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Im falschen Körper: Möglichkeiten und Wege für Transsexuelle

Veröffentlicht in Frauengesundheit 23 Jan, 2015

Mit dem eigenen Geschlecht tief unglücklich zu sein, ist natürlich eine große Last. Betroffene leben oftmals sehr zurückgezogen und haben Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz und Partner zu finden. Heute gibt es allerdings immer mehr Möglichkeiten, Transsexuellen durch eine Hormonbehandlung oder plastische Chirurgie ein neues Leben zu schenken.

Was ist Transsexualität überhaupt?

Werden wir geboren, dann genügt für Ärzte meist ein kurzer Blick auf unseren nackten Körper aus um festzustellen, ob wir ein Junge oder ein Mädchen sind. Manche von uns stellen allerdings im Laufe Ihres Lebens fest, dass Ihre empfundene Geschlechtsidentität überhaupt dieser medizinischen Beobachtung überhaupt nicht entspricht. Auch wenn die Frauenbewegung für deutlich mehr Gleichberechtigung gesorgt hat, gibt es doch immer noch etliche gesellschaftliche Normen, die sich für Männer und Frauen stark unterscheiden. Wer also beispielsweise als Junge zur Welt gekommen ist, sich aber stark als Frau sieht, wird sehr wahrscheinlich einen großen Leidensdruck verspüren und kann in eine seelische Krise geraten.

Manche Transsexuelle entscheiden sich dazu, Ihren Körper durch eine Hormonbehandlung oder eine Operation Ihrem empfundenen Geschlecht anzugleichen. In manchen Fällen werden die Kosten von der Krankenkasse übernommen, dies ist allerdings ein langer, beschwerlicher Weg. Wichtig ist, zu verstehen, dass es transsexuellen Menschen nicht um Sexualität, sondern um Identität geht. Dass ein Mensch transsexuell ist, heißt daher nicht unbedingt, dass er auch schwul oder lesbisch ist. Transsexuelle bemerken oft schon im Kindesalter, das sie eigentlich lieber im anderen Geschlecht leben möchten. Diese Dokumentation bietet interessante Einblicke: https://www.youtube.com/watch?v=ENczQGjrlXI

Der Weg vom Mann zur Frau

Transfrauen, also Frauen, die mit einem männlichen Körper geboren worden sind, haben es im täglichen Leben oft schwerer als Transmänner. Fangen Sie an sich zu schminken und Frauenkleidung zu tragen, dann erregen sie so oft Aufsehen und ernten leider sehr häufig Spott. Der Wunsch männliche Eigenschaften loszuwerden ist daher meistens sehr groß. Auf der einen Seite gibt es kleinere Schritte, die Betroffene selbst gehen können – zum Beispiel das Entfernen der Gesichtsbehaarung, das Tragen einer weiblichen Frisur, die Verwendung von Make Up und natürlich die Umstellung auf eine weibliche Garderobe. Einige Transfrauen wünschen sich darüber hinaus eine Hormonbehandlung, die dafür sorgt, dass sich das Körperfett nach einem weiblicheren Muster verteilt, die Stimme heller wird und die Haut sich verfeinert.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, durch eine Brustrekonstruktion ein insgesamt weiblicheres Erscheinungsbild zu schaffen. Auch eine Vaginoplastik ist denkbar um ein weibliches Geschlechtsorgan nachzubilden, dabei handelt es sich allerdings um einen sehr komplizierten, teuren Eingriff. Welcher Weg für die jeweilige Transfrau der richtige ist und welche Hilfe Sie in Anspruch nehmen möchte, ist natürlich sehr individuell.

Männer, die als Frau geboren wurden

Natürlich gibt es auch Transmänner, deren Geschlecht bei ihrer Geburt als weiblich identifiziert wurde. Auch sie haben meist einen langen Leidensweg hinter sich, bis sie sich „outen“ können und als Mann leben, allerdings kann man sagen, dass ihr Erscheinungsbild oftmals deutlich weniger Aufsehen erregt als das von Transfrauen. Entscheiden sie sich für eine Hormontherapie mit Testosteron, dann wird ihre Stimme deutlich tiefer, ihr Körperfett verteilt sich nach einem männlichen Muster und ihnen wächst ein Bart. Da Testosteron ein sehr starkes Hormon ist, zeigen sich Veränderungen oft deutlich schneller als bei Transfrauen.

Transmänner haben außerdem die Möglichkeit, sich ihre Brust operativ entfernen zu lassen und durch eine Phalloplastik männliche Geschlechtsorgane nachbilden zu lassen. Auch hier ist der Weg allerdings weit – sie müssen zuerst über einen langen Zeitraum als Mann gelebt haben und sich langfristig psychologisch behandeln lassen, um auf eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse hoffen zu können.

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