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Verhütung nach Geburt – Was ist das Richtige?

Veröffentlicht in Frauengesundheit 11 Jul, 2014

Nach der Geburt macht der weibliche Körper natürlich große Veränderungen durch. Der Hormonhaushalt muss sich erst wieder einpendeln und die Rückbildung der Gebärmutter sowie das Stillen kosten viel Kraft. Dennoch kann es in dieser Zeit bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen. Es ist daher besonders wichtig, eine Methode zu finden, die für die Verhütung nach der Geburt gut geeignet ist.

Können Frauen gleich nach der Geburt überhaupt wieder schwanger werden?

Eine Schwangerschaft ist eine große Anstrengung für den weiblichen Körper, es kann daher bis zu 9 Monate dauern, bis er wieder zu seinem normalen Gleichgewicht gefunden hat. Dabei verändert sich der Hormonhaushalt, die Gebärmutter bildet sich zurück und das neue Baby wird gestillt. Dennoch kann es sein, dass Sie trotzdem schon kurze Zeit nach der Geburt wieder fruchtbar sind und sich entsprechend schützen müssen. Viele Hebammen raten dazu, etwa 9 Monate zu warten, bis Sie das nächste Kind angehen, Studien aus den USA zeigten sogar, dass 18-23 Monate zwischen zwei Schwangerschaften optimal sind, um Komplikationen zu vermeiden.

Welche Verhütungsmöglichkeiten nach der Geburt gibt es?

Viele junge Mütter glauben leider noch immer, dass Stillen allein als Verhütung nach der Geburt ausreicht, leider ist dies allerdings ein Aberglaube. Eine gute Alternative in dieser Zeit sind zum Beispiel manuelle Methoden wie ein Diaphragma. Dieses wird vor dem Geschlechtsverkehr eingeführt und verhindert so, dass Spermien in die Gebärmutter eindringen können. Ebenfalls denkbar sind natürlich Kondome. In beiden Fällen ist der Vorteil, dass das Baby in keiner Weise durch Hormone beeinflusst wird, allerdings sind diese Methoden zur Verhütung nach der Geburt nur sicher, wenn sie absolut konsequent eingesetzt werden.

Eine hormonelle Verhütungsmethode wie die Antibabypille ist nur bedingt geeignet, Zweiphasenpräparate beispielsweise können die Milchproduktion zu sehr beeinflussen. Grundsätzlich können Mütter ab sechs Wochen nach der Geburt die Minipille einnehmen, da diese nur Gestagen enthält, welches keinen Einfluss auf die Milchproduktion hat. Um sicherzustellen, dass die Gesundheit des Babys nicht gefährdet wird, sollten Sie diese Verhütung nach der Geburt ganz genau mit Ihrem Arzt besprechen.

Eine weitere Alternative als Verhütung nach der Schwangerschaft ist die Spirale. Sie kann nach der vollständigen Rückbildung der Gebärmutter eingesetzt werden und hat keinerlei Einfluss auf die Milchproduktion oder die Gesundheit des Babies.

Natürliche Verhütungsmethoden wie die Temperaturmessmethode kommen als Verhütung nach der Geburt leider nicht in Frage da der Zyklus noch zu unregelmäßig ist um die fruchtbaren Tage eindeutig bestimmen zu können. Denkbar ist allerdings auch die Dreimonatsspritze, da auch sie nur Gestagen enthält und der Milchproduktion daher nicht schadet.

Welche Verhütung nach der Geburt ist die Richtige?

Die Frage nach der richtigen Verhütung nach der Schwangerschaft lässt sich natürlich nur sehr individuell beantworten. Sie sollten sich am besten fragen, wie oft Sie Sex haben möchten, ob Sie manuell oder hormonell verhüten möchten und ob Sie stillen werden. Wenn Sie unsicher sind oder Fragen haben, dann sollten Sie sich natürlich am besten an Ihren Frauenarzt wenden.


Von Sarah Hebben


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