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Wie krank ist Deutschland wirklich?

Veröffentlicht in News & Forschung 13 Apr, 2015

Die meisten Menschen wissen zwar, dass man mit Bewegung und einer gesunden Ernährung sehr gut vorbeugen kann, die Realität sieht gerade im stressigen Berufsalltag allerdings oft anders aus. Ein Vergleich der unterschiedlichen Region eröffnet dabei sehr interessante Einblicke in die Gesundheit der Deutschen.

Obwohl viele Deutsche sich als gesund einschätzen, sind Volkskrankheiten wie Diabetes, Fettsucht und Herz-Kreislauf-Beschwerden auf dem Vormarsch und daher in aller Munde. Überschätzen wir uns also?

Zu welchen Schlüssen kommt der Bericht der DKV?


Die Deutsche Krankenversicherung (DKV) hat auch im vergangenen Jahr wieder eine Telefonstudie mit 3.000 Teilnehmern in Auftrag gegeben, die zu ihrem Verhalten im Bereich Gesundheit und Ernährung befragt wurden. Augenmerk lag dabei auch auf dem im Alltag empfundenen Stress. Interessant war bei den Ergebnissen vor allem, dass es noch immer deutliche regionale Unterschiede gibt. So gibt es in Berlin zum Beispiel am meisten Raucher und Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken. Dafür bewegen sich die Berliner aber auch am meisten – etwa 60% treiben in einem ausreichenden Maß Sport.

Anscheinend sind die Deutschen im Bereich Gesundheit insgesamt ein wenig zu optimistisch – 57% der Befragten schätzen ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut ein, dabei erreichen nur 11% die empfohlenen Werte im Bereich körperliche Aktivität, Ernährung, Rauchen, Alkohol und Stress.

Sitzen als eigenständiger Risikofaktor


Ein weiterer interessanter Aspekt der Studie war, dass häufiges, langes Sitzen genau wie Zigaretten- oder Alkoholkonsum als eigenständiger Risikofaktor eingestuft wurde. Selbst wenn Menschen in ihrer Freizeit viel Sport treiben, kann ständiges Sitzen im Berufsalltag dafür sorgen, dass der Stoffwechsel und der Energieverbrauch des Körpers auf ein Minimum reduziert werden. Wurden die Teilnehmer zu ihrem Sitzverhalten bei der Arbeit, bei Mediennutzung und im Bereich Transport befragt, dann war die tatsächliche Sitzzeit in den meisten Fällen viel höher als erwartet.

Die Ergebnisse des Robert Koch Institutes


Auch das Robert Koch Institut hat eine aktuelle Studie veröffentlicht, sie nennt sich GBE kompakt. Hier wurde besonders die Lebenserwartung als Indikator für den Gesundheitszustand in Betracht gezogen. Spannend ist hier, dass sich die Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern bei den Frauen fast ganz angeglichen haben, bei den Männern allerdings nicht. So lebten Frauen im Westen zu Beginn der 90er noch durchschnittlich 2,3 Jahre länger als Frauen im Osten, heute sind es allerdings nur noch 0,2 Jahre – ein kaum relevanter Unterschied. Bei den Männern hingegen zeigte sich zu Beginn eine um 3,2 Jahre längere Lebenserwartung im Westen, heute sind es immerhin noch 1,4 Jahre mehr als im Osten.

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