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Der Männergesundheitskongress der BZgA

Veröffentlicht in Männergesundheit 23 Aug, 2013

Der 1. Männergesundheitskongress der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) fand im Januar dieses Jahres in Berlin statt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Thema "Männergesundheit als Herausforderung für Prävention und Gesundheitsförderung", das aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet wurde. Derzeit laufen die Planungen für den 2. Männergesundheitskongress, der von der BZgA für den 28.März 2014 terminiert wurde und wieder in Berlin stattfinden soll.

Ziel der Veranstaltung ist nach Angaben der BZgA ein größeres Bewusstsein für die Männergesundheit zu schaffen. Noch immer erkranken in Deutschland viel zu viele Männer an schwerwiegenden Krankheiten wie Prostatakrebs, weil sie die regelmäßige Vorsorge scheuen. Doch auch andere Probleme belasten heute die Männergesundheit. Einige der wichtigsten Punkte des diesjährigen Männergesundheitskongresses in Berlin wollen wir heute noch einmal vorstellen:

1. Männlichere Ansprache für Präventionsangebote

Noch immer existiert in den Köpfen der Männer das traditionelle Leitbild der Männlichkeit, wonach Männer "stark" und "hart" sein müssen. Ihr Körper soll funktionieren wie eine Maschine und wird - wie das geliebte Auto - auch erst dann in die Werkstatt gebracht, wenn der Motor stottert. Mediziner weisen darauf hin, dass viele Vorsorge- und Präventionsmaßnahmen bislang auch eher weiblich "vermarktet" werden und Männer bei Gesundheitsangeboten wie Yoga und Tai Chi bislang eher Reißaus nehmen. Hier würde sich eine "männlichere" Ansprache vermutlich lohnen, zum Beispiel indem beim Tai Chi auf die Verbindungen zur asiatischen Kampfkunst hingewiesen wird. Auch die Brücke zum Auto kann ruhig geschlagen werden: Indem darauf hingewiesen wird, dass das Auto ja auch immer vorsorglich zur Inspektion geschickt wird.

2. Berufsbelastung der Männer beachten

Noch immer arbeiten Männer häufiger in stressigeren Vollzeitjobs als Frauen und üben mehr gesundheitsgefährdende Tätigkeiten - zum Beispiel im Handwerk - aus. Auch dies beeinflusst die männliche Gesundheit nachhaltig. So wird bei Statistiken, die darauf hinweisen, dass Männer viel häufiger in Verkehrsunfälle verwickelt sind als Frauen, meistens der "aggressivere Fahrstil" der Männer erwähnt - weit seltener jedoch die Tatsache, dass sich tagsüber viel mehr Männer als Frauen auf den Autobahnen tummeln, weil sie beruflich unterwegs sind.

3.Informationsquellen der Männer berücksichtigen

Frauen lesen zahllose Hinweise zur Gesundheit und zu einem gesünderen Leben in Frauenzeitschriften, während Männer heute immer weniger zu gedruckten Medien greifen. Sinnvoll ist es daher, die Männer dort abzuholen, wo sie sich heute mit Vorliebe tummeln: Im Internet. Besonders bildungsferne Schichten und Migranten könnten vermutlich über das Internet viel leichter erreicht werden als über Druckerzeugnisse.

4. Soziale Faktoren beachten

Ein Punkt der beim Thema Männergesundheit häufig vernachlässigt wird: Männer sind viel anfälliger für soziale Störungen - auch wenn sie dies kaum zugeben würden. Statistiken haben jedoch ergeben, dass die Sterblichkeitsrate bei Männern messbar höher liegt als bei Frauen, wenn ihnen Sozialkontakte fehlen. Dazu gehört auch die Einsamkeit durch den Verlust der Partnerin, sei es durch Trennung oder Tod. Auch hier müsse mehr darauf geachtet werden, dass Männer den Anschluss an die Gesellschaft nicht verlieren.

Männer als Patienten: Die Aufklärungsarbeit der BZgA

Als ersten Schritt zur besseren Aufklärung der Männer hat die BZgA drei Broschüren zusammengestellt, die sich mit den klassischen und doch noch stets tabu-behafteten Themen "Prostataerkrankungen" und "Erektile Dysfunktion" befassen. Eine dritte Broschüre ist zum Thema Depressionen erschienen. Auch hier setzt erst ganz langsam ein Paradigmen-Wechsel ein, der es Männern möglich macht, zu ihren Depressionen zu stehen und Hilfe zu suchen. Auch insgesamt wird das Thema Männergesundheit mittlerweile immer häufiger diskutiert - und so trägt die Aufklärungsarbeit die ersten Früchte.

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