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Wenn Medikamente zum Berufsalltag gehören

Veröffentlicht in News & Forschung 03 Apr, 2015

Immer mehr Menschen nehmen Medikamente ein, um den Herausforderungen ihres Berufslebens gerecht zu werden. Dabei kann das "Gehirndoping" ernsthafte gesundheitliche Risiken mit sich bringen – Stressmanagement, gezielte Entspannung und eine gesunde Work/Life-Balance wären daher deutlich bessere Maßnahmen.

Eine Studie der DAK mit erschreckenden Ergebnissen


Die Krankenkasse DAK-Gesundheit hat vor Kurzem eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, bei der unterschiedliche Aspekte von Gesundheit und Lebensweise unter die Lupe genommen wurden. Teil des Gesundheitsberichtes 2015 war beispielsweise eine Analyse des Umgangs mit Stress am Arbeitsplatz, die erstaunliche Wahrheiten ans Licht brachte. So nehmen in Deutschland derzeit fast drei Millionen Menschen verschreibungspflichtige Medikamente ein, die ihnen helfen sollen Stress und Ängste abzubauen und leistungsfähiger arbeiten zu können. Es handelt sich dabei im Vergleich zum Jahr 2008 um eine Steigerung von 4,7% auf 6,7%.

Grund für den hohen Medikamentenkonsum sind vor allem Stress und Leistungsdruck. Vier von sechs der Befragten, die verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen, gaben an, dass sie vor allem vor Präsentationen oder anderen konkreten Anlässen zur Pille greifen. Interessanterweise gab es leichte Unterschiede zwischen Männern und Frauen – männliche Befragte nahmen nämlich eher Medikamente ein um leistungsfähiger zu sein, während weibliche Befragte versuchten durch Medikamente emotional stabiler zu werden.

Ebenfalls interessant: Etwa jeder Achte nahm Tabletten gegen Tagesmüdigkeit ein, jeder Siebte erhielt Tabletten von Freunden oder Bekannten und jeder Zweite bekam ein Rezept vom Arzt.

Warum "Gehirndoping" gefährlich sein kann


DAK-Vorstandschef Herbert Rebscher äußerte Bedenken und erklärte, dass die Zahlen zwar noch nicht auf ein Massenphänomen hinweisen, allerdings dennoch als ernst zu nehmendes Warnsignal zu sehen sind. Beispielsweise sind körperliche Nebenwirkungen wie Persönlichkeitsveränderungen möglich – aber auch psychische Probleme wie Abhängigkeit können bei regelmäßigem Konsum von Aufputschern zum Problem werden. In medizinischen Studien wurden Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Herzrhythmusstörungen, Schwindel, Nervosität und Kopfschmerzen identifiziert, über mögliche Langzeitfolgen besteht allerdings noch Unklarheit.

Welche Stimulanzien werden am häufigsten eingesetzt?


Viele Patienten nehmen Methylphenidat ein, da das Präparat bei Konzentrationsproblemen, der Schlafkrankheit und Aufmerksamkeitsstörungen helfen kann. Ebenfalls beliebt sind Betablocker, da sie beruhigen und Bluthochdruck senken können. Sie werden daher besonders häufig bei Prüfungsangst eingesetzt. Antidepressiva hingegen können bei Depressionen, Stimmungsschwankungen und Panikattacken helfen. Antidementia sind zwar eigentlich zur Behandlung von Alzheimer gedacht, sie werden allerdings heute auch häufig zur Steigerung der Gedächtnisleistung eingesetzt.

Auch wenn die Wirkung von verschreibungspflichtigen Medikamenten vielleicht verlockend ist – auf eine ausgewogene Work/Life-Balance, Entspannung und eine gesunde Ernährung zu achten ist dauerhaft sehr viel besser für Ihre Gesundheit. Ihre Leistungsfähigkeit können Sie auch auf natürlich Weise verbessern, zum Beispiel indem Sie auf ausreichend Schlaf, Vitamine und Mineralstoffe sowie regelmäßige Ruhepausen achten.

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