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Antibiotikaresistenzen - Fakten und Hintergründe

Veröffentlicht in News & Forschung 06 Jun, 2014

Die Entwicklung von wirkungsstarken Antibiotika hat unzähligen Menschen überall auf der Welt das Leben gerettet. Einige Stimmen behaupten sogar, dass es sich hierbei um den größten Durchbruch in der Humanmedizin handelt. Allerdings gibt es ein ernsthaftes Problem – immer mehr Erreger entwickeln Resistenzen und können daher möglicherweise auch in Deutschland bedrohlich werden. Informieren Sie sich hier über die Hintergründe und mögliche Perspektiven.

Was genau versteht man unter einer Antibiotikaresistenz?

Die ersten Antibiotika wurden bereits vor etwa 60 Jahren entwickelt, damals wurde damit Medizingeschichte geschrieben. Viele Krankheiten können durch Antibiotika schnell und wirksam behandelt werden, allerdings gibt es immer mehr pathogene Bakterien, die im Laufe der Zeit eine Antibiotikaresistenz entwickelt haben. Verabreicht man von diesen Bakterien betroffenen Patienten herkömmliche Antibiotika, dann sprechen diese nicht mehr an, so dass ernsthafte Gefahren für die Gesundheit entstehen können.

Dieses Risiko hat zum Beispiel die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erkannt und veröffentlichte daher einen umfassenden Bericht zum Thema Antibiotikaresistenz. Ebenfalls besorgt ist das deutsche Robert Koch Institut, welches auf seiner Internetseite dazu aufruft, vermehrt in diesen Forschungsbereich zu investieren, um mögliche Gefahren für die menschliche Gesundheit in Zukunft einzudämmen.

Was können Forscher gegen die Antibiotikaresistenz tun?

Etliche Forscher an Universitäten genauso wie an Pharmakonzernen widmen ihre Arbeit der Entwicklung neuer Medikamente, die der Resistenz gegen Antibiotika etwas entgegensetzen können. Dabei gelten die erst vor Kurzem entdeckten Substanzen Platensimycin und Platencin als echte Hoffungsträger. Sie wurden von einem südafrikanischen Bodenbakterium isoliert und können unter Umständen dafür sorgen, dass die für das Überleben von Bakterien notwendige Fettsäuresynthese unterbrochen wird. Weiterhin versuchen Forscher in den USA derzeit ein Präparat zu entwickeln, bei dem die Antibiotikaresistenz von Anfang an ausgeschlossen werden kann.

Was könnten mögliche Konsequenzen vermehrter Antibiotikaresistenz sein?

So genannte Breitbandantibiotika wurden bisher bei einer Vielzahl an Infektionskrankheiten erfolgreich eingesetzt. Oftmals können Symptome schnell gelindert werden, so dass der Körper es schafft sich zu regenerieren und so wieder zu seinem natürlichen Gleichgewicht und seiner Selbstheilungskraft zu finden. Sprechen die Bakterien allerdings nicht auf die Medikation an, weil eine Antibiotika Resistenz besteht, dann kann dies unter Umständen schwerwiegende Konsequenzen für die Gesundheit haben. Gerade für ältere Menschen, Schwangere oder Patienten mit chronischen Krankheiten könne beispielsweise Lungen- oder Wundinfektionen lebensbedrohlich werden, wenn sie nicht rechtzeitig und nachhaltig behandelt werden können.


Von Sarah Hebben


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