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Achtung Karibik-Urlauber: Chikungunya Fieber auf dem Vormarsch

Veröffentlicht in News & Forschung 16 Jun, 2014

Wer voller Vorfreude auf den Sommerurlaub in der Karibik die Koffer packt, sollte unbedingt an Mückenschutzmittel denken: Allein in den letzten zwei Wochen kam es zu einer Verdoppelung der Verdachtsfälle beim Chikungunyafieber. Besonders betroffen sind dabei die beliebten Urlaubsinseln Martinique, Guadeloupe, Sankt Maarten und Hispaniola, die sich die Dominikanische Republik mit Haiti teilt. Ursprünglich kam der Virus vermutlich aus Afrika und wurde im letzten Dezember erstmalig in der Karibik auf der Antilleninsel Sankt Maarten/St. Martin festgestellt. Von dort verbreitete sich das Virus schnell auf andere Karibikinseln und auf das mittelamerikanische Festland. Mediziner befürchten, dass das Virus auch auf die USA übergreift.

Was ist Chikungunya Fieber?

Ursprünglich stammt das Virus aus dem östlichen Afrika, wo ihm der Name Chikungunya gegeben wurde. Ein Ausdruck aus der Sprache der Makonde, der wörtlich übersetzt etwa "das, was verdreht ist" bedeutet und sich auf die vor Schmerzen verkrümmten Gliedmaßen der Betroffenen bezieht. Es wurde 1952 erstmals in Tansania und Uganda festgestellt und verbreitete sich von dort über große Teile Afrikas und Südostasiens bis auf die Philippinen.

Chikungunya-Fieber ist generell nicht tödlich, geht jedoch mit extrem starken Gelenkschmerzen einher. Die meisten Betroffenen können sich kaum noch bewegen und leiden unter hohem Fieber. In manchen Fällen kommt es auch zu leichten Blutungen der Haut oder der Schleimhäute, zu Augenentzündungen oder starker Erschöpfung (Fatigue-Syndrom). In den meisten Fällen klingt die Infektion von selber wieder ab - und der Betroffene ist anschließend lebenslang gegen das Virus immun. In seltenen Fällen kann es jedoch auch zu schweren Komplikationen wie Hepatitis, Meningitis oder Herzentzündungen kommen.

Ein wirksames Medikament gegen das Chikungunya-Fieber gibt es ebenso wenig wie einen Impfstoff.

Wie wird Chikungunya Fieber übertragen?

Der Virus wird vor allem von der Stechmücke Stegomyia aegypti (früher auch Aedes aegypti genannt) übertragen, die auch Dengue- und Gelbfieber auf den Menschen überträgt. Auch die Asiatische Tigermücke (Stegomyia albopicta) wurde als Überträgerin identifiziert. Dieser kleine Plagegeist kann sogar durch Kleidung hindurch stechen und taucht dank der Klimaerwärmung mittlerweile auch in Südeuropa auf.

Urlauber können sich in der Karibik vor allem schützen, in dem sie möglichst körperbedeckende Kleidung tragen (lange Hosen, langärmelige Hemden und Blusen, geschlossene Schuhe und Socken) und sich beim Aufenthalt im Freien mit Anti-Mücken-Spray einsprühen. In den Hotelzimmern sollten die Fenster und evtl. Balkon- und Terrassentüren geschlossen gehalten werden, damit keine Mücken hineinfliegen können. In einfachen Unterkünften ohne Klimaanlage, in denen das Lüften unvermeidlich ist, sollte unter einem Moskitonetz geschlafen werden.

Experten befürchten weitere Ausbreitung

Da in der Karibik die Regenzeit vor der Tür steht, befürchtet die Weltgesundheitsorganisation WHO eine weitere Ausbreitung des Chikungunya-Fiebers. Mücken tummeln sich am liebsten in warmen Pfützen und offenen Wasserbehältern, die in den armen Regionen der Karibikinseln überall genutzt werden, wo keine Wasserleitungen vorhanden sind. In Haiti befürchten Experten sogar, dass bis zu 35 Prozent der Bevölkerung krank werden können. Da sich die Mücken nicht an Landesgrenzen halten, könnte auch die benachbarte Dominikanische Republik stark in Mitleidenschaft gezogen werden.


Von Nicole Freialdenhoven


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