensein bestimmter Bakterien und Krankheiten, wie Diabetes, Fettleibigkeit oder Darmkrebs. Der Auslöser sei dabei weniger das Vorhandensein des Bakterienstamms an sich als ein Ungleichgewicht in der Bakterienflora./p>

Wieso wir Bakterien brauchen


Darmbakterien sind für den menschlichen Körper essentiell, denn sie nehmen Teil an wichtigen Verdauungsprozessen. Während der Verdauung sorgen bestimmte Bakterien für die Entstehung von wichtigen Vitaminen, regen das Immunsystem an und produzieren Moleküle, die wiederum das Gehirn anregen. Des Weiteren spalten sie bestimmte Lebensmittel auf, die sonst unverdaulich wären, und bekämpfen schädliche Mikroben. Eine ausgewogene Bakterienflora kann diese Prozesse begünstigen und so das Immunsystem stärken. Einige Untersuchungen zeigen zudem erste Hinweise, dass die durch Darmbakterien erzeugten Metaboliten, die das Hirn anregen, sich auf die Hirnleistung in solchem Maße auswirkt, dass ein Mangel dieser Bakterien womöglich Krankheiten wie Alzheimer oder Depressionen auslösen kann. Eine Umstellung der Ernährung kann die individuelle Bakterienflora ändern und sich so positiv auf die Gesundheit auswirken. Um eine ausgewogene Balance zu erreichen, wollen Forscher den Einfluss von Bakterien so weit untersuchen, dass sie als Routineverfahren die individuelle Flora eines Menschen ermitteln können und basierenden darauf eine individuelle Probiotika-Mischung zusammenstellen.

Gesunde Bakterien


Zu den wichtigsten gesunden Darmbakterien zählen der Laktobazillus und das Bifidobakterium. Sie sind vor allem in Milchprodukten enthalten und können über sogenannten probiotischen Yoghurt mit der Nahrung aufgenommen werden. Aber auch Sauerkraut, Gewürzgurken und sogar dunkle Schokolade können gesunde Bakterien enthalten.

Laktobazillus wird gegen Verdauungsstörungen, wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen eingesetzt. Es wirkt sich positiv auf die Darmflora aus, indem es Keime bekämpft, und kann auf diese Weise auch zur Vorbeugung eingesetzt werden. Zudem kann das Milchsäurebakterium Keime in der Scheide bekämpfen und vor deren Befall vorbeugen. Außerdem soll es das Zahnfleisch schützen.

Das Bifidobakterium wirkt sich ebenfalls positiv auf die Darmflora aus, indem es Keime bekämpft und die Verdauung anregt. Das Bakterium ist das erste, das sich nach der Geburt im Darm ansiedelt, bekämpft dort mögliche Krankheitserreger und produziert wichtige B-Vitamine. Neben dem Schutz vor Darmentzündungen, soll das Bakterium auch vor Allergien schützen. Es gibt Hinweise darauf, dass Kinder, die unter Allergien leiden, kein Bifidobakterium im Stuhl aufweisen.

Die Darmbakterien stärken das Verdauungs- sowie das Immunsystem und stellen die Bakterienflora wieder her. Dies ist besonders nach einer Krankheit oder Behandlung mit Antibiotika bei Infektionskrankheiten, wie einigen Geschlechtskrankheiten, wichtig. Die beiden Darmbakterien werden in Kombination auch als Arzneimittel eingesetzt. Eine Studie der American Dairy Science Association zeigt, dass deren Kombination sich sogar positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken kann. Demnach hilft eine probiotische Ernährung den Cholesterinspiegel im Allgemeinen aber besonders die Konzentration des schädlichen LDL-Cholesterins zu senken. Das gesunde HDL-Cholesterin kann allerdings nicht allein durch die Milchsäurebakterien angeregt werden.


gesunde Bakterien

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