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Was sind eigentlich humane Papillomviren?

Veröffentlicht in News & Forschung 01 Sep, 2014

Die meisten sexuell aktiven Erwachsenen infizieren sich im Laufe ihres Lebens einmal mit humanen Papillomviren. Doch was sind diese Viren eigentlich und wie gefährlich sind sie wirklich?
Bei humanen Papillomviren handelt es sich um DNA-Viren, die durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen werden können. Humane Papillomviren sind weit verbreitet, sie zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. In den meisten Fällen schafft es ein gesundes Immunsystem die Bakterien von selbst zu besiegen, eine Infektion bleibt daher oftmals unbemerkt. In den schlimmsten Fällen können humane Papillomviren allerdings auch zu Krebs im Gebärmutterhals oder der Mundhöhle führen.

Vorsicht bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr

Die Übertragung von humanen Papillomviren, auch als HPV bekannt, erfolgt in der Regel über die Haut oder Schleimhäute – ungeschützter Geschlechtsverkehr ist daher der Hauptgrund für Infektionen. Wer Kondome benutzt, kann sich vor HPV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten schützen. Wichtig ist, zu wissen, dass eine Übertragung nicht nur bei Vaginal-, sondern auch bei Anal- und Oralverkehr stattfinden kann.

Da eine HPV-Infektion nicht unbedingt mit Symptomen einhergehen muss, ist es für sexuell aktive Menschen in jedem Fall sinnvoll, sich regelmäßig testen zu lassen. Auf diese Weise können sexuell übertragbare Krankheiten schnell behandelt werden, so dass eine Verbreitung auf andere Partner ausgeschlossen werden kann. Haben Sie sich infiziert und werden behandelt, dann ist es natürlich wichtig, dass Sie Ihre Partner informieren und diese sich auch behandeln lassen. Um festzustellen, ob Sie sich mit HPV infiziert haben, schabt der Arzt eine kleine Zellprobe von der Schleimhaut im Genitalbereich und sendet diese an ein Labor. Dort kann die Probe dann auf anomale Veränderungen untersucht werden.

Grundsätzlich sind jüngere Menschen eher von HPV betroffen, da sie seltener in festen Partnerschaften leben und daher öfter wechselnde Geschlechtspartner haben. Neuere Studien zeigen, dass die Infektionsrate bei Frauen unter 30 bei etwa 25% liegt, bei Frauen über 30 sind es nur noch 8%. Bedenken sollte man dabei, dass der Körper die Infektion oftmals von allein bekämpft und sie daher dann nach einer gewissen Zeit nicht mehr nachweisbar ist.

Die verschiedenen Formen von HPV Viren

Experten haben den HP Virus noch immer nicht vollständig erforscht – heute geht man davon aus, dass es etwa 100 bis 170 unterschiedliche Formen gibt, von denen die meisten harmlos sind. Etwa 40 der HP Viren sind sexuell übertragbar und finden sich vor allem auf den menschlichen Schleimhäuten, sie werden auch als "genitale HPVs" bezeichnet. Nur zwölf der genitalen HPV-Typen werden von der internationalen Krebsforschungsagentur als so genannte Hochrisiko-Typen eingestuft, darunter vor allem HPV 16 und HPV 18. Andere Formen des Virus haben sich auf die Ansiedelung auf Händen und Füßen spezialisiert.

Mögliche Folgeerkrankungen einer HPV Infektion

Eine häufiger auftretende Folgeerkrankung von humanen Papillomviren sind Feigwarzen im Genitalbereich. Sie können am Penisschaft, den Schamlippen und in der Vagina auftreten und werden in der Regel durch eine verschreibungspflichtige Lösung wie Wartec behandelt.

Weiterhin konnten Studien einen Zusammenhang zwischen dem HPV Virus und Gebärmutterhalskrebs feststellen. Dies heißt allerdings nicht, dass eine Infektion mit humanen Papillomviren zwangsläufig zu Krebs führen muss – in den meisten Fällen wird der Körper schon nach kurzer Zeit von ganz allein mit dem Virus fertig. Seltenere Formen des HPV-Virus können allerdings in manchen Fällen als Auslöser für eine Tumorbildung identifiziert werden. Dies beschränkt sich nicht auf den Genitalbereich – der HPV Virus kann prinzipiell auch Tumore im Mundbereich durch Oralverkehr begünstigen.

Kommt es zu Krebs, dann spielten meist mehrere Faktoren eine Rolle – zumindest eine lang anhaltende Infektion, die der Körper nicht allein bekämpfen konnte und das Vorliegen eines Hochrisiko-HPV-Typs. Dennoch entwickelt sich auch bei Vorliegen dieser Voraussetzungen nur ein Bruchteil der Zellveränderungen auch zu Krebs. Panik ist daher nicht notwendig, ein vernünftiges Maß an Vorsicht allerdings schon.

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