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Keine Angst vor der Prostatauntersuchung!

Veröffentlicht in Männergesundheit 20 Dez, 2013

Der "Movember" ist zu Ende gegangen, doch das Thema Prostatakrebs bleibt auch weiter in den Medien präsent, denn noch immer erkranken in Deutschland viel zu viele Männer an Prostatakrebs weil sie nicht rechtzeitig zur Prostatauntersuchung gegangen sind. Vielfach ist es die Scheu vor dem Urologen oder ganz einfach Unwissen darüber, wie eine Prostata Untersuchung überhaupt abläuft. Dies wollen wir mit diesem Beitrag einmal näher erläutern.

Warum überhaupt eine Prostatauntersuchung?

Die Prostata - auch Vorsteherdrüse genannt - ist eine etwa kastaniengroße Drüse zwischen Harnblase, Schambein und Enddarm, die einen Teil des männlichen Spermas produziert. Durch die Prostata läuft auch die Harnröhre und der sogenannte Spritzkanal, durch den während der Ejakulation das Sperma fließt.

Die Prostata gilt häufig als Achillesferse des Mannes, denn sie ist sehr krankheitsanfällig. Bei über der Hälfte aller Männer ab 60 Jahren liegt eine gutartige Prostatavergrößerung vor, die sogenannte Benigne Prostatahyperplasie, die zu Problemen beim Wasserlassen führt. Dies liegt daran, dass die vergrößerte Prostata auf die durch sie hindurch laufende Harnröhre drückt und so den natürlichen Harnfluss behindert. In den schlimmsten Fällen kommt es zu einem vollständigen Harnstau, der eine tödliche Urämie (Nierenversagen durch Harnvergiftung) auslöst. Die Benigne Prostatahyperplasie kann jedoch in den meisten Fällen sehr gut behandelt werden.

Schlimmer ist der Prostatakrebs, ein bösartiger Tumor, der in Deutschland zu den häufigsten tödlichen Krebserkrankungen zählt. Jedes Jahr werden in Deutschland 60.000 neue Diagnosen gestellt und in 12.000 Fällen verläuft die Krankheit tödlich. Damit der Prostatakrebs so früh erkannt wird, dass er noch rechtzeitig behandelt und geheilt werden kann, ist eine regelmäßige Prostatauntersuchung so wichtig. Sobald es zu Metastasen gekommen ist, sind die Heilungschancen sehr niedrig.

Für wen ist die Prostata Untersuchung gedacht?

Die Krankenkassen tragen in Deutschland eine jährliche Prostata Untersuchung bei allen Männern ab 45 Jahren. Bei einer familiären Vorbelastung wird sie sogar schon ab dem 40. Lebensjahr bezahlt. Wer glaubt, unter Prostataproblemen zu leiden, kann sich natürlich auch schon früher einer Prostata Untersuchung unterziehen. Derzeit nehmen nur 14% der Männer die jährliche Untersuchung beim Urologen in Anspruch!

Wie verläuft die Prostata Untersuchung beim Urologen?

Beim ersten Besuch wird der Urologe zunächst ein Gespräch mit dem Patienten führen um sich über seine medizinische Vorgeschichte zu informieren. Wichtig ist für ihn auch zu wissen, ob bereits andere Prostataerkrankungen in der Familie aufgetreten sind und ob der Patient unter Vorerkrankungen leidet. Dabei werden durchaus intime Fragen gestellt, zum Beispiel wie es um die Potenz bestellt ist und ob die Lust am Sex noch immer so groß ist wie früher. Der Urologe interessiert sich dabei nicht für intimen Klatsch - er will lediglich herausfinden, wie es um die Hormone und die körperliche Funktion der Sexualorgane bestimmt ist.

Bei der eigentlichen Untersuchung liegt der Patient seitlich auf einer Liege, während der Urologie einen Finger in sein Rektum einführt. Der Arzt trägt dabei natürlich einen Handschuh, der mit etwas Gel gleitfähiger gemacht wird. Durch die dünne Wand des Rektums kann der Urologe deutlich die Prostata spüren und so feststellen, ob sie verhärtet oder vergrößert ist. Die normale Prostata Untersuchung beim Urologen dauert nicht länger als 30 Sekunden.

Lediglich wenn er tatsächlich etwas Ungewöhnliches feststellt, wird er ein Ultraschall erstellen, für das eine Sonde in das Rektum eingeführt wird. Aber auch dies dauert höchstens eine Minute.

Jedes Jahr zum Urologen

Am schlimmsten ist für die meisten der Sprung ins kalte Wasser: Wer einmal eine Untersuchung beim Urologen erlebt hat, weiß, dass sie nicht halb so schlimm ist wie ausgemalt und der nächste Besuch fällt schon wesentlich leichter. Letztendlich sollte sich jeder Mann auch die Frage stellen, was schlimmer ist: Eine jährliche kurze Prostatauntersuchung oder ein vorzeitiger schmerzvoller Tod durch Prostatakrebs.

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