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Weltmännertag: Männer noch immer Vorsorgemuffel

Veröffentlicht in Männergesundheit 13 Nov, 2013

Anlässlich des diesjährigen Weltmännertages am 3.November beklagten Mediziner, dass noch immer viel zu wenige Männer die Möglichkeit zur regelmäßigen Vorsorge wahrnehmen würden. Dabei hätten sie es nötig: Alleine in Deutschland sterben jedes Jahr etwa 11.000 an Prostatakrebs - der bei rechtzeitiger Erkennung durchaus therapierbar ist.

Weltmännertag soll Bewusstsein für Männerkrankheiten wecken

Auch wenn der Weltmännertag heute von den Medien gerne wie ein zweiter Vatertag behandelt wird, indem Listen über "echt männliche Reiseziele" oder "die besten Männerfilme" veröffentlicht werden, war dies nicht wirklich Sinn der Sache: Der Weltmännertag wurde 2000 von mehreren Organisationen in Wien ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft des ehemaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow. Seither wird er jährlich am 3.November begangen und zielt darauf ab, das Bewusstsein für Männerkrankheiten zu steigern.

Er darf übrigens nicht mit dem Internationalen Männertag verwechselt werden, der am 19.November veranstaltet wird und zu dessen Themen ebenfalls die Männergesundheit zählt. Der Internationale Männertag ist jedoch allgemeiner ausgerichtet als der Weltmännertag und zielt vor allem auf das Thema Gleichberechtigung ab.

Die Stiftung Männergesundheit

Unterstützt wird der Weltmännertag von der Stiftung Männergesundheit, die im Mai 2006 gegründet wurde und seither zahlreiche Projekte angestoßen hat, um das Gesundheitsbewusstsein der Männer zu stärken und Vorsorgekampagnen zu fördern. Zudem bietet die Stiftung Männergesundheit Informationsveranstaltungen und Vorträge an und veröffentlicht den jährlichen Männergesundheitsbericht in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V. und der DKV.

Auf der Website der Stiftung Männergesundheit stehen mehrere kostenlose Selbsttests zur Verfügung, mit deren Hilfe Männer zum Beispiel ermitteln können, ob sie nikotinabhängig sind, ein hohes Diabetes-Risiko haben oder ob Symptome für eine Prostatavergrößerung vorliegen. Allerdings sind diese Tests nur als erste Hilfe gedacht und ersetzen auf keinen Fall den Besuch beim Arzt!

Die Gesundheit der Männer: Neue Wissensreihe vorgestellt

Zum Weltmännertag stellte die Stiftung Männergesundheit ihre neue Wissensreihe vor, die zum kostenlosen Download auf der Website bereit steht. Die ersten drei Publikationen behandeln die Themen Depression, Prostatakrebs und erektile Dysfunktion - drei Themen, die Männern aus unterschiedlichen Gründen zu schaffen machen. So sprechen die wenigsten Männer gerne über eine erektile Dysfunktion und suchen entsprechend selten einen Arzt auf. Dabei könnten Probleme in diesem Bereich häufig mit Medikamenten oder einem kleinen Eingriff leicht therapiert werden, so die Experten.

Aber auch Depressionen werden von Männern noch immer verdrängt - schließlich gilt nach wie vor die Maxime, dass der Mann stark zu sein habe. So nehmen sich dann auch dreimal mehr Männer als Frauen das Leben, weil sie irgendwann nicht mehr weiter wissen.

Selbst Prostatakrebs - die bei Männern am häufigsten vorkommende Krebsart überhaupt - wird noch stets tabuisiert, auch wenn er einen großen Einfluss auf die Gesundheit der Männer in Deutschland hat. Falsche Scham oder ein Gefühl, dass über "die Dinge da unten" einfach nicht gesprochen werde, hält unzählige Männer davon ab, regelmäßig zur Vorsorge zu gehen. Dabei sind urologische Routineuntersuchungen die beste Möglichkeit, Prostatakarzinome schon im Frühstadium zu erkennen, ehe sie sich ausbreiten und aggressiv werden.

Die Krankenkassen tragen in Deutschland die Kosten für eine jährliche Untersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs für alle Männer ab dem 45.Lebensjahr. Diese Untersuchung wird beim Urologen durchgeführt und beinhaltet ein Abtasten der Prostata auf etwaige Verhärtungen, eine Untersuchung der Lymphknoten und der äußeren Genitalien. Zusätzlich können Männer aus eigener Tasche einen PSA-Test bezahlen, bei dem das Blut auf das prostata-spezifische Antigen (PSA) untersucht wird.

Nicht nur am Weltmännertag: Männer sollten mehr auf ihre Gesundheit achten

Ein langes, gesundes Leben - wer träumt nicht davon? Die Gesundheit der Männer im hohen Alter hängt aber auch davon ab, dass sie sich im mittleren Alter regelmäßig untersuchen lassen. Es reicht auch nicht, am Weltmännertag wieder einmal den Vorsatz zu fassen um ihn zwei Wochen später zu vergessen - machen Sie am besten noch heute einen Termin!

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