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Umstrittene Studie zur Pille Danach: ist die Pidana Pille nicht sicher?

Veröffentlicht in Frauengesundheit 05 Nov, 2014

Eine Studie zur europaweit beliebten Pille Danach sorgte 2013 für Verunsicherung bei Frauen: Die von der Firma HRA Pharma in Deutschland unter dem Namen "Pidana" vertriebene Pille Danach soll an Wirkung verlieren, wenn die Frau mehr als 75kg Gewicht auf die Waage bringt. Die europäische Arzneimittelagentur EMA hält die an der Universität Edinburgh im Auftrag von HRA Pharma durchgeführte Studie jedoch für zu klein, als daraus einen allgemeinen Wirkungsverlust abzuleiten. Im Gegenteil: Sie vermutet, dass HRA Pharma Frauen dazu bringen will, statt zur "Pidana" mit dem Wirkstoff Levonorgestrel zur wesentlich teureren Pille Danach "EllaOne" mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat zu greifen um die Umsätze zu steigern.

Die umstrittene Studie aus Edinburgh

Im November 2013 teilte HRA Pharma mit, dass aufgrund einer neuen Studie der Universität Edinburgh der Beipackzettel für die "Pidana" geändert würde: Bei Frauen mit einem Gewicht von 75kg oder mehr würde das Notfallmedikament die gewünschte Wirkung nicht immer entfalten können. Die bereits 2011 von einer Forschergruppe durchgeführte (und von HRA Pharma finanzierte Studie) hatte festgestellt, dass das Risiko für übergewichtige Frauen dreimal so hoch sei, trotz Pille Danach mit Levonorgestrel schwanger zu werden, als für normalgewichtige Frauen. Der Wirkstoff Ulipristalacetat wirke hingegen auch bei übergewichtigen Frauen zuverlässig.

Die EMA widersprach der Darstellung im Juli 2014 und erklärte Levonorgestrel für sicher - egal bei welchem Körpergewicht. Drei unabhängige Studien der Weltgesundheitsbehörde WHO würden dies belegen. Der deutsche Berufsverband der Frauenärzte spricht sich für eine weitere unabhängige Studie zu beiden Wirkstoffen aus und weist zugleich darauf hin, dass auch EllaOne mit Ulipristalacetat nicht immer wirkt: Bei einem Körpergewicht von 95kg und mehr verliert auch sie an Wirkung.

Welche Pille Danach ist nun besser?

Einen Vorteil hat EllaOne mit Ulipristalacetat auf jeden Fall: Sie kann bis zu 120 Stunden nach dem Sex noch eine ungewünschte Schwangerschaft verhindern, während Levonorgestrel lediglich bis zu 72 Stunden wirkt - oft eine zu knappe Zeitspanne, vor allem wenn "es" vor dem Wochenende passiert. Letztendlich müssen Frauen selbst abwägen, ob sie der Studie von HRA Pharma vertrauen oder nicht - zumindest bis es eine wirklich unabhängige Studie zu verschiedenen Wirkstoffen gibt.

Die Spirale Danach als Alternative

Als sicher auch für übergewichtige Frauen gilt die Spirale Danach, die sich von der "normalen" Hormonspirale unterscheidet. Bei der Spirale Danach handelt es sich um eine Kupferspirale, die bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr eingesetzt werden kann und zu 99% zuverlässig wirkt. Bekannte Marken in Deutschland sind u.a. Gynefix® und NovaT®. Das von der Spirale abgegebene Kupfer verhindert ein Einnisten der befruchteten Eizelle und muss bis zur nächsten Regelblutung getragen werden. Die Kosten werden nur bis zum 20. Lebensjahr von der Krankenkasse übernommen. Ältere Frauen müssen die Kosten von bis zu 400 Euro selbst tragen.

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