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Durchbruch in der Herz-Kreislauf-Forschung?

Veröffentlicht in News & Forschung 11 Mai, 2015

Allein in Deutschland leiden etwa 20 Millionen Menschen unter Bluthochdruck. Besonders häufig werden dagegen Statine verschrieben, die den Cholesterinspiegel senken und den Blutdruck so auf natürliche weise herabsenken sollen. Eine neue Studie wirft nun allerdings Zweifel an diesem Behandlungsansatz auf und könnte natürlich einen großen Umbruch in der Medizin bedeuten.

Wie funktionieren Statine im Körper?


Zu hohe Blutfettwerte können dafür sorgen, dass sich schlechtes Cholesterin den Arterien absetzt, so dass das Herz schwerer arbeiten muss um den ganzen Körper mit Blut zu versorgen. Statine sollen die Produktion von schlechtem Cholesterin im Körper unterbinden und das Herz so entlasten. Sie zählen zur Gruppe der HMG-CoA-Reduktase-Inhibitoren und sind in ihrer Wirkung noch nicht vollständig erforscht worden. Die Verträglichkeit von Statinen wurde natürlich dennoch sorgsam geprüft. Es gibt heute etliche unterschiedliche Präparate, die in verschiedenen Dosierungen angeboten werden und so an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden können.

Ergebnisse der neuen Studie

Bisher wurde angenommen, dass ein hoher Cholesterinspiegel zu den Hauptgründen für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zählt. Der Konsum von fetthaltigen Nahrungsmitteln wie Kuchen, Butter, fettem Fleisch oder Sahne galt daher als eine der Hauptursachen für weit verbreitete Volkskrankheiten wie Schlaganfälle und Herzinfarkte. Das American Journal of Cardiovascular Disease veröffentlichte nun allerdings eine Studie, die neue Aufschlüsse zum Thema Arteriosklerose mit sich brachte. Arteriosklerose ist die Ursache von Herzinfarkten und Schlaganfällen und somit Auslöser von 17 Millionen Todesfällen pro Jahr. Nach den neuen Beobachtungen soll der Hintergrund allerdings nicht in den hohen Cholesterinwerten, sondern in einem Mangel an Vitamin C und anderen Mikronährstoffen bestehen.

Diese neue Perspektive wirft natürlich interessante Fragen auf und könnte die Medikamentenindustrie in eine neue Richtung lenken. Klar ist allerdings auch, dass es in diesem Bereich der Medizin noch etliche ungeklärte Fragen gibt. Beispielsweise weiß man nicht, warum es in den meisten Fällen nur um das Herz herum zu gefährlichen Ablagerungen kommt und nicht an anderen Organen. Ebenfalls unklar ist, warum anscheinend nur Menschen aber keine Tiere Arteriosklerose entwickeln können.

Wie geht es nun weiter?

Am Dr. Rath Forschungsinsitut in Kalifornien wurde ein einzigartiges Tiermodell entwickelt, bei dem transgen tragende Mäuse, die den menschlichen Stoffwechsel nachahmen, untersucht werden. Auch die Mäuse sind nicht in der Lage Vitamin C selbst zu produzieren und stellen stattdessen das menschliche Lipoprotein LDL her, welches für die schlechten Ablagerungen in den Arterien verantwortlich ist. Dabei zeigte sich, dass die Arteriosklerose durch einen Mangel an Vitamin C in der Ernährung verursacht wurde, welcher wiederum zu einer Strukturschwäche der Arterienwände führt. Besteht dann ein erhöhter Blutfettwert, dann kann es schneller zu Ablagerungen kommen, die das Herz belasten.

Bevor diese Erkenntnisse in die Praxis umgesetzt werden, werden allerdings noch weitere Studien notwendig sein. Denkbar wäre zum Beispiel, dass die Verabreichung von Vitamin C in Zukunft eine deutlich wichtigere Rolle in der Behandlung von Patienten mit Herz-Kreislauf-Beschwerden spielen wird.

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