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Impotenz als Vorbote von plötzlichem Herztod: Oft hilft schon ein anderer Lebensstil

Veröffentlicht in Männergesundheit 17 Sep, 2014

Kaum etwas belastet den Mann so sehr wie mangelndes Stehvermögen im Bett. Viele genieren sich jedoch mit ihrem Arzt darüber zu sprechen und versuchen lieber heimlich mit blauen Pillen Abhilfe zu schaffen. Dabei sind sie nicht allein: Eine neue Untersuchung von 810 Männern zwischen 35 und 80 Jahren in Australien ergab nun, dass fast ein Drittel der Patienten über den Beobachtungszeitraum von fünf Jahren mindestens einmal an einer Form von erektiler Dysfunktion gelitten hatten: Eine Zahl, die auch die Studienleiter der Adelaide University aufschreckte.

Das moderne Leben schlägt auf die Potenz

Bei vielen Männer steckten jedoch keine medizinischen Ursachen hinter der Impotenz, sondern ihr Lebenswandel: So beeinflussten unter anderen ein hoher Alkoholkonsum, Schlafprobleme oder Übergewicht ihre Manneskraft genauso sehr wie das fortschreitende Alter an sich. Bei rund 29 Prozent der Betroffenen kam die Potenz dann auch von alleine zurück, als sie aktiv gegen die Risikofaktoren wurden: Ausreichender Schlaf, wenig Alkohol und eine gesunde ausgewogene Ernährung, die zum Normalgewicht führt, stellten sich als weit bessere Medizin heraus, als Medikamente. Was die Damen dazu sagten, ist nicht überliefert, doch es ist leicht anzunehmen, dass auch sie mit mehr Freude bei der Sache waren, wenn sich ihr Partner schlanker, gesünder und nüchterner präsentierte.

Erektile Dysfunktion als Warnsignal ernst nehmen

Die australischen Forscher bestätigen damit eine bereits 2010 veröffentlichte Studie, wonach die erektile Dysfunktion als ernstzunehmendes Warnsignal für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle betrachtet werden muss. Bei dieser Studie hatten chinesische Wissenschaftler festgestellt, dass bei 33 Prozent der von einem plötzlichen Herztod betroffenen Männer zuvor schon eine erektile Dysfunktion festgestellt wurde. Die Forscher führen dies darauf zurück, dass Risikofaktoren wie Übergewicht und Bluthochdruck die kleinen Blutgefäße im Penis beschädigen, sodass keine Erektion mehr zustande kommt.

Ein veränderter Lebensstil kann also in vielfältiger Weise dazu beitragen, dass das Herz-Kreislauf-System gesund bleibt: Bei den Männern läuft es nicht nur im Bett wieder rund, sie schützen sich auch besser vor schweren Folgekrankheiten wie Diabetes, Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Es kann auch gesunde Männer treffen

Einschränkend muss gesagt werden, dass ein gesunder Lebensstil leider kein Allheilmittel für Impotenz ist. Vielfach sind auch medizinische Gründe die Ursache und bei jungen Männern häufig auch psychische Probleme: Sie sind oft einem besonders starken Druck ausgesetzt, sich als Rakete im Bett beweisen zu müssen - und stehen sich mit dieser Haltung selbst im Weg.

In jedem Fall, so die Forscher aus Adelaide, sollten Männer ein andauerndes Problem nicht totschweigen, sondern ärztlichen Rat suchen. Nur so können Lösungen gefunden werden.

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