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Angela Merkel soll zur Zigarette greifen: Vier Punkte Plan gegen chronische Krankheiten

Veröffentlicht in News & Forschung 14 Nov, 2014

Weltweit nehmen Krebs, Diabetes und Herzkreislauferkrankungen zu und verursachen immense Kosten, während die Lebensqualität der Betroffenen stark eingeschränkt wird. Die Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichte deshalb schon 2011 einen "Aktionsplan zur Umsetzung der Europäischen Strategie zur Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten" um dieses Problem in den Griff zu bekommen. Auch Deutschland verpflichtete sich 2013 zur Einhaltung dieser Strategien, doch getan hat sich seitdem nicht viel, wie die Deutsche Allianz gegen Nicht übertragbare Erkrankungen (NCD Allianz) nun monierte. Sie stellte nun selbst einen Vier Punkte-Plan vor, mit dem der "Tsunami der chronischen Krankheiten" gestoppt werden soll.

Schon Kinder sollen gesünder leben

Ganz wichtig ist nach Ansicht der Experten ein früher Beginn: Schon Kindergartenkinder sollen in Zukunft mehr Bewegung und gesünderes Essen erhalten, damit sie erst gar keinen Speck ansetzen können. Immerhin 15% der Kinder und Jugendlichen gelten heute schon als zu dick, 6% sogar als fettleibig. Um die gewünschten Vorschläge umzusetzen, wird jedoch vor allem die Politik gefragt sein:

So sieht der Plan vor, dass Kinder und Jugendliche täglich eine Stunde Sport in Kitas, Kindergärten und Schulen treiben sollen und verbindliche Qualitätsstandards für das Essen in allen Bildungseinrichtungen eingeführt wird. Lebensmittelwerbung, die sich gezielt an Kinder richtet, soll ganz verboten werden.

Fett- und Zuckersteuer im Supermarkt

Um nicht nur Kindern, sondern den Menschen im Allgemeinen die Lust auf zuckrige und fettige Lebensmittel zu vermiesen, sollen neue "Fettsteuern" und "Zuckersteuern" erhoben werden: Dadurch werden ungesunde Lebensmittel verteuert, während gesunde Lebensmittel billiger sein werden. Die Experten verweisen auf Ungarn, Finnland und Frankreich, wo bereits ähnliche Konzepte eingeführt wurden um Menschen zum Kauf gesunder Lebensmittel zu bewegen. Frankreich erhebt derzeit eine "Cola-Steuer" auf Softdrinks, die Zucker oder Süßstoff enthalten, während Finnland neben zuckrigen Softdrinks auch Süßigkeiten besteuert. Ungarn setzt dagegen auf eine "Junk Food-Steuer" auf besonders fettige und salzige Nahrungsmittel.

Nicht erwähnt wird dabei jedoch die Tatsache, dass Dänemark seine heftig umstrittene Fettsteuer bereits nach einem Jahr wieder abgeschafft hatte - die Dänen waren einfach zum Einkaufen über die Grenze nach Schweden oder Deutschland ausgewichen.

Angela Merkel soll zur Zigarette greifen

Fernseharzt Eckart von Hirschhausen ergänzt den Vier-Punkte-Plan um den Hinweis darauf, dass der erhobene Zeigefinger zumeist nichts bringt. Werden Junk Food oder Cola verteufelt, greifen Kinder und Jugendliche aus Trotz erst recht dazu. So könnte es bei kleinen Kindern möglicherweise sinnvoll sein, ihnen Brokkoli oder Spinat zu verbieten - dann erwacht die Neugierde darauf.

Jugendlichen könne man dagegen eher mit Logik beikommen: Der Hinweis auf potenzielle Herzkreislauferkrankungen wird keinen Teenager von der Zigarette fernhalten, wohl aber Hinweise auf die üblen Machenschaften der Tabakindustrie. Auch der Coolness-Faktor spiele eine große Rolle: Würde Bundeskanzlerin Merkel zur Zigarette greifen, wäre das Rauchen schnell ganz furchtbar uncool.

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