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Erkältungssaison beginnt früh: High Five gesünder als Händedruck

Veröffentlicht in News & Forschung 20 Aug, 2014

Deutschland stöhnt im Sommermonat August unter Herbststürmen und niedrigen Temperaturen. Dadurch verschiebt sich auch der Beginn der alljährlichen Erkältungssaison weiter nach vorne. Zu den üblichen Tipps zur Vorbeugung einer Erkältung, dem Stärken des Immunsystems und der größtmöglichen Hygiene, gestellt sich nun ein weiterer Tipp der Aberysthwyth University in Wales: Statt auf den altmodischen Händedruck zu setzen, sollten es auch ältere Menschen den Jugendlichen gleich tun und lieber ein "High Five" zur Begrüßung wählen. Der Grund liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand: Über den Händedruck werden Keime sehr leicht weiterverbreitet.

Feuchtwarme Hände ein Paradies für Erreger

Der Mediziner Dave Whitworth wollte es nun genauer wissen und testete mit der Studenten Sara Mela in Aberystwyth die heute gängigen Begrüßungsmethoden aus: Er zog sich dazu einen Untersuchungshandschuh an, der zuvor in eine Bakterienlösung getaucht worden war. Dann begrüßte er die Studentin mit einem traditionellen Händedruck, mit einem "High Five", bei dem zwei Menschen die erhobenen Handflächen kurz gegeneinander klatschen, und das "Knuckle Crunching", bei zwei Menschen geschlossene Fäuste aneinander legen, so dass sich die Fingerknöchel (engl. Knuckles) berühren.

Wenig erstaunlich: Bei dieser Form der Begrüßung wurden mit Abstand die wenigsten Bakterien übertragen. Beim klassischen Händedruck wurden im Vergleich dazu rund 90 Prozent mehr Bakterien auf die andere Person übertragen. Der oft verspottete schlaffe Händedruck ist dabei immerhin noch etwas hygienischer als der so beliebte kräftige Händedruck, bei dem mehr Bakterien den Weg auf die andere Handfläche finden. Die High Five-Begrüßung lag im Mittelfeld.

Ärzte sollten auf Begrüßung per Handschlag verzichten

Besonders Ärzten, die ihre Patienten in der Praxis mit einem herzlichen Händedruck empfangen, sollten umdenken, so Whitworth. Selbst wenn zwischen zwei Patienten die Hände gewaschen oder desinfiziert werden, ist die Gefahr dennoch groß, dass der Arzt einem Patienten Keime weiterreicht. Wer ältere Patienten nicht mit einem Knuckle Crunching verschrecken will, sollte am besten ganz auf eine Begrüßung mit Körperkontakt verzichten.

Andere Menschen, die leicht zu Erkältungen neigen, sollten ebenfalls nach Möglichkeit den Händedruck vermeiden. Wenn dies nicht geht oder unhöflich wirken könnte, zum Beispiel bei geschäftlichen Treffen, sollten die Hände möglichst bald gewaschen werden. Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass sich diese Art der Begrüßung im Laufe der Zeit überlebt. Schließlich muss heute niemand mehr demonstrieren, dass er ohne Waffe in den Händen zu Besuch kommt - dem Ursprung dieser Begrüßungsform in Europa. In Asien wird dagegen schon sehr lange auf Körperkontakt verzichtet und stattdessen auf Verbeugungen oder das Aneinanderlegen der eigenen Handflächen gesetzt.

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