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Früchte und Joghurt helfen gegen Parkinson

Veröffentlicht in News & Forschung 19 Aug, 2014

Die Parkinson-Krankheit ist in Deutschland eine der häufigsten Nerven-Erkrankungen, von der vor allem ältere Menschen betroffen sind. Obwohl schon lange nach Behandlungsmöglichkeiten geforscht wurde, gab es bisher nur wenig Hoffnung. Wer hätte da gedacht, das bereits einfache Grundnahrungsmittel Abhilfe schaffen können. Das Max-Planck-Institut hat nun herausgefunden, dass Früchte und Joghurt wirksame Stoffe enthalten, die der Erkrankung einiges entgegenzusetzen haben.

Was genau geschieht wenn Menschen an Parkinson erkranken?

Die Parkinson-Krankheit wird auch als Morbus Parkinson bezeichnet und ist eine neurologische Erkrankung, bei der ein Teil der Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn langsam absterben. Als Folge kann es zu Muskelstarre, verlangsamten Bewegungen, Zittern, einer Verlangsamung der geistigen Prozesse und Haltungsinstabilität kommen. In den meisten Fällen wird die Krankheit erst im späteren Verlauf entdeckt, da sie langsam und schleichend fortschreitet. Was genau die Ursachen für eine Parkinson-Erkrankung sein können, ist Forschern noch nicht ganz klar. Seit Kürzerem wurde allerdings ein Zusammenhang zwischen Pestiziden und Parkinson erkannt – bei Landwirten, die mehr als zehn Jahre mit Pestiziden gearbeitet haben, wird Parkinson in Frankreich daher als Berufskrankheit anerkannt.

Betroffene erleben im ersten Schritt meist Probleme mit dem Ausführen von Alltagsaufgaben wie dem Schuheschnüren oder Zähneputzen. Im weiteren Krankheitsverlauf kann es dann zu schwereren Einschränkungen kommen, die sich in Bewegungsstörungen beider Körperhälften äußern können. Grundsätzlich ist die Parkinson-Krankheit noch immer unheilbar, dank neuester Erkenntnisse gibt es allerdings Therapiemethoden, die den Krankheitsverlauf verlangsamen und die Symptome lindern können. So können viele Patienten heute mehrere Jahrzehnte lang ohne Einschränkungen leben, wenn ihre Medikamente regelmäßig auf die sich verändernde Situation eingestellt werden.

In diesem Video der Deutschen Parkinson Vereinigung können Sie mehr über die Parkinson-Krankheit und ihre Behandlung erfahren:


Wie können Früchte und Joghurt bei Parkinson helfen?

Forscher überall auf der Welt versuchen bereits seit etlichen Jahren ein geeignetes Medikament gegen die Parkinson-Krankheit zu entwickeln. Im Max-Plack-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik wurde nun endlich herausgefunden, dass die Stoffe Glykolat und D-Laktat, die besonders in Joghurt und Früchten enthalten sind, präventiv wirken und gleichzeitig auch in der Behandlung einer bestehenden Erkrankung eingesetzt werden können.

Der positive Effekt von Glykolat und D-Laktat entsteht, wenn die Mitochondrien im Gehirn, die durch das Fortschreiten der Krankheiten ihre Aktivität aufgegeben haben, reaktiviert werden. Langfristig werden Gehirnzellen, die sonst verloren gegangen werden, so am Leben erhalten. Forscher arbeiten daher nun daran, Lebensmittel mit einem besonders hohen Anteil an Glykolat und D-Laktat zu entwickeln, damit diese in der Parkinson-Therapie eingesetzt werden können.

Prävention und Behandlung von Parkinson

Obwohl die Parkinson-Krankheit bis heute nicht ganz geheilt werden kann, geht man davon aus, dass die Lebenserwartung von Betroffenen kaum geringer ist, als die von gesunden Menschen. Da die Krankheit von Patient zu Patient sehr unterschiedlich ausfallen kann, wird oftmals die UPDRS (Unified Parkinson`s Disease Rating Scale) als Skala zur Beurteilung des individuellen Krankheitsbildes herangezogen. Von dem Ergebnis dieser Beurteilung hängt natürlich auch ab, welche Therapieform am sinnvollsten ist. Man kann allerdings sagen, dass die meisten Patienten es schaffen, ihre Symptome durch eine regelmäßige Medikation weitestgehend zu kontrollieren.

Gerade im Alter ist es sinnvoll, Erkrankungen wie Parkinson durch gezieltes Gehirntraining entgegen zu wirken. Geistige Aktivität, zum Beispiel durch Kartenspielen, kann helfen das Gehirn jung und gesund zu halten. Da die genauen Ursachen der Erkrankung noch nicht gefunden worden sind, ist es darüber hinaus allerdings schwer zu beurteilen, welche Präventionsmaßnahmen sinnvoll sind.

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