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Neue Hoffnung für die AIDS Forschung?

Veröffentlicht in News & Forschung 27 Mai, 2015

AIDS bzw. HIV ist für die Medizin nach wie vor ein wichtiges Thema, immerhin sind weltweit etwa 34 Millionen Menschen mit HIV infiziert, etwa 2 Millionen Menschen sterben pro Jahr an AIDS. Schützen kann man sich vor allem mit Kondomen – Forscher fanden jetzt allerdings ein Protein, das Neuansteckungen in Zukunft eventuell ebenfalls vermeiden könnte.

Keine Infektion dank Protein?


In den USA hat ein Team von Wissenschaftlern am The Scripps Research Institute nun ein kombiniertes Eiweiß-Molekül entwickelt, das sich an die Oberfläche der HI-Viren bindet und sie so davon abhält ihre Wirtzelle zu infizieren. Im Vergleich zu den bisher entwickelten breit neutralisierenden Antikörpern sollen diese Eiweiß-Moleküle sogar noch vielversprechender sein. Gelangen HI-Viren in den menschlichen Körper, dann müssen sie sich nämlich zuerst an bestimmten Andockstellen binden bevor sie ihre Vermehrung in Gang setzen können. Da das Virus dauerhaft seine Gestalt ändert, ist es dem Immunsystem allerdings normalerweise, beispielsweise ohne das neue Eiweiß-Molekül, nicht möglich den Erreger zu bekämpfen.



Die Forscher hoffen, dass das neue Protein die Abwehrkräfte des Körpers so stärken könnte, dass Neuinfektionen deutlich unwahrscheinlicher werden. Langzeitziel ist es dabei natürlich nicht nur Patienten zu schützen, sondern den Virus langfristig ganz auszurotten.

Ist die Impfung nah?


Im ersten Schritt wurde an Mäusen getestet, ob das Protein tatsächlich wie erhofft schützend wirkt. Der Versuch viel positiv aus – tatsächlich schützte das Protein sogar vor HIV-1-Varianten, bei denen ein breit neutralisierende Antikörper machtlos was. Im nächsten Schritt wurde der Versuch dann mit vier behandelten Makaken und vier unbehandelten Versuchstieren durchgeführt. Alle Versuchstiere infizierten sich über mehrere Wochen hinweg, während die Tiere, denen das Protein gespritzt wurde, geschützt gewesen sind.

Derzeit ist die Zahl der Versuchstiere noch zu gering und das Risiko für den Menschen nicht gut genug kalkulierbar. Außerdem ist fraglich, ob das Protein auch an den Schleimhäuten wirken würde. Vorerst gibt es also keine Impfung gegen HIV – die neuen Erkenntnisse machen allerdings dennoch Hoffnung für die Zukunft.

Ansteckung mit HIV und Geschlechtskrankheiten vermeiden


Leider sind Neuinfektionen mit Geschlechtskrankheiten wie Tripper, Chlamydien oder HPV wieder im Vormarsch. Kondome zu verwenden ist daher trotz des medizinischen Fortschritts sehr wichtig. Gerade mit neuen Geschlechtspartnern sollte man erst dann auf Kondome verzichten, wenn beide Partner sich auf eventuelle sexuell übertragbare Krankheiten untersuchen lassen haben. Außerdem sollte man wissen, dass Kondome nicht nur bei vaginalem Geschlechtsverkehr vor Geschlechtskrankheiten schützen, sie sind bei analem und oralem Geschlechtsverkehr genauso wichtig, da man sich auch hier anstecken kann.

Kondome schützen natürlich nicht nur vor Geschlechtskrankheiten, sie können auch Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft bieten. Allerdings gehören sie mit einem Pearl-Index von 2-12 zu den etwas weniger zuverlässigen Verhütungsmethoden. Der Pearl-Index gibt nämlich an, wie viele Frauen von Hundert im Schnitt bei Verwendung des jeweiligen Verhütungsmittels nach einem Jahr schwanger werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte Kondome daher am besten mit einem anderen Verhütungsmittel wie beispielsweise der Antibabypille kombinieren.

Doch nicht nur der reine Körperkontakt birgt die Gefahr einer Infektion. Gerade die Verwendung von Sexspielzeug kann zu einer Ansteckung führen. Daher sollte man immer auf eine angemessene Hygiene nach dem Geschlechtsakt achten und nicht ungesäubertes Spielzeug mit verschiedenen Partnern verwenden.

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