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Kürbis für die Männergesundheit

Veröffentlicht in Ernährung & Fitness 01 Nov, 2013

Bei Prostatabeschwerden wird häufig Kürbiskernöl als pflanzliche Alternative zu anderen Medikamenten empfohlen. Die Kürbiskerne sind ohnehin allgemein gut für die Gesundheit, so dass sie häufiger auf dem Speiseplan stehen sollten, zum Beispiel als Teil von Salaten oder in Suppen.

Warum ist der Kürbis gesund?

Der Kürbis ist eine uralte Nutzpflanze, die heute vom Nahen Osten bis zu den USA angebaut wird. Vermutlich stammt der heute weitverbreitete Gartenkürbis (curcubita pepo) aus den südlichen USA und aus Mexiko und kam mit den ersten europäischen Siedlern schließlich nach Europa. Der Kürbis wird vor allem gerne zur Suppe verarbeitet oder als Bestandteil von Salaten und Aufläufen genutzt. Auch als Snack werden die Kerne gerne "pur" aus dem Beutel geknabbert.

Der Gartenkürbis ist reich an Vitaminen und Nährstoffen wie Kalium, Magnesium und Calcium. Die Samen des Kürbisses enthalten viele weitere Spurenelemente wie Kupfer, Zink, Selen und Mangan, seltene Aminosäuren und Phytosterole. Kürbiskerne können entweder "roh" geknabbert werden oder zu gesundem Kürbiskernöl verarbeitet werden. Schon lange ist erwiesen, dass der Kürbissamen bei Blasenschwäche und Reizblase hilft und wurde 2005 von der Universität Würzburg zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Immer häufiger wird Kürbiskernölextrakt auch in pflanzlichen Medikamenten gegen Prostatabeschwerden verwendet.

Wichtig: Nur der Gartenkürbis curcubita pepo, auch als Arzneikürbis bekannt, hat eine solche gesundheitsfördernde Wirkung - andere Kürbissorten sind weniger gut geeignet.

Wie helfen Kürbiskerne der Prostata ?

Die Funkton der Prostata wird von Dihydrotestosteron (DHT) beeinflusst, der biologisch aktivsten Form des Sexualhormons Testosteron, das in den Hoden gebildet wird. Ein zu hoher oder zu niedriger DHT-Spiegel kann beim Mann unterschiedliche gesundheitliche Probleme auslösen. So führt zu wenig DHT beispielsweise zu erektilen Dysfunktionen oder einer Leberzirrhose, während zu viel DHT zu Hirsutismus (übermäßigem Haarwuchs) oder einer vergrößerten Prostata führen kann. Eine Prostatavergrößerung führt wiederum zu Problemen mit der Blase und dem Wasserlassen.

Um die Prostata wieder zu verkleinern, müssen also Medikamente eingenommen werden, die die Produktion von DHT hemmen. Hier zeigen Kürbiskerne ihre Wirkung, denn sie wirken der benignen Prostatahyperplasie (BPH) genauso effektiv entgegen wie die pharmazeutischen Wirkstoffe Finasterid oder Dutasterid.

Wo bekomme ich Kürbiskernöl für die Prostata?

Theoretisch in jedem Supermarkt: Kürbiskerne sind genau wie verschiedene Nüsse und andere Kerne in Tüten erhältlich und können abends als Snack geknabbert werden. Auch Kürbiskernöl ist im Supermarkt erhältlich und kann zum Beispiel zum Anmachen von Salaten verwendet werden. Allerdings müssen theoretisch pro Tag etwa 1,5 Kilogramm Kürbiskerne gesnackt werden um mit echten Kürbiskernen eine Wirkung zu erzielen.

Sinnvoller sind hochwirksame Extrakte aus Kürbiskernöl für die Prostata gibt aus der Apotheke in Kapselform zu kaufen. Dann genügen ein bis zwei Kapseln pro Tag zur Behandlung der beningnen Hyperplasie.

Zeigen Kürbiskerne auch Wirkung bei Frauen?

Auch wenn meistens die gesunde Wirkung der Kürbiskerne auf die Prostata beworben wird, hat das Kürbiskernöl bei Frauen eine ebenso hilfreiche Wirkung. Bei Frauen kommt es im fortschreitenden Alter häufig zur sogenannten Stressinkontinenz, die durch einen geschwächten Beckenboden (z.B. nach Schwangerschaften) entsteht. Wenn Sie Husten, Niesen oder schwere Gegenstände heben, kommt es zu einem leichten Harnabgang, der meistens verschämt verschwiegen wird. Auch hier zeigen Kürbiskerne Wirkung und reduzieren die Beschwerden. Idealerweise wird die Einnahme von Kürbiskernöl mit Beckenbodentraining kombiniert, welches die Muskulatur stärkt.

Kürbiskernöl ist kein Allheilmittel

Wer zum ersten Mal unter Harnbeschwerden oder leichter Inkontinenz leidet, kann es ruhig einmal mit Kürbiskernöl versuchen. Halten die Beschwerden jedoch an, sollte ein Arzt aufgesucht werden um die konkreten Ursachen zu klären. Bei einer leichten BPH ist die Behandlung mit Medikamenten meistens noch erfolgreich, doch in vielen Fällen ist eine Operation sinnvoller. Dabei wird meistens das TUR-P-Verfahren eingesetzt, bei dem eine Metallschlinge durch die Harnröhre in die Prostata eingeführt wird und mit Hilfe von Hochfrequenzstrom überschüssiges Gewebe entfernt.

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