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Hautkrebs Risikogruppe – Piloten häufiger von Hautkrebs betroffen

Veröffentlicht in Haut & Beauty 16 Sep, 2014

Schätzungen zufolge erkrankten im Jahr etwa 234.400 Menschen in Deutschland neu an Hautkrebs und dennoch wissen viele nicht, wie sie sich richtig schützen können und was als „Risikoverhalten“ gilt. Bestimmte Gruppen, zum Beispiel Piloten und rothaarige Menschen sind besonders gefährdet und sollten sich daher gut über erste Anzeichen, den Krankheitsverlauf und Präventionsmöglichkeiten informieren. Sind Sie sich Ihres eigenen Hautkrebsrisikos bewusst?

Warum Piloten doppelt so oft an Hautkrebs erkranken

Eine Analyse von 19 Studien mit insgesamt über 266.000 Teilnehmern ergab, dass Piloten und Flugpersonal mehr als doppelt so häufig an schwarzem Hautkrebs erkranken. Dies liegt daran, dass die Strahlenbelastung mit der Flughöhe steigt, da der Schutz durch die Atmosphäre hier geringer ist. Fliegen Piloten über schneebedeckte Berge oder weiße Wolken, dann werden die Strahlen zusätzlich noch reflektiert. Neben erblicher Vorbelastung sind UV-Strahlen von Sonnenlicht der wichtigste Faktor, wenn es zu malignen Mekanomen, also schwarzen Tumoren, kommt. Dies ist zusammen mit der hohen Stressbelastung im Berufsalltag mit ein Grund für die Tatsache, dass Piloten häufig in den Frühruhestand gehen. Im Vergleich zum Durchschnitt der Bevölkerung hat Flugpersonal ein 42 Prozent höheres Risiko an Hautkrebs zu sterben.

Hellere Hauttypen sind ebenfalls häufiger von Hautkrebs betroffen

Dass rothaarige Menschen öfter einen Sonnenbrand bekommen, ist kein Geheimnis. Die Höhe der Melaninproduktion wird vom Körper selbst gesteuert, es handelt sich dabei also um einen endogenen Faktor. Je weniger Melanin die Haut produziert, desto geringer ist der Schutz gegen UV-Strahlen – hellere Hauttypen haben daher ein statistisch deutlich höheres Risiko an Hautkrebs zu erkranken.

Das Risiko jedes Einzelnen ist natürlich sehr individuell und hängt von weitaus mehr Faktoren als der Hautfarbe ab. Interessieren Sie sich für Ihren persönlichen Risiko-Faktoren, dann können Sie hier einen Test durchführen.

Ist die Gefahr wirklich so groß?

Tatsächlich gibt es heute etliche neue Möglichkeiten um Hautkrebs gut und nachhaltig zu behandeln. Dennoch sollte man das Risiko auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen – Experten schätzen, dass weltweit jährlich etwa 60.000 Menschen an Hautkrebs, der durch Sonneneinstrahlung verursacht wurde, sterben. Der Trend ist steigend, nicht zuletzt deshalb, weil Billigflieger den schnellen Urlaub in der Sonne für viele Menschen viel greifbarer machen. In Großbritannien zum Beispiel ist das Aufkommen von malignen Melanomen in den vergangenen zehn Jahren um 43% gestiegen.

Die Urlaubsbräune gilt natürlich gerade in den Sommermonaten noch immer als Schönheitsideal, allerdings gibt es heute etliche sinnvolle Alternative zum Sonnenbaden für wirklich jeden, der sich einen Bronze-Teint wünscht. Selbstbräuner beispielsweise gibt es als Spray, Gel, Tücher oder Creme, so dass eine gesunde Bräune ohne Reue durchaus möglich ist.

Leider ignorieren viele Urlauber das Risiko am Strand und schützen sich nicht mit einem ausreichenden Sonnenschutzfaktor. Experten des Bundesamtes für Strahlenschutz schätzen, dass es in einigen Urlaubsländern zu einer Strahlung von bis zu 1000 Watt pro Quadratmeter kommen kann – viel zu viel für die meisten Menschen. Da die Fläche unserer Haut durchschnittlich etwa einen Quadratmeter beträgt, würden wir so ausreichend Energie aufnehmen, um einen kleinen Staubsauger zu betreiben. Da besonders Kinder sich vor übertriebener UV-Strahlung nicht schützen können, ist ein hoher Lichtschutz unbedingt notwendig.

Piloten häufiger von Hautkrebs betroffen

Von Sarah Hebben


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