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Studie: Unfruchtbare Männer sterben eher

Veröffentlicht in Männergesundheit 22 Mai, 2014

Als ob die Betroffenen noch nicht genug darunter leiden, dass sie keinen Nachwuchs zeugen können, sind infertile Männer auch noch von einem früheren Tod bedroht. Dies ergab zumindest eine Studie der Universität Stanford in den USA, bei der die Daten von insgesamt 11.935 Männern untersucht wurden, die sich zuvor einer Fertilitätsbehandlung an Spezialkliniken unterzogen hatten. Bei den Männern, die seitdem verstorben waren, bestand ein deutlicher Zusammenhang zwischen den Ergebnissen ihrer Fertilitätstests und dem frühen Tod: So besaßen Männer, bei denen mindestens zwei Auffälligkeiten bei der Samenproduktion, der Spermienkonzentration, der Gesamtspermienzahl oder der Spermienmotilität festgestellt wurden, ein um 2,3 erhöhtes Sterberisiko.

Allerdings ist dies nur die eine Seite der Medaille: Auf der anderen Seite wiesen die Männer eine niedrigere Mortalität auf, als andere Männer im gleichen Alter. Dies führen die Forscher darauf zurück, dass sich vor allem Männer mit hohem Bildungs- und Einkommensniveau für eine Fertilitätsbehandlung entscheiden, die sich zudem in gutem Gesundheitszustand befinden.

Zusammenhänge zwischen Unfruchtbarkeit und gesundheitlichen Problemen

Die höhere Mortalitätsrate wird darauf zurückgeführt, dass Unfruchtbarkeit bei Männern oft lediglich Symptom einer anderen gesundheitlichen Störung ist, die wiederum zum Tode führen könnte. So kann beispielsweise eine bislang unerkannte Diabeteserkrankung die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen oder eine Krebserkrankung, denn auch Chemo- und Strahlentherapien schaden der männlichen Fertilität dauerhaft. Zu den weiteren Ursachen gehören Krampfadern an den Hoden, genetische Faktoren oder geschädigte Nerven.

Ein weiterer Aspekt ist der Lebensstil: Gifte wie Alkohol und Nikotin beeinflussen sowohl die Fertilität des Mannes als auch seinen allgemeinen körperlichen Zustand. Starke Raucher leiden nicht nur unter einer weit schlechteren Spermienqualität, sondern haben auch ein weit höheres Risiko an Lungenkrebs zu erkranken.

Wenn die Umwelt krank macht: Übeltäter Bisphenol A

Noch immer wird in Deutschland der Weichmacher Bisphenol A verwendet, der beispielsweise in Lebensmittelverpackungen eingesetzt wird und so über die Nahrung in den menschlichen Körper gelangt. Aber auch über die Haut kann der Stoff aufgenommen werden - zum Beispiel beim Hantieren mit Plastiktrinkflaschen, beim Tragen von verseuchter Kleidung oder mit Kassenbons, in deren Druckertinte er enthalten ist.

Was kann der Mann selbst tun?

Zumindest teilweise haben es Männer auch selbst in der Hand, ihre Gesundheit und ihre Fertilität zu erhalten. Dazu gehört eine gesunde Lebensweise mit vollständigem Verzicht auf Nikotin, gemäßigtem Alkoholkonsum, gesunder fettarmer Ernährung und viel Bewegung. Der Kontakt mit Umweltgiften wie Bisphenol A lässt sich zwar nicht ganz vermeiden, kann aber auch reduziert werden - zum Beispiel durch die Verwendung von Glas- statt Plastikflaschen und durch den Verzicht auf in Plastikschalen eingeschweißter Fertigmahlzeiten.


Von Nicole Freialdenhoven


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