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Fünf Dinge die Sie nicht über Malaria Prophylaxe wussten

Veröffentlicht in News & Forschung 14 Dez, 2013

Besonders in den Wintermonaten zieht es viele Menschen in exotische warme Gefilde um dem kalten grauen Wetter zu entfliehen. Dabei sollte jedoch nicht übersehen werden, dass Fernreisen mit höheren gesundheitlichen Risiken verbunden sind als zwei Wochen Mallorca. In diesem Artikel wollen wir uns daher mit den wichtigsten Fragen um die Malaria beschäftige und fünf Fakten zum Thema Malaria Prophylaxe erläutern.

Malaria wird durch die Anopheles-Mücke verbreitet, die beim Stechen den Erreger überträgt. Die mit Abstand bekannteste Malaria Art ist die Malaria tropica, die durch den Erreger Plasmodium falciparum übertragen wird. Weitere Malaria-Arten sind Malaria tertiana und Malaria quartana.

1. Fakt: Es gibt keine Malaria Impfung

Vor vielen tropischen Krankheiten schützen Impfungen, die bereits nach der ersten Impfung lebenslänglich oder zumindest über einen langen Zeitraum hinweg Schutz bieten. Bei der Malaria ist dies jedoch nicht der Fall. Die einzige sinnvolle Malaria Prophylaxe besteht in der Einnahme spezieller Tabletten, die den Erreger im Blut abtöten, zum Beispiel Mefloquin.

2. Fakt: Die beste Malaria Prophylaxe ist geschlossene Kleidung

Teure Chemoprophylaxe muss häufig nicht sein. Gerade in Gebieten mit eingeschränktem Malaria-Risiko können die Medikamente den Organismus über Gebühr belasten. Da der Erreger von stechenden Mücken übertragen wird, ist ein sinnvoller Mückenschutz die beste Form der Malaria Prophylaxe: Kleidung mit langen Hosenbeinen und langen Ärmeln, ein Schal der die Halsregion bedeckt und geschlossene Schuhe mit Socken geben den Mücken keine Chance überhaupt zu stechen. Zusätzlichen Schutz bieten Anti-Mücken-Sprays.

3. Fakt: Es gibt sogenannte Malaria Stand By-Medikamente

Bei längeren Reisen in ländlichen Regionen ist ein Malaria Stand By eine gute Ergänzung für die Reiseapotheke, in Deutschland auch unter dem sperrigen Namen Malaria-Notfallselbsttherapie bekannt. Als Malaria Stand By können die meisten herkömmlichen Malaria Prophylaxe verwendet werden, zum Beispiel Mefloquin oder Atovaquon/Proguanil. Es wird erst eingenommen, wenn der Reisende Malaria-Symptome an sich bemerkt und der nächste Arzt weit entfernt ist.

4. Fakt: Es gibt immer mehr Resistenzen gegen Malaria

Durch den langjährigen Einsatz von Malariaprophylaxe kommt es immer häufiger zu Resistenzen, so dass die normalen Mittel wirkungslos werden. Dies ist zum Beispiel in Südostasien der Fall, wo sich die Erreger immer häufiger resistent gegen Mefloquin zeigen. Wer in bestimmte Regionen von Thailand reist, nach Laos oder Kambodscha, sollte daher nur auf Atovaquon/Proguanil setzen.

5. Fakt: Malaria gibt es bald auch in Deutschland

Durch die Klimaerwärmung findet die Anopheles-Mücke, die Überträgerin des Malaria-Erregers, auch in Mitteleuropa bessere Lebensbedingungen vor. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich Malaria auch in Deutschland bald ausbreiten wird. Erste Fälle sind bereits aufgetreten.

Für welche Länder ist Malariaprophylaxe empfehlenswert?

Mediziner empfehlen vor allem für Afrika südlich der Sahara, bestimmte Regionen in Südamerika und die Insel Papua-Neuguinea Malariaprohylaxe. Es gibt jedoch auch Ausnahmen: So ist keine Malariaprophylaxe für Südafrika oder für Namibia notwendig, zwei der beliebtesten Urlaubsländer im südlichen Afrika. Beide Länder gelten als Malariafrei. Lediglich sehr empfindliche Menschen sollten bei Reisen ins nördlicheNamibia Malariaprophylaxe in Erwägung ziehen, da das Land direkt an die Hochrisikozone Angola angrenzt und sich die Mücken nicht an Landesgrenzen halten.

Für weitere beliebte Urlaubsländer wie Kenia und Tansania (mit Sansibar) ist Malariaprophylaxe dagegen empfehlenswert.. Für den asiatischen Raum von Indien bis zu den Philippinen wird dagegen keine Prophylaxe-Empfehlung ausgegeben. Lediglich bei längeren Trekking-Touren in den ländlichen Gebieten, zum Beispiel in der Region Myanmar-Thailand-Laos ist Malaria Stand By empfehlenswert.

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