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Die Pille für den Mann - was ist dran?

Veröffentlicht in Männergesundheit 09 Mär, 2015

Immer wieder ist von der Pille für den Mann die Rede, doch bisher schien das nur Zukunftsmusik zu sein. Neue Entwicklungen lassen das revolutionäre Verhütungsmittel jedoch konkreter werden.

Beide Geschlechter warten bereits lange Zeit darauf – die Pille für den Mann. Bisher mussten Frauen einen Großteil der Verantwortung in Sachen Verhütung übernehmen und dabei auch einige Nebenwirkungen hinnehmen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Forschung viel Aufwand in die Entwicklung einer Antibabypille für den Mann steckt. Dabei gibt es verschiedene Ansätze, die verfolgt werden. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Methoden möglich sind und wie erfolgversprechend sie sind.

Sperma-Transport unterdrücken


Einer der wohl erfolgversprechendsten Ansätze ist es die Sperma-Ausschüttung des Mannes zu verhindern. Australische Forscher haben bereits einen Wirkstoff entwickelt, der zumindest bei Mäusen die entsprechende Wirkung zeigte. Demnach werden die Proteine, die den Sperma-Transport der Muskeln kontrollieren, gehemmt. Auf diese Weise wird weiterhin fruchtbares Sperma produziert, es verbleibt jedoch bei der Ejakulation im Körper des Mannes. Ein Erguss findet also weiterhin statt, eben nur ohne Samen. Nachdem die Tests bei Mäusen erfolgreich waren, muss der Wirkstoff nun an Menschen getestet werden. Verlaufen die Teste weiterhin erfolgreich, so kann die entsprechende Pille bereits in ca. 8 Jahren auf dem Markt erhältlich sein.

Unfruchtbarkeit des Spermas


Eine weitere Möglichkeit ist es, ein Präparat zu entwickeln, dass den Spermien die Fruchtbarkeit nimmt. Hierbei kommt es also ganz gewöhnlich zum Samenerguss, die ausgeschütteten Spermien sind jedoch nicht in der Lage eine Eizelle zu befruchten. Der Wirkstoff H2-Gamendazole befindet sich hierfür bereits in der Versuchsphase an Tieren. Bisher war bei solchen Präparaten jedoch immer unsicher, ob eine langfristige Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit entsteht. Ähnlich verhält es sich mit RU 486, dass die Beweglichkeit der Spermien und somit die Chance auf eine Befruchtung der Eizelle einschränkt.

Spermien-Produktion verhindern


Konkretere Forschungen gibt es auch auf dem Gebiet der Unterdrückung der Spermienproduktion. Das Präparat JQ1 befindet sich hier bereits in der chemischen Optimierungsphase. Der Wirkstoff verhindert die Produktion von Spermien und macht den Mann auf diese Weise während der Anwendung unfruchtbar. Auch hier muss für eine Markteinführung noch weiter geforscht werden.

hormonelle Verhütung


Ähnlich, wie bei der Antibabypille für die Frau, gibt es auch Präparate für Männer, die den Hormonhaushalt beeinflussen und so eine verhütende Wirkung erzielen. Dabei wird eine synthetische Variante des männlichen Sexualhormons Testosteron eingesetzt, was sich auf die Spermienproduktion auswirken soll. Diese Methode wurde bereits von der Weltgesundheitsorganisation WHO umfassend auf Sicherheit und Verträglichkeit getestet. Jedoch muss die Anwendung noch optimiert werden, da bisher nur das Einsetzen eines Hormonstäbchens oder das wöchentliche Injizieren per Spritze möglich sind.


Die Pille für den Mann wird immer realistischer. Die verschiedenen Forschungsansätze lassen vermuten, dass etwa innerhalb der nächsten zehn Jahre die ersten Präparate erhältlich sein werden. Dabei scheinen die hormonelle Verhütung und die Unterdrückung der Spermien-Ausschüttung, besonders in Hinsicht der Reversibilität, erfolgversprechend zu sein.

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